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Ein Vergleich: Die Vereinigten Staaten und die UdSSR

Sonntag, Oktober 2nd, 2005

von Luke Exilarch

Übersetzt aus dem englischen von Kai Hackemesser am 2.10.2005

Original: http://exilemm.com/e-sub-ussr1.shtml und http://exilemm.com/e-sub-ussr2.shtml zu finden auf www.eXilemm.com

Ist das Leben heute in den Vereinigten Staaten wie das Leben damals in der UdSSR?

Die Zentralisierung politischer Kraft in den Händen der Bundesregierung hat ermöglicht, einen totalitären Staat zu schaffen, welcher auf vielfältige Weise an die alte Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken erinnert.

Es gibt tatsächlich noch bedeutende Unterschiede zwischen den Vereinigten Staaten und der ehemaligen UdSSR. Verbrauchswaren sind überall verfügbar in den Vereinigten Staaten (obwohl unser riesiges Handelsbilanzdefizit andeutet, dass sie nicht hier hergestellt worden sind). Einige von unseren verfassungsmäßigen Rechten bleiben unversehrt, obgleich erodiert.
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Angemessene Kindeserziehung

Sonntag, Mai 4th, 2003

Ursprüngliche Quelle: Teach Your Children Well von Joseph Sobran

Übersetzt im Mai/2003 durch Kai Hackemesser

Weil ich über Politik schreibe, fragen mich die Leute ständig nach der besten Methode, den Kindern zu erklären, wie unser Regierungssystem funktioniert. Ich erkläre ihnen, dass sie ihren Kindern im eigenen Heim einen Staatsbürger-Grundkurs geben können.

Durch meine eigenen Erfahrungen als Vater habe ich mehrere einfache Einrichtungen gefunden, welche einem Kinderverstand die Prinzipien verdeutlichen können, wie der moderne Staat mit seinen Bürgern umgeht. Sie könnten sie ebenfalls als hilfreich ansehen.

Zum Beispiel habe ich einen einfaches Kartenspiel mit meinem Sohn gespielt. Nach einer Weile, als er das Konzept, dass höherwertige Karten die niedrigeren übertrumpfen, gründlich verstanden hat, habe ich mir ein neues Spiel ausgedacht, welches ich REGIERUNG nannte. In diesem Spiel – ich war die Regierung – habe ich mit jedem Blatt gewonnen, egal wer die besseren Karten hatte. Mein Junge hat schnell das Interesse an meinem neuen Spiel verloren, aber ich denke, es hat ihm eine lehrreiche Lektion für sein späteres Leben vermittelt.

Wenn Ihr Kind ein wenig älter ist, können Sie ihm unser Steuersystem auf eine leichtverständliche Weise beibringen. Bieten Sie ihm sagen wir mal zehn Dollar für das Rasenmähen an. Wenn es gemäht hat und seinen Lohn einfordert, halten Sie fünf Dollar zurück und erklären ihm, das sei die Einkommenssteuer. Geben Sie einen Dollar an seinen jüngeren Bruder und sagen Sie ihm, das sei „fair“. Ausserdem erklären Sie ihm, dass Sie die anderen vier Dollar benötigen, um die administrativen Kosten der Geldverteilung zu decken. Wenn es heult, erklären Sie ihm, dass es „habgierig“ und „egoistisch“ ist. Er wird es ihnen in seinem späteren Leben danken.

Stellen Sie so viele Regeln wie möglich auf. Die Gründe für diese können Sie im Dunkeln lassen. Verschärfen Sie sie willkürlich. Beschuldigen Sie ihr Kind, Regeln gebrochen zu haben, von denen Sie ihm nie erzählt haben. Lassen Sie es besorgt sein, es könne Anweisungen missachtet haben, welche Sie noch nicht erlassen haben. Flössen Sie ihm das Gefühl ein, dass Regeln schlicht irrational sind. Dies wird es auf ein Leben unter demokratischer Regierung vorbereiten.

Wenn Ihr Kind ausreichend erwachsen ist, um zu verstehen, wie das Rechtssystem funktioniert, legen Sie eine Schlafenszeit fest, und schicken es eine Stunde früher zu Bett. Wenn es Sie tränenreich beschuldigt, die Regeln zu brechen, erklären Sie ihm, dass Sie die Regeln aufgestellt haben, und dass Sie sie jederzeit so auslegen können, dass sie zu Ihren Gunsten erscheinen, wegen wechselnder Begleitumstände. Dies wird es auf das Bundesgerichtshof-Konzept der US-Verfassung als „lebendes Beispiel“ vorbereiten.

Versprechen Sie oft, mit ihm in den Zoo oder ins Kino zu gehen, und dann zur vereinbarten Zeit lehnen sie sich mit einer Zeitung im Sessel zurück und sagen ihm, dass Sie ihre Pläne geändert haben. Wenn es schreit „Du hast es versprochen!“, erklären Sie ihm, dass es nur ein Wahlversprechen war.

Hin und wieder sollten Sie ohne Vorwarnung ihr Kind ohrfeigen. Dann erklären Sie ihm, dass es blos Verteidigung ist. Sagen Sie, dass Sie jederzeit wachsam sein müssen, um jeden potentiellen Feind aufzuhalten, bevor er gross genug wird, um Sie zu verletzen. Auch dies wird Ihr Kind schätzen, warscheinlich nicht unbedingt sofort, aber in seinem späteren Leben.

Manchmal wird Ihr Kind natürlich Unzufriedenheit mit Ihren Methoden ausdrücken. Es könnte sogar den bockigen Wunsch aussprechen, dass es bei einer anderen Familie wohnen möchte. Um dieser Reaktion zuvorzukommen oder sie abzumindern erzählen Sie ihm, wie glücklich es mit Ihnen ist, dem liebevollsten und nachsichtigsten Elternteil der Welt, und erzählen Sie grelle Geschichten von Grausamkeiten anderer Eltern. Dies wird es Ihnen gegenüber loyal machen und später empfänglich für die Behauptungen im Klassenzimmer, dass der postmoderne Wohlfahrtsstaat Amerika immer noch das beste und freieste Land der Welt sei.

Dies bringt mich zur wichtigsten Kindererziehungstechnik von allen: Lügen. Belügen Sie ihr Kind zu jeder Zeit. Lehren Sie es, das Worte gar nichts bedeuten – oder besser das die Bedeutung des Wortes sich kontinuierlich „entwickelt“ und morgen vielleicht das  Gegenteil zu heute bedeutet.

Manche Leser mögen darauf hinweisen, dass dies eine armselige Weise sei, ein Kind aufzuziehen. Aber gerade das ist der Punkt: Kindesmisshandlung ist die beste  Vorbereitung für das Erwachsenenleben unter unserer Form von REGIERUNG.

Joe Sobran schreibt eine Kolumne und hat eine eigene Webseite, Sobran’s.

Bush plante einen „Regierungswechsel“ im Irak bereits, bevor er Präsident wurde.

Dienstag, Februar 4th, 2003

Original von Neil Mackay
Übersetzt von Kai Hackemesser am 4.2.2003

Ein geheimer Entwurf zur globalen Dominanz der USA enthüllt, daß Präsident Bush und sein Kabinett schon vor der Machtübernahme im Januar 2001 einen vorsätzlichen Angriff auf den Irak geplant haben, um einen „Regierungswechsel“ sicherzustellen.

Der Plan zur Schaffung einer „globalen Pax Americana“ , der vom Sunday Herald enthüllt wurde, wurde für Dick Cheney (nun Vizepräsident), Donald Rumsfeld (Verteidigungsminister), Paul Wolfowitz (Rumsfelds Vertreter), George W. Bushs jüngeren Bruder Jeb und Lewis Libby (Cheneys Stabschef) abgefasst. Das Dokument mit dem Titel „Wiederaufbau der Verteidigung Amerikas: Strategien, Kräfte und Resourcen für ein neues Jahrhundert“ wurde im September 2000 vom neokonservativen Think-Tank „Projekt für das neue amerikanische Jahrhundert“ (PNAC) geschrieben.

Der Plan zeigt, daß Bush’s Kabinett beabsichtigte, die militärische Kontrolle in der Golfregion zu übernehmen, egal, ob Saddam Hussein an der Macht sei oder nicht. Es heißt: „Die Vereinigten Staaten haben jahrzehntelang angestrebt, eine dauerhaftere Rolle in der Sicherheit der Golfregion zu spielen. Während der ungelöste Konflikt mit dem Irak eine direkte Rechtfertigung liefert, geht der Bedarf an einer substantiellen Präsenz der Amerikanischen Streitmächte im Golf über die Angelegenheit mit dem Regime von Saddam Hussein hinaus.“

Das PNAC-Dokument unterstützt einen „Plan zur Erhaltung der globalen Vorherrschaft der USA, zur Verhinderung des Aufstiegs eines mächtigen Gegners und zur Formung der internationalen Sicherheit in Einklang mit amerikanischen Prinzipien und Interessen“.

