Die verborgenen Hintergründe der Jane-Bürgermeister-Kampagne

von Michael Leitner 15.11.2009
Quelle: http://virushauptquartier.de/JB.pdf
Harmlose oder nicht existente Viren wie H5N 1 („Vogel­grippe”) und H 1 N 1 („Schwei­ne­grippe”) seien eine Bio-Waffe. Dies ist das Fundament der Straf­an­zeige, mit der Jane Bürger­meister (JB) seit Monaten die alter­na­tiven Medien über­schwemmt. Namhafte alter­na­tive Medi­en­ma­cher haben sich dieser Per­son ange­nommen, JB dominiert derzeit die Kritik an der „Pandemie”-Impfung. Kein Zufall, sondern die perfekte Arbeit einer profes­sio­nellen PR-Agentur, die sich mit der JB-Kampagne aus einem finan­zi­ellen Engpass zu befreien versucht!

Erstaun­lich dabei ist, dass es niemandem unter den alter­na­tiven Wirk­lich­keits­ma­chern auffiel, wie absurd es ist, harmlose Viren als Bio-Waffe zu verkaufen. Ebenso hat sich niemand von Frau Bürger­meister Beweise für die angeblich in Impf­stoffen enthal­tenen Nano-Chips vorlegen zu lassen. Auch hat bis jetzt niemand Fakten von JB zu den angeblich in Grie­chen­land, Schweiz und Frank­reich geplanten Zwangs­imp­fungen verlangt. Statt dessen springen sie auf die JB-Welle auf und verbreiten falsche Infor­ma­tionen. Erste Aufgabe eines Jour­na­listen aber ist es, Quellen zu prüfen und Behaup­tungen zu veri­fi­zieren. Und das hat im Fall JB keiner auch nur im Ansatz gemacht. Statt dessen hat jeder die Anzeige der JB (Original s.u.) für voll genommen und sie wieder und wieder unkri­tisch verbreitet.

JB ist ein Lottogewinn für die Verschwörungs-Industrie

Für den Verschwö­rungs-Boulevard ist JB (Video-Screen­shot) genau das, was ein Amoklauf für die BILD-Zeitung ist: Ein uner­schöpf­li­ches Thema, von dem man Wochen oder Monate zehren kann. Aber man muss auch Verständnis aufbringen für die alter­na­tiven Medien! Seitdem auch noch der letzte Krümel der Twin Towers und 9–11 zum x-ten Mal verwurstet wurde, darbt eine ganze Branche an nahr­haften Sensa­tionen. Die Gerüch­te­köche wärmen nur noch alte Mahl­zeiten auf und kombi­nieren altbe­kannte Zutaten aus dem Meinungs­ar­chiv immer wieder neu. Für die gesamte Verschwö­rungs­in­dus­trie kam das fett mit Unglaub­lich­keiten, Biowaffen und Nano-Chips ange­rei­cherte Verschwö­rungs-Kom­pott daher natürlich wie gerufen!

Der Marketing-Mecha­nismus der JB-Kampagne arbeitet dabei mit Mitteln, die denen der Impf­in­dus­trie genau gleichen: Es wird Angst vor nicht exis­tenten Dingen gemacht! Und rein technisch ist der Unter­schied zwischen einem „Pandemie”-Virus und einer viro­lo­gi­schen Bio­Waffe ja auch eher eine Klei­nig­keit. Pharma- wie Verschwö­rungs­in­dus­trie schüren also Ängste, um Kasse zu machen oder Aufmerk­sam­keit zu erhalten. Die einen in Form von verkauftem Tamiflu, Impf­stoffen, Tests und die anderen mit JB-DVDs oder JB-Artikeln. Bei der Phar­ma­in­dus­trie weiß man wenigs­tens, wo das abge­zockte Geld landet, bei JB muss man mal fünf Minuten recher­chieren, um zu erfahren, wohin die Spenden fließen!

JB ist das Produkt einer hoch spezialisieren PR-Agentur

Spendet man Geld für Jane Bürger­meister, die angeblich Ihren Job wegen ihrer Straf­an­zeige gegen den Impfstoffher­steller Baxter und diverse andere Personen und Insti­tu­tionen verloren hat und wählt dabei die Zahlungsart PayPal, so stellt man erstaun­li­cher Weise folgendes fest: Das Geld geht nicht an Jane Bürger­meister, sondern an eine Firma namens Evolution Produc­tion GmbH (www.evoluti­on-production.ch , sie­he Screen­shot rechts). Im folgenden werde ich die JB-Agentur der Einfach­heit halber Evo­Pro nennen.