Diese „Amerikanische Langzeitstrategie“ muß „so weit in die Zukunft wie möglich“ vorangetrieben werden, heißt es in diesem Bericht. Er ruft die USA ebenfalls dazu auf, „als Kernaufgabe gleichzeitig an vielen Kriegsschauplätzen zu kämpfen und entscheidend zu gewinnen.“

Der Bericht beschreibt die bewaffneten Kräfte Amerikas im Ausland als „die Kavallerie an der neuen amerikanischen Front“. Der Plan der PNAC unterstützt ein früheres Dokument aus der Feder von Wolfowitz und Libby, welcher forderte, daß die USA „fortschrittliche Industrienationen entmutigen soll, unsere Führerschaft herauszufordern oder überhaupt eine größere regionale oder globale Rolle zu spielen.“

Der PNAC-Bericht

  • verweist auf die Schlüsselverbündeten wie Großbritannien als „effektivstes und effizientestes Mittel, um die globale amerikanische Führung auszuüben“
  • beschreibt die Friedensstifter-Missionen als „Forderung nach amerikanischer Führung in der Politik anstatt der durch die Vereinten Nationen“
  • enthüllt Bedenken, daß Europa sich gegen die USA stellen könnte
  • sagt, daß „selbst wenn Saddam von der Bühne verschwinden sollte, werden die Basen in Saudiarabien und Kuwait permanent besetzt bleiben – trotz der überwiegenden Opposition in den Golfstaatsregierungen zur Stationierung der US-Truppen – da sich der Iran leicht als große Bedrohung für die Interessen der USA erweisen könne, wie es der Irak getan hat“
  • beleuchtet China zwecks „Regierungswechsel“ und sagt, „es ist Zeit, die Präsenz amerikanischer Streitkräfte in Südostasien zu verstärken“. Dies, heißt es, könne „Amerikanischen und Verbündeten die Kraft geben, um dem Prozeß der Demokratisierung in China zu beschleunigen.“
  • fordert die Schaffung der „US-Raummacht“, um den Weltraum zu dominieren, sowie die totale Kontrolle des Cyberspaces, um zu verhindern, daß „Feinde“ das Internet gegen die USA nutzen.
  • deutet an, daß abgesehen von der Kriegsdrohung gegen den Irak wegen Massenvernichtungswaffen die USA die Entwicklung biologischer Waffen – welche die Nation geächtet hat – in den kommenden Jahrzehnten in Betracht ziehen sollen. Es heißt: „Neue Methoden des Angriffs – elektronische, nichttödliche, biologische – werden besser verfügbar sein … Kämpfe werden in ganz neuen Dimensionen geführt werden, im Weltraum, im Cyberspace und vielleicht sogar in der Welt der Mikroben … fortschrittlichere Formen biologischer Kriegsführung, welche bestimmte Genotypen „angreift“, können die biologische Kriegführung aus der Welt des Terrors in ein politisch nützlichen Werkzeuges umformen.
  • bestimmt Nordkorea, Lybien, Syrien und den Iran als gefährliche Regime und ihre Existenz rechtfertigt die Schaffung eines weltweiten „Command-and-Control-Systems“.

Tam Dalyel, Labour-Parlamentsmitglied, Vater des Unterhauses und eine der führenden Rebellenstimmen gegen den Krieg gegen den Irak, sagte: „Das ist der Müll von rechtsgerichteten Think Tanks voller Hühnerhabichte – Männer, die nie den Schrecken des Krieges sebst erlebt haben, aber verliebt in die Idee des Krieges sind. So Männer wie Cheney, Kriegsdienstverweigerer im Vietnamkrieg.

Dies ist ein Plan zur Weltkontrolle durch die USA – eine neue Weltordnung ihrer Erzeugung. Dies sind die Denkprozesse von amerikanischen Fantasten, die die Welt beherrschen wollen. Ich bin empört, das ein englischer Premierminister der Labours mit einer Mannschaft von solch moralischen Niveau ins Bett geht.“

Interview mit Dr. Kurt Richebacher

Donnerstag, Januar 2nd, 2003

24. Dezember 2002

Übersetzung von Kai Hackemesser

Quelle: http://www.investmentrarities.com/weeklycommentary.html

Vorwort

Dr. Kurt Richebacher hat eine unheimliche Fähigkeit demonstriert, zukünftige wirtschaftliche Probleme zu identifizieren. Der frühere Chefvolkswirt der Dresdner Bank warnte vor der Rezession und dem NASDAQ-Crash Monate, bevor es geschah. Er sagte den Zusammenbruch der asiatischen Tiegerstaten 1998 voraus und lies lange vor Enron die Alarmsirenen ertönen, was die Tricks um die Unternehmensgewinne anging. Als beinahe jeder sich einer V-förmigen Erholung sicher war, behauptete er, daß dies unmöglich sei.

Als Meister der klassischen Volkswirtschaft und vielleicht der beste analytische volkswirtschaftliche Denker der heutigen Welt schreibt Dr. Richebacher einen monatlichen Rundbrief, den „Richebacher-Brief“. Bei seinem beeindruckenden Rekord genauer Warnungen und Voraussagen angesichts der meist einstimmigen Opposition aus Establishment-Volkswirtschaften denken wir, daß das folgende Interview mit voller Konzentration und Kombinationsfähigkeit gelesen werden sollte.

Damals im März’97 warnten Sie, daß ernste Probleme die schwer verschuldete Wunderwirtschaft im Fernen Osten bedrohen. Warum hatten Sie dieses Problem ins Licht gerückt?

Ihr Boom war kreditinduziert. Sie gerieten schwer in Schulden, um exzessiv zu bauen.

Die gleiche alte Geschichte?

Ja, Abgezogene Gelder und Kreditwachstum und die typischen Symptome von sich überhitzenden Volkswirtschaften – Inflation, Spekulation und finanzielle Exzesse.

Dann, im Juni’98 sagten Sie, „Später dieses Jahr wird sich die US-Wirtschaft abrupt verlangsamen“. Was hatten Sie wahrgenommen?

Die Gewinne gaben nach und Unternehmen neigten zu selbstzerstörerischen Finanztricks und Buchhaltungsmanövern einschließlich schwerer Spekulationen und Leveraging. Ich schrieb, daß einige durch explodierende Papierwerte unglaublich reich wurden, aber Ersparnisse und Kapitalbildung erbärmlich seien.

Dann sagten Sie den Zusammenbruch des Aktienmarktes und der Technologieblase voraus. Wie konnten Sie das?

Die großen spekulativen Manien der Geschichte waren mit Neuerungen verbunden, die große öffentliche Begeisterung auslösten. Das war auch der Fall beim Internet, und damit einhergehend hatten wir die allgegenwärtige Überschwemmung mit Geld und Kredit. Ja, ich schrieb, ein Bärenmarkt sei unausweichlich.

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Schwer verschuldet, schwer gefährdet

Donnerstag, Juni 6th, 2002

Quelle: Deep in Debt, Deep in Danger
von Hans F. Sennholz
vom 30.5.2002
übersetzt durch Kai Hackemesser

Politiker verhalten sich selten Ihren Versprechungen entsprechend. Sie können sich elegant über Haushaltsüberschüsse äußern während sie gewaltige Defizite einfahren. Der Präsident könnte einen Krieg vom Zaun brechen, um den Frieden zu erhalten und die Senatoren und Repräsentanten können über Sparsamkeit und „nationale Verteidigung“ Reden halten, aber geben reichlich Geld für Dinge aus, die ihre Popularität und Wiederwahlchancen verbessern. Sie können sogar die Gelegenheit nutzen, besondere Interessen in ihren eigenen Staaten und Bezirken zu befriedigen. Für viele ist nationale Verteidigung eine Gelegenheit.

Außerhalb der Welt der Politik sind die Haushaltsüberschüsse tatsächlich Haushaltsdefizite, welche die Sozialversicherungsfonds auffressen. Während diese Art defizitärer Finanzierung auf den heutigen Kapitalmärkten nicht schwer wiegt, überträgt es die Rückzahlungslast auf die Schultern der zukünftigen Steuerzahler, Anleihemärkte oder beide, wenn die Sozialversicherungsleistungen fällig werden. Jeder Manager eines privaten Treuhandfonds, der es wagen würde, die ihm anvertrauten Gelder auszugeben und durch seine Schuldscheine zu ersetzen, würde strafrechtlicher Verfolgung ausgesetzt sein. Wenn es das Schatzamt der Vereinigten Staaten macht, nennt man es „kreative Finanzierung“.

Die bundesstaatlichen Ausgaben werden seit Ende 1995 „kreativ“ finanziert, als das Schatzamt die durch den Kongreß erlassene Schuldenobergrenze von 4,9 Billionen Dollar erreichte. Die Strategie von Finanzminister Robert Rubin finanzierte die Regierung nichtsdestotrotz bis Ende März 1996, als der Kongreß die Obergrenze anhob. Heute, sechseinhalb Jahre später haben die Schulden wieder die vom Kongreß erlassene Obergrenze von 5,95 Billionen Dollar erreicht, und ganz wie sein Vorgänger Rubin greift Finanzminister Paul O´Neil strategisch in dieselbe Trickkiste. Es wirft ernsthafte Zweifel am Wert jeder vom Kongreß erlassenen Schuldenobergrenze auf. (mehr …)

Die Bush-Bilanz

Montag, März 18th, 2002

Was treibt der Präsident da im Oval Office?

Von: Dr. David A. Sprintzen
Professor der Philosophie, Co-Director
Institute for Sustainable Development
C.W. Post College,
Long Island University
720 Northern Boulevard Brookville,
NY 11548-1300
(516)299-3051
fax: (516) 299-4140 mailto:dsprintz@liu.edu

Übersetzt am 18.03.02 von Kai Hackemesser
Originaler Text

Die ersten sechs Monate unter George W. Bush: Egal was Sie glauben, Sie sollten wissen, was Ihr Präsident tut. Hier eine Liste seiner Arbeit in seinen ersten sechs Monaten:

  • Er hat die Feldversuchs-Kontrollen für genetisch manipuliertes Getreide deutlich vereinfacht.
  • Er hat die Bundesausgaben für Bibliotheken um 39 Millionen Dollar reduziert.
  • Er hat die Finanzierung für Ärzte, damit sie fortschrittliches pädiatrisches Training bekommen, um 35 Millionen Dollar reduziert.
  • Die Finanzierung für erneuerbare Energiequellen um 50% reduziert.
  • Er nahm die Gesetze zurück, welche die akzeptablen Mengen von Arsen im Trinkwasser reduziert haben.
  • Er blockierte die Gesetze, die es von Bundesbehörden verlangen, zweisprachige Unterstützung für nicht englisch sprechende Personen anzubieten. Und das bei einem Kandidaten, der bereitwillig seine Spanischkenntnisse vor seinen hispanischen Wählern (schön wärs) blosstellt.
  • Er kündigte an, neue Seeschutzgebiete für die Channel Islands und die Korallenriffe nordwestlich von Hawaii zu beseitigen (San Francisco Chronicle, 6. April 2001)
  • Die Finanzierung für Forschung für sauberere, effizientere Autos und LKWs wurden von ihm um 28% reduziert.
  • Er setzte Gesetze außer Kraft, welche es die Regierung besser ermöglichte, Verträge mit Firmen abzulehnen, welche die Sicherheit am Arbeitsplatz, der Umwelt oder andere Bundesgesetze verletzen.
  • Er genehmigte dem Berufenen der Inneren Abteilung (Interior Department), Briefe an Staatsbeamten zu versenden, die sich dafür einsetzen, Nationalmonumente für Öl- und Gasbohrungen, Kohlebergbau und Rodung zu öffnen.
  • Er ernannte John Negroponte – eine nicht angeklagte, in die Iran-Contra-Affäre hochgradig verwickelte Person – auf den Posten des Botschafters für die Vereinten Nationen.
  • Er brach ein Wahlversprechen, 100 Millionen Dollar für die Regenwalderhaltung zu investieren.
  • Er reduzierte das Gemeinde-Zugriffsprogramm für öffentliche Krankenhäuser, Kliniken und Lieferanten, um Leute ohne Versicherung zu behandeln, um 86%.
  • Er trat von eimen Antrag zurück, den öffentlichen Zugang zu Informationen über potentielle Konsequenzen aufgrund eines Chemiewerkunfalls zu verbessern.
  • Er setzte Gesetze außer Kraft, welche vom Schwergesteinbergbau fordern, die Gelände auf öffentlichem Boden wieder aufzuräumen.
  • Er reduziert das Programm „Boy´s and Girl´s Club of America“ für öffentliche Gebäude um 60 Millionen Dollar.
  • Er kündigte an, ein Bundesprogramm zu beseitigen, welches geschaffen wurde, Gemeinden zu helfen, sich auf Naturkatastrophen vorzubereiten (wie es erfolgreich in Seattle genutzt wurde).
  • Er stieg aus dem Kyoto-Klimaschutzvertrag von 1997 aus.
  • Er reduzierte die Arbeitskraftschulung für behinderte Arbeiter um 200 Millionen Dollar.
  • Er beseitigte die Finanzierung für das Feuchtgebiet-Schutzprogramm, welches Farmer dazu ermutigte, Feuchtbiotope auf ihren Grundstücken zu erhalten.
  • Er kürzte das Programm, welches Kinderbetreuung für Familien mit niedrigem Einkommen anbietet, wen sie von der Wohlfahrt ins Berufsleben ziehen.
  • Er reduzierte ein Programm, welches verschriebene Verhütungsmittel für Bundesbeamten anbietet (obwohl man immer noch für Viagra bezahlt).
  • Er reduzierte Die Kapitalfinanzierung für öffentliche Gebäude um 700 Millionen Dollar.
  • Er ernannte Otto Reich – eine nicht angeklagte, in die Iran-Contra-Affäre hochgradig verwickelte Person – zum stellvertretenden Außenminister für Interamerikanische Angelegenheiten.
  • Er reduzierte das Budget der Umweldschutzbehörde um 500 Millionen Dollar.
  • Er kündigte an, die Möglichkeiten von Gruppen einzuschränken, zu klagen, um ein Tier auf die Liste der bedrohten Tierarten zu setzen.
  • Er hob ein Gesetz auf, welches erhöhte Regulationen für Energiespar-Effizienz bei Zentralklimaanlagen und Wärmepumpen vorschrieb.
  • Er hob Arbeitsplatz-Ergonomoiegesetze auf, welche dazu gedacht waren, die Gesundheit und Sicherheit des Arbeitnehmers zu verbessern.
  • Er brach ein Wahlversprechen, den Ausstoß von Kohlendioxid zu regulieren, welches zur globalen Erwärmung beiträgt.
  • Er verbot Bundeshilfen für internationale Familienplanungsprogramme, welche Abtreibungsberatung mit weiteren unabhängigen Finanzierungen anbieten.
  • Er schloß das Büro des Weißen Hauses für Frauengesundheitsinitiativen und -Unterstützung.
  • Er nominierte David Lauriski – Ex-Bergbaugesellschaftsvorstand – für den Posten des Stellvertretenden Arbeitsminister für Bergbausicherheit und Gesundheit.
  • Er gestattete dem Innenminister Gale Norton, mit seinem kontroversen Plan fortzufahren, Öl- und Gasfördergebiete jenseits der Ostküste von Florida zu versteigern.
  • Er kündigte seine Absicht an, den „Lewis and Clark“-Nationalforst von Monatana für Öl- und Gasborungen zu öffnen.
  • Er kündigte an, die Grenzen von Nationalmonumenten neu zu ziehen, was es technisch erlaube, Öl- und Gasborungen „außerhalb“ der Nationalmonumente durchzuführen.
  • Er schloß das AIDS-Büro des Weißen Hauses.
  • Er verhandelte Freihandelsabkommen mit Jordanien neu, um Sicherheiten für Umwelt und Arbeiterrechte zu beseitigen.
  • Er wird nicht länger Empfehlungen von der Amerikanischen Anwaltschaft für Bundesjustizbestimmungen einholen.
  • Er ernannte den Recycling-Gegner Lynn Scarlett zum Unterinnenminister.
  • Er unternahm Schritte, den Rat für Umweltqualität des Weißen Hauses abzuschaffen.
  • Er beschnitt das gemeindeorientierte Polizeidienst-Programm.
  • Er erlaubte dem Innenminister Gale Norton, den für die Wildnis von Idaho und Montana vorgesehene Grizzlybären-Auswilderungsplan auf Eis zu legen.
  • Er blockiert weiterhin die Bundesfinanzierung für Stammzellenforschungsprojekte.
  • Er stellt sicher, daß verurteilte Drogenmißbraucher keine Finanzhilfen für´s College bekommen können, obwohl selbst Mörder diese bekommen.
  • Er weigert sich, die andauernde Reinigung des Uranschlackeberges in Utah zu finanzieren.
  • Er weigert sich, den andauernden Rechtsstreit der Regierung mit den Tabak-Gesellschaften zu finanzieren.
  • Er versprach eine Steuersenkung von zwei Billiarden Dollar, davon werden 43% zugunsten des reichsten Prozentes der Amerikaner gehen.
  • Er unterschrieb ein Gesetz, welches es für arme und mittelständische Amerikaner schwerer macht, Konkurs anzumelden, selbst im Falle erschreckend hoher Medizinrechnungen.
  • Er ernannte einen Vizepräsidenten, der mit den Worten „Wenn sie etwas wegen Kohlendioxidemmissionen tun wollen, müssen Sie Atomkraftwerke bauen“ zitiert wurde. (Dick Cheney in „Meet the Press“)
  • Er ernannte Diana „Es gibt keine geschlechtsspezifische Lohnkluft“ Roth zum Rat der volkswirtschaftlichen Berater. (Boston Globe, 28. März 2001)
  • Er ernannte Kay Cole James – kein Befürworter des Entgegenkommens – zum Leiter des Amtes für Personalmanagement.
  • Er reduzierte das Geld, welches für die Staaten vorgesehen war, um Fälle von Kindesmißbrauch und -vernachlässigung zu untersuchen, um 15,7 Millionen Dollar.
  • Er half, ein Gesetz zu beseitigen, welches dazu gemacht war, es Teenagern zu erschweren, an Kreditkarten zu kommen.
  • Er kündigte die Beseitigung des Programmes „Lesen ist essentiell“ an, welches Bücher umsonst an arme Kinder gibt.
  • Er drängt nach einer Entwicklung kleiner Nuklearwaffen, um tiefvergrabene Ziele zu attakieren, was den Vertrag zum Nuklearwaffentestverbots-Vertrag verletzen würde.
  • Er kündigte an, Jeffrey Sutton – den Anwalt, der für den jüngsten Fall verantwortlich ist, der das Gesetz für behinderte Amerikaner schwächt – zum Richter am Bundesberufungsgericht zu ernennen.
  • Er kündigte an, Regulationen rückgängig zu machen, welche 240.000 km² Nationalforst vor Abholzung und Straßenbau schützen [Das entspricht der Fläche der BRD vor der Vereinigung mit der DDR].
  • Er beseitigte die Finanzierung für das „Wir sind das Volk“-Programm, welches Schulkinder über Verfassung, Grundrechte und Staatsangehörigkeit unterrichtete.
  • Er ernannte John Bolton – der gegen die UN und Nichtauslieferungsverträge ist – zum Unterstaatssekretär für Waffenkontrolle und Internationale Sicherheit.
  • Er nominierte Linda Fisher – eine leitende Angestellte bei Monsanto – für die zweithöchste Position bei der Umweltschutzbehörde.
  • Er nominierte Michael McConnell – führender Kritiker der Trennung von Kirche und Staat – Zum Bundesrichter.
  • Er nominierte Terrence Boyle – leidenschaftlicher Gegner der Bürgerrechte – zum Bundesrichter.
  • Er hob den Endtermin für Authersteller auf, Prototypen von Niedrigverbrauchswagen zu entwickeln.
  • Er nominierte Harvey Pitts – den Anwalt für einen Minderjährigensexvideo-Vertrieb – zum Leiter der SEC (Gremium zur Regelung des Vertrieb von Wertpapieren)
  • Er nominierte John Walters – einen starkem Gegner fon Drogenentzugsprogrammen in Gefängnissen – zum Drogen-Zar. (Washington Post, 16. Mai 2001)
  • Er nominierte J. Steven Giles – Ein Lobbyist für Kohle und Öl – zum stellvertretenden Innenminister.
  • Er nominierte Bennet Raley – der für die Aufhebung des Gesetzes für Bedrohte Tierarten eintritt – zum Stellvertretenden Minister für Wasser und Wissenschaft.
  • Er versucht, die Vertetungsklage zu beenden, die in den USA gegen Japan von asiatischen Frauen angestrebt wird, die während des 2. Weltkrieges als Sexsklaven arbeiten mußten.
  • Er sah vor, 4 Millionen Dollar in der neuen Bundeszuwendung für HIV- und Drogenmißbrauchsprogramme nur an religiöse Gruppen und nicht an weltliche Äquivalente zu gewähren.
  • Er reduziertze das Hilfprogrogramm für Haushalte mit Niedrigeinkommen um 40%, welches Personen mit zu geringem Einkommen bei der Begleichung der Stromrechnung hilft.
  • Er nominierte Ted Olson – der wiederholt über seine Verwicklung mit dem Scaiffe-finanzierten „Arkansas-Projekt“ log, welches Bill Clinton stürzen sollte – zum Staatssekretär im Justizministerium.
  • Er nominierte Terrance Boyle – Feind der Bürgerrechte – zum Bundesrichter.
  • Er schlägt vor, Zulassungsgenehmigungen – einschließlich Umweltbedenken – für Raffinerien, Nuklear- und Hydroelektrische Staudammkonstruktionen zu erleichtern.
  • Er schlug vor, der Regierung die Autorität zu geben, durch Enteignung Privatgrundstücke für Stromleitungen zu bekommen.
  • Er schlug vor, die 1,2 Milliarden Dollar zur Finanzierung von alternativen erneuerbaren Energien durch den Verkauf von Öl- und Gas-Pachtgebieten im Nationalwildpark von Alaska zu erhalten.
  • Er plant, genetisch veränderte Nahrungsmittel in allen Regierungsbehörden zu servieren.
  • Er hat den Chef der Forstdienste feuern lassen und einen Lobbyisten der Holzindustrie ernannt.