Gesell­schafter sind ein Schwede namens Johan Niklasson und eine Öster­reicherin namens Marianne Thiel. Keine 24 Stunden nach einer Anf rage bei Herrn Niklasson bezüglich der Auffäl­lig­keit bei den Spenden wurde theflucase.com, die Homepage der JB-Kampagne, plötzlich geändert: Spender sehen beim Zahlungs­vorgang mit PayPal jetzt nicht mehr,dass die Spenden an EvoPro fließen. Und von der Start­seite hat man das Spen­den­ba­ro­meter, das bis dahin versuchte, die Men­schen zum Abdrücken von Geld zu animieren, eilig entfernt. Das von Niklasson vorge­ge­bene Ziel ist, siehe Screen­shot rechts, 75.000 $ in 30 Tagen abzu­greifen. Innerhalb nur eines Tages hatte er schon 8.600 $ gesammelt, wenn ich die Grafik richtig inter­pre­tiere! Wir reden hier also nicht über Peanuts, sondern um das Erschlei­chen von Spenden in fast sechs­stel­liger Höhe pro Monat!

Gemischtwarenladen mutiert zur Propaganda-Maschine

EvoPro und dessen Chef Johan Niklasson haben bereits eine bewegte Geschich­te hinter sich, man hat schon einiges versucht, um an Geld zu kommen: Import und Export, Handel mit Gesund­heits­ar­ti­keln, Verkauf von PC-Systemen und IT­-Dienst­leis­tungen, Teilhaber-Aquise für das Schloss Glarisegg am Bodensee, wo die Firma auch die ersten Jahre ihren Sitz hatte und schließ­lich Social Media Marketing (SMM).

Unter SMM versteht man Propa­ganda, die nicht als solche zu erkennen ist und die von scheinbar unab­hän­gigen Internet-Nutzern in sozialen Netz­werken wie Facebook, YouTube und Twitter verbreitet wird. Ziel einer erst­klas­sigen SMM­Kampagne ist es, eine Eigen­dy­namik anzu­stoßen, die das Projekt zu einem Hype steigert, Außen­ste­hende zum Mitmachen animiert und die Propa­ganda zu einem Selbst­läufer werden lässt. Natürlich ohne die Identität und die wirt­schaft­li­chen Inter­essen des Auftrag­ge­bers ans Licht kommen zu lassen. SMM, das sind ver­deckte Opera­tionen; die ultra­mo­derne Werbung einer schönen neuen Welt, stets unter falscher Flagge, da der Auftrag­geber im Dunklen bleibt.

Schauen wir mal bei Wikipedia nach, was die Ziele von Social Media Marketing sind, so werden die Ziele einer SMM­Kampagne wie folgt definiert:

  • Verbes­se­rung der Besu­cher­zahlen einer Inter­net­seite
  • Akquise von Kunden
  • Aufbau und Pflege eines positiven Marken­images
  • Stei­ge­rung der Marken­be­kannt­heit

Die für SMM benutzen Stra­te­gien umfassen dabei den Aufbau eigener Internet-Gemein­schaften, wo Menschen gratis aus Über­zeu­gung mitar­beiten (Commu­nities), hohe Tref­fer­quoten bei Internet-Such­ma­schinen, die Etablie­rung von an der Kampagne betei­ligten Menschen gegenüber der Öffent­lich­keit als Experten, die Schaffung eines eigenen Dienstes, der Neuig­keiten anbietet und die Kontakt­pflege zu den Fans, die man gewonnen hat. Aus rein mani­pu­la­tiver und populisti­scher Perspek­tive muss man vor dem schwe­di­schen Propa­gan­da­meister Johan Niklasson und dem von ihm produzier­ten JB-Tsunami in tiefer Aner­ken­nung den Hut ziehen. Und das meine ich ausnahms­weise mal nicht ironisch!

Fazit: Im Zeitalter des Web 2.0 ist die Matrix der Mani­pu­la­tion inter­aktiv geworden, jeder darf bei den Lügen mitma­chen, die uns davon abhalten, die Wahrheit zu sehen. Die Menschen selbst sind Teil der Mani­pu­la­tion, arbeiten selbst aktiv daran mit, dass sie für dumm verkauft werden. Schöne neue Welt!