Japan in der Depression

Mittwoch, Februar 6th, 2002

von John H. Makin
Übersetzt von Kai Hackemesser
Original: Japan in Depression

Während viel darüber diskutiert wird, wohin die US-Wirtschaft nächstes Jahr laufen wird, ist die Diskussion über Japans Volkswirtschaft vorbei. Im Laufe des Jahres 2001 geschah der Übergang Japans von einer verlängerten und ernsten Rezession in eine ausgewachsene Depression. Die schlechte Nachricht ist, daß eine Depression in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft es der Weltwirtschaft noch schwerer macht, sich 2002 zu erholen. Die (nicht allzu) gute Nachricht ist, daß Depressionen wie die akute, die in Japan auftrat, üblicherweise nicht allzu lange dauern. Wie dem auch sei, erfordert die Beendigung von Japans Depression große Abschreibungen uneinbringlicher Kredite entweder durch Reflation oder direkte Zahlungsunfähigkeit.

Japan wählt den Weg der Zahlungsunfähigkeit

Japan scheint den passiven Weg der direkten Zahlungsunfähigkeit statt des aktiveren Wegs der Reflation entlangzubalancieren. Reflation, selbst wenn sie über die Preisstabilität hinaus zu ein wenig Inflation führt, ist die bessere Strategie als die Zahlungsunfähigkeit, weil der Wechsel von Deflation hin zu steigenden Preisen die Besitzer von Regierungsschulden gleichmäßig belastet, da steigende Preise steigende Zinssätze bewirken und den Wert der Schulden verringern. Die Zahlungsunfähigkeit, auf welche Japan zusteuert, wird schroffer, zerstörerischer und willkürlicher für den japanischen und den globalen Markt. Abgesehen von der Verwirrung an den Finanzmärkten bringen plötzliche Zahlungsunfähigkeiten ein bedeutendes Risiko mit sich, welches die Beschäftigung und das Wachstum in Japan und weltweit gefährdet. Japans Deflation und Schuldenkrise bilden nun ein systemisches Risiko für die Weltwirtschaft.

Japans Bemühungen zu reflationieren sind im Grunde gescheitert, weil solche Bemühungen auf den Wegen der normalen Kapitalflüsse vorgenommen wurden, welche für eine Volkswirtschaft mit funktionierendem Bankensystem geeignet sind. Japans Bankensystem ist jedoch insolvent. Die Bemühungen der Bank of Japan, die volkswirtschaftlichen Aktivitäten anzutreiben und mittels zunehmender Reserven im Bankensystem und der Senkung kurzfristiger Zinssätze auf praktisch Null zu reflationieren, sind damit vergleichbar, ein totes Pferd noch fester zu schlagen. Das tote Pferd ist das japanische Bankensystem, welches aufgrund seiner Insolvenz nicht als Kapitalvermittler handeln kann, also kurzfristig bei der Zentralbank zu leihen und der japanischen Privatwirtschaft zu verleihen. Stattdessen bevorzugen die japanischen Banken, Geld praktisch ohne Zinsen bei der Zentralbank über Nacht zu leihen und davon Regierungspapiere mit geringfügig längerer Fälligkeit zu kaufen, um zusätzliche 15 bis 20 Basispunkte Gewinn aus den Regierungspapieren zu ziehen.

Die erfolglosen Bemühungen der Bank of Japan, die Wirtschaft durch mehr Liquidität für das Bankensystem zu stimulieren, kommen im Grunde dem gleich, ständig steigende Staatsschulden und eine Fortsetzung verschwenderischer Regierungsprogramme zu unterschreiben, genau das, was Masaru Hayami, der Gouverneur der Bank of Japan, sagte, vermeiden zu wollen. In diesem Vorgang haben Japans Banken einen riesigen Vorrat an Staatsschulden erworben, welche sehr geringe Zinssätze tragen, was das Fehlen jeglicher anderer Investitionsmöglichkeiten in Japan und die völlige Risikoabneigung der Banken wiederspiegelt.

Das kleinere Übel

Der umfassende Erwerb von japanischen Staatssicherheiten durch japanische Banken hat natürlich ein Dilemma für die Regierung und die Bank of Japan geschaffen. Erfolgreiche Bemühungen, die Wirtschaft anzukurbeln oder zu reflationieren, würden in höheren Zinssätzen resultieren und einen Wertkollaps der von den Banken erworbenen Niedrigzins-Staatsanleihen bewirken. Dieses „Dilemma“ hat die Regierung dazu gezwungen, ihre Bemühungen einzustellen, um die Bank of Japan zu einer Reflation zu ermutigen.

Eine Volkswirtschaft in Depression, wie in Japan, läßt einer Regierung keine attraktiven Alternativen übrig. Stattdessen muß die Regierung das geringste Übel wählen, und das bedeutet, zu reflationieren, entweder präventiv oder reaktiv, um die anwachsende Schuldenlast zu reduzieren, welche sich aus großen, hinausgeschobenen Regierungsausleihungen und einer beschleunigten Deflation zusammensetzt. Die Alternative, nichts zu tun, sorgt nur dafür, daß die Dinge schlimmer werden, und die Schmerzen durch den Übergang von Deflation zu Reflation stärker werden.

Immer wieder haben die japanische Regierung und die Bank of Japan ihren bevorzugte Passivität in Bezug auf den Reflationierungsbedarf bewiesen. Das unausweichliche Ende wird der Zusammenbruch einer oder mehrerer großer Banken sein, was den Zusammenbruch des Bankensystems letztlich beschleunigt. Mit Zusammenbruch meine ich schlicht, daß Konteninhaber in der Überzeugung, daß die Verbindlichkeiten der japanischen Banken deren Aktiva bei weitem übersteigt, weiterhin ihr Kapital aus dem japanischen Bankensystem abziehen. Es wird geradezu einen „Run“ auf die Banken geben. Die Sorge über diese Ende ist im japanischen Aktienmarkt schon offensichtlich, wo Bankenaktien seit Anfang Dezember um 44% auf Jahresbasis nachgaben, verglichen zum allgemeinen Börsenniedergang um 24%. Inzwischen sind die Marktpreise einiger Geldmarktfonds, von welchen man annahm, sie seien sichere Anlagen, unter pari, aufgrund ihrer fragwürdigen Sicherheiten.

Das Problem mit dem Kollaps von Japans bereits totem Bankensystem wird vor allem für Konteninhaber akut. Die Bankenaktionäre sehen seit langen den Wert des positiven Eigenkapitals, oder den Nettowert von Japans Banken schwinden. Doch wenn das Bankensystem kollabiert, wird die Regierung sich mit dem Bedarf konfrontiert sehen, zusätzliche Verluste der Haushalts- und Geschäftskonteninhaber in den Banken zu vermeiden.

Insbesondere der negative Nettowert des japanischen Bankensystems liegt irgendwo oberhalb des Yen-Äquivalents zu einer Billion Euro. Wenn das Bankensystem kollabiert, muß die Bank of Japan, um zusammengenommene Verluste der japanischen Haushalte zu vermeiden, den Banken mindestens eine Billion Euro zuführen, um die Konteninhaber vor Verlusten zu schützen, die ein weiteres Hindernis für das japanische Finanzsystem und die Volkswirtschaft bilden würden.

Die Zahlungsunfähigkeit läßt die japanische Währung und die Staatsanleihen kollabieren

Die Mechanik einer Operation, in welcher die Bank of Japan eine Billion Euro Liquidität in das Bankensystem einführt, macht einen gewaltigen Anstieg der Staatsschulden erforderlich, welche unverzüglich durch die Bank of Japan monetarisiert werden. Um die Mittel zu erlangen, Japans Konteninhaber zu schützen, wird die Regierung Sicherheiten im Wert von einer Billion Euro herausbringen, welche die Bank of Japan aufkauft und in das Bankensystem steckt. Solche Schritte werden vermutlich in der Verstaatlichung von Japans Bankensystem resultieren, da die Regierung dessen Zahlungsfähigkeit unterschrieben hat. In dem Prozeß werden Japans öffentliche Schulden augenblicklich um 15% ansteigen. Der resultierende Liquiditätsstoß wird in Verbindung mit dem gewaltigen Anstieg der Staatsverschuldung und der Erwartung weiterer Anstiege Japans Währung und Anleihen kollabieren lassen. Hinabgezogen durch die Bankaktien wird der Aktienmarkt noch weiter fallen. Der Kollaps der Währung und der zunehmende Liquiditätsbedarf wird eine deutliche Reflation und Inflation anstoßen, welche die Bank of Japan schon einige Jahre zuvor hätte anstoßen sollen, um diese Katastrophe zu vermeiden.

Obwohl solch ein katastrophales Ende als eine ferne Möglichkeit angesehen werden könnte, ist es eine, welche vor allem Marktteilnehmern geschehen ist. Es gibt einen Markt für den Schutz vor Zahlungsunfähigkeit japanischer Staatsanleihen, und seit Anfang November ist der Preis für solchen Schutz von um die 0,15% des Wertes eines solchen Anleihebesitzes auf 0,25% gestiegen.

Japans Währung hat in Erwartung der kommenden Zahlungsunfähigkeit angefangen zu schwächeln. Der Yen ist seit September gegenüber dem Dollar und dem Euro im Wert durchschnittlich um 10% gefallen. In Kürze dient der fallende Yen, die ansteckende Belastung der Deflation zu re-exportieren, welche Japan und ein Großteil von Asien aus China importiert. Mittelfristig (im Jahresrahmen) signalisiert die Yen-Schwäche einen zukünftigen Run heraus aus Japans letzten für Investoren sicheren Häfen – Staatsanleihen und Cash.

Japan steht einer weiteren sich nähernden Bedrohung der Lebensfähigkeit seines Bankensystems gegenüber. Die Depot-Versicherung großer Depots bei japanischen Banken soll zum 31. März 2002 enden. Mit dem Nähern dieses Stichtages werden große Depots mit zunehmender Geschwindigkeit von den Banken abgezogen. Die Einleger werden Regierungssicherheiten direkt kaufen wollen, um das wachsende Zahlungsunfähigkeits-Risiko direkter Einlagen bei Banken zu vermeiden. Natürlich werden angesichts des stark gewachsenen Kreditaufnahmebedarfs, mit welchem die Regierung konfrontiert ist, um die Zahlungsfähigkeit des Bankensystems zu unterzeichnen, diese Sicherheiten zunehmend riskanter. Kurz gesagt läßt die japanische Finanzkrise letztlich dem Bankkonteninhaber keine Möglichkeit, sich vor schweren Verlusten zu verstecken.

Die japanische Regierung, welche einen Run auf die Banken voraussieht, könnte die Terminierung der Depotversicherung auf große Depots zum 31. März 2002 aufschieben. Dieser Schritt würde den vollständigen Kollaps des Bankensystems nur verzögern, da ohne eine massive direkte Zufuhr von Liquidität in die Volkswirtschaft – nicht in das todgeweihte Bankensystem – durch den direkten Kauf ausländischer Anleihen, Firmenanleihen und Land durch die Bank of Japan die Deflation weiterhin den negativen Nettowert des Bankensystems und seiner Konteninhaber wachsen liese. Wenn die Regierung alternativ den Endtermin vom 31. März stehen läßt, könnte sie die Erkenntnis für den Bedarf einer beschleunigten Krise signalisieren, um eine Reflation mit Gewalt einzuleiten.

Die Vorausahnung der Japanischen Finanzkrise

Die offizielle Anerkennung des Vorgangs ist zur Zeit weit hinter der Realität zurück. Anfang 2001 haben drei Bewertungsagenturen – Moody’s, Fitch’s und Standard & Poor’s – Yen-benannte Kredite auf eine Stufe drei Punkte unter dem Top-Rating abgestuft, wo auch Länder wie Italien und die Slowakei liegen. Während sich Japans deflationäre Schuldenkrise verstärkt, ist eine weitere Diskussion über zusätzliche Abstufungen der japanischen Kredite aufgekommen. Aber erwarten Sie nicht, daß die Kreditagenturen die Kredite herabstufen, bevor der japanische Anhleihemarkt kollabiert. Sie werden es nicht tun, weil die japanische Regierung hartnäckig behauptet, daß solch eine präventive Abstufung den Markt zusammenbrechen lassen würde. Bewertungsagenturen in Rußland, Südamerika und Asien haben wiederholt ihre Unfähigkeit bewiesen, kommende Krisen des Kreditmarktes zu signalisieren, weil sie durchgehend die Ermahnungen der Regierungen beherzigen, daß es „verantwortungslos“ sei, die Investoren zu warnen, aus Anlagen zu flüchten, deren Wert kollabieren wird. Eine vergleichbare Sache wird bewußt, wenn Sie Art und Weise überdenken, wie die Bewertungsfirmen mit Konzernen wie Enron umgegangen sind.

Japans Dynamik der Kredite

Japans Regierung ist in einem unentrinnbaren Schulden-Teufelskreis aufgrund der Tatsache, daß das nominale BSP mit einer Jahresrate von etwa 5% fällt. Eine Stabilisierung der japanischen Staatschulden-Quote zum BSP würde erforderlich machen, daß das BSP mit einer Rate wachsen würde, welche dem Zinssatz seiner ausstehenden Schulden, also etwa 1% entspricht. Die Tatsache, daß das nominale BSP mit 5% fällt, bedeutet, daß die japanische Schulden-BSP-Quote mit mindestens 6% pro Jahr ansteigt, selbst ohne einen plötzlichen Bedarf, insolvente Banken zu rekapitalisieren. Diese Schulden-Quote liegt nun bei 130%, und bei 6% pro Jahr wird sie sich in einem Jahrzehnt verdoppelt haben. Diese Tatsache allein wird den Kollaps der japanischen Staatsanleihen beschleunigen, bis die Deflation umgekehrt wird.

Tatsächlich aber ist die Schuldenlast der japanischen Regierung schlimmer als die 130%-Quote der Staatsschulden zum BSP, welche weithin in der Presse berichtet wird. Erstens wird eine zunehmende Deflation die Quote noch schneller ansteigen lassen, da die Staatseinnahmen schwinden. Zweitens werden die Verpflichtungen mit Bedingung der Regierung, einschließlich ihrer Verantwortung, Bankkonteninhaber zu schützen, plötzlich kräftig anspringen, sobald die zunehmend warscheinlichere Krise im Bankensystem auftritt.

Jemand hat erwähnt, daß die japanische Regierung Anlagen besitzt, die sie verkaufen könne, um ihre Fähigkeit, mit den schweren Verlusten im Bankensystem fertig zu werden, zu verbessern. Das Problem mit solchen Verkäufen, etwa von regierungseigenen Aktien der Japan Tobacco oder NTT (Japanische Telefongesellschaft) ist, daß es den Wert dieser Aktien auf dem Aktienmarkt weiter drückt. Dies ist nur ein weiteres Beispiel der Gefahren einer deflationären Umwelt, in welcher Aktien, die als Reserve angesehen wurden, nicht länger als Liquiditäsreserve funktionieren, da der Versuch, die Liquidität zu realisieren, ihren Wert nur noch weiter senkt.

Japans Politiker haben das Stadium erreicht, wo Verlustminimierung anstatt einer Selektion unter wünschenswerten Alternativen die einzige offene Möglichkeit ist. Eine Unfähigkeit, die geringst unerwünschte Möglichkeit zu wählen – präventive Reflation – hat die Bank of Japan und die Regierung in einer Regungslosigkeit einfrieren lassen. Das Ergebnis wird ein Kollaps des Bankensystems sein, welcher eine Woge Anleihen und ohnehin das Nebenprodukt Reflation erforderlich macht. Es ist nur eine Frage der Zeit.

Japans Depression; Amerikas Rezession

Der einzig positive Aspekt an Japans verzweifelter Lage ist, daß es hilft, einzuschätzen, wie weit von einer echten Depression die amerikanische Volkswirtschaft ist. Es hat Japan ein Jahrzehnt und eine Reihe von offensichtlich unglaublichen politischen Fehlern gekostet, welche schon oft aufgezählt wurden, um diesen traurigen Zustand zu erreichen, dem es jetzt gegenübersteht.

Amerikanische Politiker, die einer ungewöhnlichen und vielleicht lang andauernden Rezession gegenüberstehen, haben aggressiv reagiert, die Zinssätze gesenkt, die Liquidität erhöht und die Steuern gesenkt. Obwohl im Jahr 2002 wohl weitere fiskale Anregungen, vor allem in Form von geringeren Steuerlasten, die sowohl Nachfrage als auch Angebot stimulieren würden, nötig sein werden, bleiben solche attraktiven Möglichkeiten den amerikanischen Politikern offen. Das traurige Beispiel der japanischen Volkswirtschaft erhöht möglicherweise die Warscheinlichkeit, daß solche Möglichkeiten genutzt werden.