Evolution Production: Nano-Chips gegen den drohenden Bankrott

Im Sommer 2009, als Jane Bürger­meister gerade Ihre substanz­lose Straf­an­zeige auf den Verschwö­rungs-Boulevard schleu­derte, die übrigens kurz danach von der Staats­an­walt­schaft (StAw) in öster­rei­chi­schen Korneu­burg zu Recht dem Altpapier übergeben wurde, hatte Johan Niklasson von EvoPro ein Problem: Es gab keine Aufträge, die ihn und seine Firma hätten über den Winter bringen können. Ob Niklasson daher die Kunst­figur JB konstru­ierte und eine schräge Schau­spie­lerin rekru­tierte oder ob sich hier zwei reale Personen gefunden haben, lässt sich nicht eruieren. Zu gründlich haben beide ihre Spuren im Internet verwischt.

Sowohl JB als auch Niklasson leugnen, mitein­ander innerhalb einer SMM-Kampagne zu arbeiten. Auch die Frage, ob JB eine reale Person ist oder ein Pseudonym, kann man nicht beant­worten. Nicht einmal die StAw in Korneu­burg hat die Identität der JB überprüft, die Dame sei den Ämtern in Öster­reich stets nur in schrift­li­cher Form begegnet. Man kann also Straf­an­zeigen erstatten und Dutzenden Jour­na­listen Unglau­lich­keiten aufti­schen, ohne ein einziges Mal die Echtheit der eigenen Identität beweisen zu müssen.

Eine Prise „Der dritte Mann”?

Nach eigenen Angaben wohnt JB in 1180 Wien, Gent­z­gasse 14/9/12. Das Haus ist ein Plat­tenbau im ansonsten eher gedie­genen Wiener Botschafts­viertel. Auf dem Bewohner-Schild im Hausflur findet man keine Jane, wohl aber einen Dr. Mathias Bürger­meister. Über den, wie auch über JB, gibt es im Internet kein Foto, keine Infor­ma­tionen. Die einzigen Spuren, die JB im Netz hinter­lassen hat, sind Artikel für Main­stream-Wissen­schafts­ma­ga­zine. Fragt man dort nach, ob die Redaktion ein Foto von JB oder einen Lebens­lauf hätte, so bekommt man die Auskunft, man habe dies mehrmals ange­for­dert, aber nie bekommen. Honorare seien über Paypal gezahlt worden.

Letzter Ausweg Panikmache: Der wirtschaftliche Niedergang der Journalistin Jane Bürgermeister

Jane Bürger­meister hat als Jour­na­listin für extrem Pharma-freund­liche Wissen­schafts­ma­ga­zine gear­beitet, darunter The Scientist und Nature. Sie war stets frei­be­ruf­lich tätig, was aller­dings auch gleich ihre Behaup­tung, wegen ihrer Strafan­zeige gekündigt worden zu sein, absurd erscheinen lässt: Freie Mitar­beiter kann man gar nicht kündigen, weil sie keine vertrag­liche Bindung an ihre Auftrag­geber haben.

Die frühesten Artikel von JB, die sich finden lassen, stammen aus dem Jahr 2002. Sie war danach zunächst gut im Ge­schäft und hat viele Artikel verkauft. Das „Vogel­grippe-Jahr” 2006 aber war ein finan­ziell mise­ra­bles Jahr mit nur 2 verkauften Artikeln, erst 2007 ging es wieder aufwärts. Sie fand im Magazin „RenewableEnergyWorld.com” einen neuen Abnehmer ihrer Artikel. Doch wie sie es schaffte, von acht verkauften Artikeln im Jahr 2009 zu leben, ist mir ein Rätsel. Von den Spenden, die jetzt rollen, lässt sich sicher­lich besser leben, als mit ein paar Artikeln!

theflucase.com — „Nachrichten” aus der Anstalt

Die „Nach­richten”, die auf JB‘s Seite angeboten werden, sind ein diffuser Mix aus Über­trei­bungen, Erfin­dungen, Absur­ditäten; serviert Seite an Seite mit inhalt­lich völlig verdrehten Pres­se­mel­dungen, Halb­wahr­heiten und hier und dort einmal sogar korrekte Meldungen. Hier einige humo­ris­ti­sche Höhe­punkte des Schaffens von JB und Niklasson:

  • In Pandemrix sei die millio­nen­fache (!) Dosis von „Verstär­ker­stoffen” enthalten, wie in den Impf­stoffen, die während des ersten Golf­krieges ernste Symptome bei US- Soldaten verur­sachten.
  • Die Pandemie-Stufe 6 der WHO beinhalte die Ausrufung des Kriegs­rechtes und Zwangs­imp­fungen.
  • Die Ablehnung von JB‘s Anzeige sei nur deshalb möglich gewesen, weil in Windes­eile Posten bei Behörden neu vergeben wurden.
  • H 1 N 1 sei in folgendem Kontext zu sehen: Jay Rocke­feller habe 2003 im US-Kongress eine Geset­zes­vor­lage mit der „unauf­fäl­ligen” Nummer 666 erfolg­reich einge­bracht, die den Phar­ma­kon­zernen Steu­er­gelder für die Entwick­lung von biolo­gi­schen Waffen in Virusform bewil­ligte.