Ist die nachgebende US-Wirtschaft in Gefahr, Japans lange und langsame Ohnmacht nachzuahmen?

Dienstag, November 20th, 2001

Von JACOB M. SCHLESINGER und PETER LANDERS
Übersetzt von Kai Hackemesser

Original aus dem Wall Street Journal kann hier gefunden werden.

Die Entscheidung der Federal Reserve, ihren Zinssatz auf 2% zu senken, ihre zehnte Zinssenkung dieses Jahr, brachte die US-Zentralbank näher an den Tag heran, wo ihr die Zinssenkungs-Munition ausgehen wird. Und das wirft eine erschütternde Frage auf: Könnte die USA den gleichen trostlosen volkswirtschaftlichen Pfad einschlagen, den Japan ein Jahrzehnt zuvor geschritten ist?

Mit jeder vergangenen Woche häufen sich die Gemeinsamkeiten. In den Achtzigern wurde Japan als kapitalistische Modell-Volkswirtschaft betrachtet; in den Neunzigern hielten die USA diese Auszeichnung. In beiden Fällen endeten die guten Zeiten mit dem Zerplatzen einer Aktienmarkt-Blase, wenigstens teilweise durch eine nervöse Zentralbank angestochen. In beiden Fällen erwiesen sich die Vorraussagen einer schnellen Kehrtwende als falsch.

Die übertriebene amerikanische Investition in Glasfaser-Hochgeschwindigkeits-Telefonleitungen findet ihren Widerhall in Japans Investitionsorgie in Speicherbaustein-Fabriken ein Jahrzehnt zuvor. Die mißliche Lage einer wohlangesehenen amerikanischen Firma, Enron Corp. – die zwei Drittel ihres Marktwertes in nur drei Wochen verloren hat – erinnert an die zuvor unsichtbare Schwäche, die Japans Zusammenbruch für viele Banken dieses Landes vor Augen geführt hat. Selbst das jüngste Gezänk im US-Kongreß, welches beabsichtigt, ein Paket an wirtschaftsstimulierenden Maßnahmen scheitern zu lassen, hört sich unheimlich gleich dem bürokratischen und politischen Gerangel an, welches deutliche Reformen in Japan durchkreuzt hat. Und jetzt sieht die US-Währungspolitik, die als mächtigstes Werkzeug zur Bekämpfung der Abschwünge der Nation betrachtet wird, zunehmend wie die Japans aus, wo die Zinssätze auf Null gefallen sind. Japan hat ein Jahrzehnt der Stagnation ausgedauert. Könnte das hier passieren? Die meisten Analysten antworten weiterhin mit einem deutlichen Nein. Sie heben hervor, daß Japan nicht nur eine Aktienmarktblase hat platzen lassen, sondern auch eine Immobilienblase, welche wiederum das japanische Bankensystem flachgelegt hat. Die US-Blase scheint sich auf Aktien zu beschränken, und das amerikanische Bankensystem bleibt stark. Auch die US-Politiker bestehen darauf, klüger zu sein als ihre Japanischen Gegenspieler, teilweise, weil sie aus deren Fehlern lernten. Und, fügen sie hinzu, das amerikanische volkswirtschaftliche und politische System sei flexibler als das Japans und könne schneller notwendige Reparaturen durchführen. (mehr …)

Amerikaner sind Ziel der größten Medien- Gehirnwaschkampagne in der Geschichte

Donnerstag, Oktober 25th, 2001

Von Lonnie Wolfe
Übersetzt von Kai Hackemesser
Quelle: Rense.com

ExecutiveIntelligence Review
www.larouchepub.com
16.10.01

Einleitung: Werden Sie Gehirngewaschen?

Werden Sie gehirngewaschen? Was ist mit manchen Ihrer Nachbarn, sind die gehirngewaschen? Bevor Sie antworten, lassen Sie uns Ihnen einige einleitende Fragen stellen: Glauben Sie, daß die Vereinigten Staaten am 11. September durch einen Terroristenangriff getroffen wurden? Denken Sie, daß die Leute hinter diesem Angriff „Araber“ waren und daß ihr Anführer dieser Osama bin Laden war und von einer Höhle in Afghanistan aus operierte? Glauben Sie, daß der beste Weg, um Terrorismus zu stoppen, der ist, sie schwer zu schlagen, sie in ihren „Basen“ an Orten wie Afghanistan zu schlagen und die Nationen, die sie fördern könnten, zu schlagen, etwa den Irak?

Und was ist mit der Wirtschaft? Denken Sie, daß der neueste Sturz der Börse und die Schwäche in der Wirtschaft durch die Angriffe vom 11. September verursacht worden seien? Nun, wenn Sie auf eine dieser Fragen mit „Ja“ antworteten, werden Sie vermutlich gehirngewaschen sein! Wenn Sie auf mehr als eine mit „Ja“ antworteten, sind Sie definitiv ein „Verlorener“.

„Aber“, antworten Sie, „ist das nicht, was die meisten Leute denken? Würden diese die Fragen nicht auf die gleiche Weise beantworten wie ich?“ Nun, die Antwort ist ja. Aber wir würden Sie darauf aufmerksam machen: Gerade weil die Mehrheit der Leute etwas für WAHR ansehen könnte, muß es nicht zutreffend sein. Alles, was es bedeutet, ist, daß Sie und die meisten Ihrer Nachbarn unter einem Massenwahn leiden — oder, einfacher ausgedrückt: SIE WERDEN GEHIRNGEWASCHEN. Also ist die wahre Frage, wie konnte Ihnen das geschehen? Wie kamen Sie zu dem Glauben, daß jene Aussagen in den obigen Fragen zutreffend sein mögen? „Na ja, Ich hörte ich es auf …, ich sah es auf …, nun, ich las es in …“

Sie brauchen sich nicht die Mühe machen, die Sätze zu vervollständigen; wir können es für Sie tun: Ihnen und Ihren Nachbarn wurde die „Wahrheit“ durch die Massenmedien mitgeteilt. Die amerikanischen „Nachrichten“medien, die stolz darauf sind, sich „frei“ zu nennen, und sich auf die Schulter klopfen für die wunderbare Arbeit, die sie während und nach dem 11. September geleistet haben, sind die größte, kostspieligste Massen-Gehirnwaschmaschine, die je in der menschlichen Geschichte zusammengebaut wurde. Es ist eine Maschine, die so vollständig die fast 300 Millionen Amerikaner gehirnwäscht, dass der berüchtigte Nazi- Propagandaminister Josef Goebbels neidisch sein würde.

Hier sind hier die wesentlichen Tatsachen dessen, was am 11. September geschah: Laut dem demokratischen Präsidentschafts-Vorbewerber Lyndon LaRouche, dessen Einschätzung in diesem Land und rund um die Welt von vielen kompetenten Fachleuten für Terrorismus und ungewöhnliche Kriegsführung geteilt wird, war das, was stattgefunden hat, kein Terroristenangriff, sondern eine strategische, verdeckte Operation, so arrangiert, dass es den Anschein eines „Terroristen“-Angriffs habe. Herr LaRouche und andere stimmen darin überein, dass aufgrund der Ausweitung und des Umfangs der Verschleierung und Irreführung, welche folgten, solch eine Operation weder durch irgendwelche arabischen Terroristenzellen oder -netzwerke noch durch einen arabischen oder nahöstlichen Staat noch durch irgendeine Kombination oben genannter organisiert worden sein kann; sie mußte von innerhalb der Vereinigten Staaten unter Teilnahme und Duldung eines Gaunernetzwerks zwischen den angloamerikanischen Geheimdienst- und Militärestablishments organisiert worden sein.

Wie bei jeder verdeckten Operation gibt es einen Bestandteil der psychologischen Kriegsführung, zum Zweck, seine Wirksamkeit gegen den anvisierten Feind zu maximieren, um diesen Feind zu verwirren und ihn irrezuleiten. Im Fall des Angriffes vom 11. September ist der anvisierte Feind die BEVÖLKERUNG DER USA UND SEINE KONSTITUTIONELLE STAATSFORM. Der „Psychokrieg“-Bestandteil der Operation wird durch die amerikanische Medien-Maschinerie mit der Absicht durchgeführt, das amerikanische Volk gehirnzuwaschen, DEN FORTDAUERNDEN STAATSSTREICH GEGEN UNSERE KONSTITUTIONELLE STAATSFORM HINZUNEHMEN. Bedeutet dies, daß die Direktoren des Massenmedien der USA in die Operation miteinbezogen wurden? Nein, so läuft es nicht. Wie EIR 1997 in einem Sonderbericht erklärte und dokumentierte, sind die Medien der USA durch das Angloamerikanische Establishment kontrolliert und arbeiten als Kartell. Als solches dient es routinemäßig den Interessen dieses Establishments und berichtet, über was es möchte und unterdrückt, was es nicht zu berichten wünscht; oder verdreht Berichte, um die Wirklichkeit zu verbergen. So könnte die Leistung der Medien vor, während und nach dem 11. September von jenen vorwegverkauft worden sein, welche die Operation planten, um so ein Anteil davon zu werden; es war bloß nötig, bestimmte „PsyOps“-Inhalte in diese Gehirnwasch-Medienmaschinerie einzubringen, damit diese mit den gewünschten Wirkungen auf Sie und Ihre Nachbarn weit und weit verbreitet werden kann.
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Die Wolfowitz-Verschwörung

Dienstag, Oktober 16th, 2001

Am 14. Oktober veröffentlichte der London Observer eine der nun geläufigen – und völlig falschen – US-Propaganda-Schreckgeschichte mit dem Titel „Der Irak steckt hinter den Anthrax-Ausbrüchen.“ Der Bericht schenkte dem irren Gerede der „amerikanischen Falken“ Glauben, welche sagen, daß es „einen wachsenden Haufen Beweise gibt, daß der irakische Präsident Saddam Hussein mit den Flugzeugentführungen vom 11. September – vielleicht indirekt – verwickelt sei. Wenn sich dies bestätigen würde“, meinte der Observer, „dann würde der sich aufbauende Druck … für einen Angriff (auf den Irak) unwiderstehlich werden.“ Einer dieser „Falken“, ein unbenannter „Regierungsangestellter“ der USA, berichtete dem Observer, daß der britische Premierminister Tony Blair ein „treuer Verbündeter“ im Krieg gegen den Terrorismus sei und „wenn es bedeuten würde, daß wir den nächsten Hundertjährigen Krieg beginnen würden, dann ist dies halt so.

Der „nächste Hundertjährige Krieg“? Wer sind diese verrückten Amerikaner, die derartig sprechen, und sind sie nicht genauso gefährlich wie der Jihad des Osama bin Laden?

Hier werden wir die Namen der Fanatiker in dieser Anti-Irak-Gruppierung nennen, die als die „Wolfowitz-Verschwörung“ bekannt wurden, benannt nach dem Stellvertretenden Verteidigungsminister der USA, Paul Wolfowitz. Der New York Times zufolge, welche durchgesickerte Informationen über deren Aktivitäten vom 12. Oktober veröffentlichte, will diese Gruppierung einen unverzüglichen Krieg gegen den Irak, im Glauben, daß die Bombardierung von Afghanistan, welches längst ein ausgelaugtes Ödland ist, keinesfalls einem globalen Krieg entspricht, den sie erhoffen. Aber der Irak ist nur ein weiterer Trittstein, um den Anti-Terroristen-„Krieg“ in einen ausgewachsenen „Clash of Civilizations“ umzuwandeln, in welchem der Islam zum neuen „Feindbild“ des neuen „Kalten Krieges“ wird.

Die Theorie hinter dem „Clash of Civilizations“, entwickelt vom Berater für nationale Sicherheit des Präsidenten Jimmy Carter, Zbigniew Brzezinski und seinen Schützlingen einschließlich dem Harvard-Professor Samuel Huntington, definiert die arabische und islamische Welt als einen „arc of crisis“, einen „Bogen der Gefahr“ aus dem Mittlerem Osten über die islamischen Länder Zentralasiens in die damalige Sowjetunion. Brzezinski wollte die „islamische Karte“ gegen die Sowjetunion ausspielen, und dadurch begann die Politik, islamische Fundamentalisten gegen moderate und pro-westliche arabische und islamische Regierungen zu fördern. Nach dem Ende des kalten Krieges aktualisierte der Haufen von Brzezinski/Huntington ihren „Bogen der Gefahr“, indem sie erklärten, daß die islamische Religion in einem neuen Krieg der Feind sei, in welchem Religionen statt politischer Systeme sich unausweichlich bekämpfen würden.

Jedenfalls wurden jene terroristischen Drogenschmuggler der islamischen Welt, welche durch Brzezinski lanciert und von den Iran-Contra-Netzwerken unter der Kontrolle des Oberstleutnant Oliver North aufgrund der Executive Order 12333 des George Bush Sen. „adoptiert“ wurden – trainiert von britischen und amerikanischen Sondergeheimdiensten und dem CIA, ausgerüstet durch israelische Militärnetzwerke – die Hauptverdächtigen in den terroristischen Angriffen auf die Vereinigten Staaten.

Ein Netzwerk durchdringt die Regierung

Die Anhänger der sogenannten „Wolfowitz-Verschwörung“, welche die Theorie vom „Clash of Civilizations“ verfolgen, sind nichts geringeres als „ein innerer Feind“ in den USA, ein Netzwerk, welches das Verteidigungsministerium, das Außenministerium, das Weiße Haus und den Nationalen Sicherheitsrat verknüpft. Der Bericht soll keine „Gute Jungs gegen Böse Jungs“-Beschreibung der Bush-Regierung sein; eher ist es eine Warnung, daß diese Verschwörung eine eng verflochtenes Gaunernetzwerk ist, welches versucht, die US-Politik zu übernehmen und die momentane afghanische Unordnung in einen Weltkrieg ausarten zu lassen. Die Verschwörung trägt die gefährliche Ähnlichkeit einer „geheimen Parallelregierung“ der „Projekt Demokratie“-Operation von Oberstleutnant North und General Richard Secord, welche Iran-Contra steuerte. Tatsächlich sind einige der Verschwörungsmitglieder in der jetzigen Bushregierung verurteilte Kriminelle aufgrund ihrer Aktivitäten in dem „Unternehmen“ des Herrn North!

Am 12. Oktober enthüllte die New York Times tiefe Meinungsverschiedenheiten in der Bush-Regierung, beschrieb, wie die Verschwörung hinter dem Rücken der Beamten des Kabinetts wie dem Außenminister Amerikas, Colin Powel, im Namen der US-Regierung Politik betreibt. Die Gruppe möchte den Irak auslöschen, den Palästinenserpräsidenten Arafat und die Palästinenserregierung auf die Terroristenliste setzen (wenn nicht gleich auf die Nachrufsseite) und den Nationalstaaten Krieg erklären.

Die Times enthüllte, daß eine Schlüsselgruppe der „Wolfowitz-Verschwörung“ die 18 Mitglieder umfassende Rat für Verteidigungspolitik sei, welcher sich für 19 Stunden zusammensetzte, um am 19./20. September „Prozeß zu machen“ gegen Saddam Hussein. Das Treffen drängte nach einem neuerlichen Krieg gegen den Irak, sobald der Krieg gegen Afghanistan seine Anfangsphase abgeschlossen habe. Er diskutierte den Sturz von Saddam Hussein, die Aufteilung des Irak in Ministaaten, die von US-finanzierten Dissidenten geleitet würden, welche die Gewinne aus den Basra-Ölvorkommen für ihre kollaborierende Regierung stehlen würden. Das Treffen diskutierte, wie man die Informationen so manipulieren könne, daß man die Angriffe des 11. Septembers auf Saddam Hussein schieben könne.

Der Times zufolge nahm Verteidigungsminister Donald Rumsfeld an beiden Tagen nur teilweise teil, und am 22. September wies Präsident George Bush die Empfehlung des Rates zurück, (so früh) den Krieg gegen den Irak zu erklären. Aber für die „Wolfowitz-Verschwörung“ zählt die Entscheidung von Herrn Bush nicht wirklich – Kernmitglieder des Politik-Rates sind wegen ihrer breiten internationalen Verbindungen vor allem zum Vereinigten Königreich und Israel ausgewählt worden, was ihnen erlaubt, Änderungen in der US-Politik mittels einer „Außen-Innen“-Operation durchzusetzen. Wenn man nicht in der Lage ist, Politik durch Werbung zu ändern, kann das Netzwerk durchaus auch verdeckte Operationen als eine „Regierung in der Regierung“ durchführen, wie sie es auch während Iran-Contra getan hat.

Der Vorsitzende des Rates für Verteidigungspolitik ist Richard Perle, ein früher Stellvertretender Verteidigungsminister für internationale Sicherheitsangelegenheiten unter Reagan, nun beim neokonservativen American Enterprise Institute.

Perle, dessen Spitzname „Fürst der Finsternis“ wegen seiner nuklearen Armageddon-Ansichten während des Kalten Krieges ist, ist, was viel wichtiger ist, ein Mitarbeiter von Conrad Black’s Hollinger International Inc., welche den Bemühungen des Sicherheitskoordinators des Britischen Empires William Stephensons entsprungen ist, Waffen für England während dem Zweiten Weltkrieg zu sichern. Gegenwärtig besitzt Hollinger die mit der britischen Tory-Partei verknüpfte Telegraph PLC, deren internationaler Beratungsausschuß von der früheren britischen Premierministerin, Lady Magaret Thatcher geleitet wird. Hollinger besitzt ebenfalls die Jerusalem Post, ein weiterer kriegsgeifernder Presseausguß.

Die „Hartschläger“ im Verteidigungspolitik-Rat sind die schlimmsten der angloamerikanisch-israelischen geopolitischen Fanatiker der letzten Jahrzehnte, einschließlich: dem früheren Außenminister Henry A. Kissinger, der auch ein Mitglied von Hollingers Internationalem Beratungsausschuß ist; dem früheren Sprecher des Weißen Hauses Newt Gingrich; dem früheren Direktor der CIA unter Clinton, R. James Woolsey; dem früheren stellvertretenden Vorsitzenden der Oberbefehlshaber der Heere Admiral David E. Jeremiah; dem früheren Vizepräsident Dan Quale; dem früheren Verteidigungs- und Energieminister James R. Schlesinger und dem früheren Verteidigungsminister unter Präsident Carter Harold Brown.

Obwohl Perle erst vor kurzem zum Vorsitzenden des Rates für Verteidigungspolitik ernannt wurde, waren er und Wolfowitz für mehr als zwanzig Jahre Kollaborateure als einflußhabende Agenten der rechtsgerichteten israelischen Kriegsparteien. 1985, als klar wurde, daß Jonathan Jay Pollard, ein in diesem Jahr der Spionage überführten Amerikaner beim Stehlen von solch hochgeheimen USA-Geheimnissen für Israel, um sie der Sowjetunion zu verkaufen, nicht allein gearbeitet haben kann, berichteten Geheimdienstangestellte höchsten Ranges der EIR, daß ein gesamtes „X-Kommittee“ an höchstrangigen US-Beamten untersucht werde. Wolfowitz und Perle waren auf der Liste der Verdächtigen des „X-Kommittees“, und die Spionage Israels gegen die Vereinigten Staaten waren derartig heftig, daß die Ermittler EIR berichteten, daß sie „nicht nur Maulwürfe sondern regelrechte Maulwurfshaufen“ gefunden haben. Pollard und seine israelischen Verteidiger behaupteten später, daß Pollard gegen die USA spionieren „mußte“, weil die Amerikaner zu sanft mit dem Irak und anderen arabischen Ländern umsprangen.

Die „Wolfowitz-Verschwörung“ ist dazu bestimmt, die Vereinigten Staaten in Richtung der gefährlichsten israelischen Rechtsaußenpolitik zu drängen einschließlich einem möglichen israelischen Nuklearangriffs auf einen arabischen Staat. Sie sind die Durchführer genau jenes Szenarios der „Auseinanderbrechenden Allianz“, vor welcher Lyndon LaRouche in seiner Stellungnahme vom 12. Oktober warnte.

Plan B: Mit dem Hund wedeln

Die „Wolfowitz-Verschwörung“ ist darauf aus, jegliches Potential für einen Mittelöstlichen Frieden zu zerstören und ist dazu bestimmt, die eurasische Wirtschaftsentwicklung zu behindern, welche sich um die Kooperation zwischen Europa, Rußland und China konzentriert Nachdem Rückschlag nach der Marathonsitzung des Verteidigungspolitik-Rats, setzte die Wolfowitz-Verschwörung verschiedene Operationen in Bewegung, um Propagandageschichten, gefälschte Berichte der US-Politik zu verbreiten, und andere Manöver, wodurch sozusagen „der Schwanz mit dem Hund wedelt“. Nicht genehmigte Stellungnahmen werden von den Verschwörern gemacht, Interviews, welche die US-Politik falsch darstellen, werden rund um die Welt verbreitet, und Geheimdienstberichte werden geändert oder hergestellt, um die politischen Ziele näherzubringen.

Das Muster wird klar und deutlich.

In einem ersten derartigen Vorgehen kurz nach den Angriffen vom 11. September erklärte Wolfowitz, daß die Vereinigten Staaten „staatsgestützten Terrorismus beenden“ würden und bestand darauf, daß nach dem Prinzip der Selbstverteidigung die Vereinigten Staaten allein handeln dürfen, ohne die Vereinten Nationen oder eine Kooperation mit anderen Ländern. Er wollte die „Doktrin“ etablieren, daß die Vereinigten Staaten „egal wo und zu welcher Zeit“ ein Land aufgrund geheimer Beweise angreifen könnten. Aber Wolfowitz wurde in einer deutlich sichtbaren Unstimmigkeit mit dem Weißen Haus gezwungen, diese Aussage zurückzunehmen. Einige Tage später bremsten die NATO-Verbündeten im Hauptquartier in Brüssel Wolfowitz und lehnten es bei einem Treffen, in welchem Wolfowitz die Bush-Regierung vertrat, ab, die Kooperation mit den Vereinigten Staaten unter NATO-Abkommen formell zu bekräftigen.

In derselben Laune versuchte die Verschwörung am 7. Oktober, dem Tag, als die Afghanistan-Bombardierung begann, einen Keil zwischen die Vereinigten Staaten und den UN-Sicherheitsrat, vor allem Rußland und China zu treiben, indem sie den Text eines Briefes des US-Botschafters für die UN John D. Negroponte änderten – ein ständiger Insider in der Iran-Contra-Operation, welcher beschuldigt wurde, in den 80ern mit Drogen-verbundenen militärischen Todesschwadronen in Honduras kollaboriert zu haben. Die Önderungen wurden ohne Kenntnis des Vorgesetzten von Negroponte, dem Außenminister Powell gemacht.

Im Brief zitierte Negroponte den sogenannten Ausrutscher von Wolfowitz und schrieb „Wir könnten herausfinden, daß unsere Selbstverteidigung weitergehende Handlungen bezüglich anderer Organisationen und Staaten erforderlich macht.“ Die Aussage zielt implizit auf den Irak, Syrien und den Sudan, alles Länder, die auf der Staatenliste des Außenministeriums stehen, welche Terrorismus unterstützen. Die Aussage verletzt Versprechen, welche die USA gegeben haben, daß sie die „Koalitions“-Handlungen darauf beschränken, die Angriffe vom 11. September zu vergelten. Wie berichtet wurde, soll Powell, als er von dieser Aussage aus der Presse erfahren hat, „an die Decke gegangen sein“. Die Einfügung wurde von Stephen J. Hadley entworfen, welcher stellvertretender Berater für den nationalen Sicherheitsrat ist. Dieser Stunt könnte beim Treffen des Rates für Verteidigungspolitik geplant worden sein.

Dann ist da der Fall vom früheren CIA-Direktor James Woolsey, dessen definierte Rolle als Mitglied des Politikrates es ist, am öffentlichsten den Sturz von Saddam Hussein zu fordern. Die Zeitungskette Knight-Ridder berichtete am 11. Oktober, daß Woolsey im vorigen Monat dazu autorisiert wurde, mit einem US-Regierungsflugzeug nach London zu fliegen, auf geheimer Mission in Begleitung von Beamten des Justiz- und Verteidigungsministerium Beweise zu sammeln, die Saddam Hussein mit den Angriffen vom 11.September verbinden. In einer Pressekonferenz vom 18. September von Defense Week rief Woolsey nach einer „Flug- und Fahrtverbotszone“ im Norden und Süden des Irak, damit die Kurden bzw. die Shi’iten besser Saddam bekämpfen können. „Das Schlagwort des Tages“, meinte Woolsey, ist „Es sind die Regime, Trottel!“ Seit dem Anthrax-Tod vom Bob Stevens am 5. Oktober, dem Fotoredakteur der Sun, wurde Woolsey zum weltweit führenden Fingerzeiger auf Saddam als Mann hinter der Anthrax-Attacken. Seine sogenannten Beweise sind veraltet, vorurteilsbehaftet und vollständig unverläßlich.

Es ist kein Zufall, daß Woolsey im letzten Jahr eine prominente Rolle – als CIA-Direktor – im Szenario 1999/2000 des New Yorker Rates für auswärtige Angelegenheiten (CFR, Council on Foreign Relations) gespielt hatte, „Die nächste Finanzkrise: Warnzeichen, Schadenskontrolle und Auswirkungen“, welcher einen virtuellen Militärputsch ausgearbeitet hatte, welcher einer kombinierten Finanzkrise und Terroristenattacke auf den Fuß folgen würde. Im Kriegsspiel des CFR würde der US-Präsident von der Bildfläche verschwinden. was das Land unter der Kontrolle der Krisenmanagement-Diktatur zurücklassen würde.

Ebenfalls nach London entsendet, um für einen „rollenden Krieg“, der Afghanistan, dann den Irak, und dann Land für Land, bis die Rache vollbracht wurde, Propaganda zu machen, ist das befreundete Mitglied des Politik-Rates Newt Gingrich. In einem Gespräch mit der London Times, die dem britischen Israel-Top-Propagandisten Rupert Murdoch gehört, sagte Gingrich, daß die Vereinigten Staaten „im Krieg“ liegen mit dem „organisierten, systematisch ausgebreiteten Terrorismus, gefördert durch Nationalstaaten“. Er meinte, daß der Beschuß der afghanischen Taliban ohne das Bezwingen des Irak „vergleichbar damit wäre, das imperiale Japan zu bezwingen, aber die Nazis in Ruhe zu lassen.“ Gingrich drohte, daß Länder, die entschieden, nicht kooperativ gegen den Terrorismus zu sein, den Konsequenzen gegenüberstehen müssen: „Die USA und die Koalitionskräfte werden euren eigenen Völkern beistehen, euch zu beseitigen.“

Indem er das Tempo für sein Team vorgibt, war Perle zusammen mit dem Neokonservativen William Kristol der verbindende Initiator bei einem offenen Brief an Präsident Bush in der von Rupert Murdoch finanzierten Weekly Standard, welcher, obwohl er den Präsidenten im Krieg gegen den Terrorismus begeistert unterstützte, tatsächlich ein Ultimatum war, um einen „Clash of Civilizations“, dreissigjährigen Krieg im mittleren Osten zu unterstützen. Unter den nicht vertretbaren Forderungen, die in diesem Brief vorgetragen wurden, war der Sturz von Saddam Hussein, „selbst wenn die Beweise den Irak nicht direkt mit dem Angriff (vom 11. September) in Verbindung bringen.“

Es gibt keinen Zweifel, daß das Duo Wolfowitz/Perle am Kern des Netzwerkes sind, welches Israel im „Szenario wegfallender Verbündeter“ benutzen kann. Tatsächlich ist Wolfowitz eine der großen Hoffnungen der rechtsextremen in Israel einschließlich der radiaklen Siedlerbewegung, wo man die Ermordung Arafats und die Vertreibung aller Palästinenser aus den besetzten Gebieten fordert. Aber Wolfowitz und Perle sind keine „israelischen Agenten“. Eher sind sie die Unternehmer zweiter Generation, die beide von Albert Wohlstetter von der RAND Corp. ausgebildet wurden, einem früheren Trotzki-Kommunisten, der nun Nuklearstratege ist. Genauso wenig sind die verschwörerischen kriegstreiberischen Militaristen „Sieben Tage im Mai“.

Richard Armitage, General Wayne Downing, Richard Clarke und Elliott Abrams sind ebenso schwer in dieser Verschwörung verwickelt.