Das ange­sichts solchen Blödsinns mit Illu­mi­naten-Sauce Menschen, die sich als Jour­na­listen bezeichnen, nicht wenigs­tens etwas miss­trau­isch werden; sie sich mal eine einzige kritische Frage im Interview zutrauen oder sich zumindest mal einen einzigen Beweis für irgend­eine der JB-Behaup­tungen vorlegen lassen — das sollte so manchen dazu anregen, mal über die Berufs­ethik und grund­le­gende hand­werk­liche Vorge­hens­weisen eines Jour­na­listen nach­zu­denken.

Meldet man sich im Diskus­si­ons­forum von JB‘s Webseite theflucase.com an, so bekommt man nach der Regis­trie­rung eine Bestä­ti­gungs-Email. Absender ist Meister Johann Niklasson höchst­per­sön­lich! Auffal­lend auch, dass sich fast sämt­liche User, die sich stark im Diskus­si­ons­forum betei­ligen, innerhalb von fünf Tagen dort zusam­men­fanden. Auch dies ist zu massiv, um Zufall zu sein und spricht für eine gut geplante Aktion. Einen Desin­for­ma­tions-Tsumani auf dem Hause EvoPro.

Diskreditierung der seriösen Impfkritik durch die JB-Kampagne

Um mehr über die Mani­pu­la­tionen des Johan Niklasson heraus­zu­be­kommen, machte ich ihm unter falschem Namen ein Angebot: Ich machte ihm Kompli­mente zu seiner JB-Kampagne und bestellte bei ihm eine ähnliche Kampagne. Herr Niklasson roch jedoch den Braten und schaltete auf stur: Er wisse nicht, was ich mit der J B-Kampagne meinte. Ein recht unge­wöhn­li­ches Vorgehen für jemanden, der Webmaster der JB-Webseite ist, diese Domain besitzt und auf dessen Kon­to die Spenden via PayPal landen.

Auffällig auch, dass sämtliche von Johan Niklasson erwor­benen Internet-Adressen mit Hilfe der Firma godaddy.com er­worben wurden. Über diesen Dienst­leister wurden auch viele der wichtigen JB-Unter­stützer-Domains gekauft. Bei der Vielfalt von Internet-Dienst­leis­tern in einem extrem globa­li­sierten Geschäfts­zweig wie dem Regis­trieren von Webad­ressen mit weltweit fast unendlich vielen Anbietern schon ein ziem­li­cher Zufall! Fast der gesamte Rest JB-freund­li­cher Seiten wurde bei domainsbyproxy.com regis­triert, die dem Inhaber der Internet-Seite völlige Anony­mität garan­tieren. Man weiß also nicht, wer hinter diesen Seiten steckt. Wer weiß, viel­leicht ist es sogar die PR-Abteilung eines Impfstoff­herstellers, die von JB und Niklasson gezielt Nebel­kerzen zünden lässt.

Gemeinsam voll­bringt die JB-Gemeinde eine sehr destruk­tive Aufgabe: Die sehr berech­tigte Kritik an der Schwei­ne­grippen-Impfung und an Impfungen im Allge­meinen in die Schmud­del­ecke der Verschwö­rungs­theo­rien zu stellen. Stellt man die Standard-Frage von Verschwö­rungs­theo­re­ti­kern, wenn sie die Draht­zieher eines Komplottes zu iden­ti­fi­zieren versuchen: „Cui bono?” (wem nützt das), so gibt es zwei Antworten: Die seriöse Impf­kritik der Lächer­lich­keit preis zu geben nützt natürlich der Phar­ma­in­dus­trie, ihren Anteils­eig­nern und Kredit­ge­bern. Und die Straf­an­zeige nebst den daraus gene­rierten Spenden nützen genau jener JB, sowie ihrem Propa­ganda-Minister Niklasson.

Die Affäre Bürgermeister — Eine konzertierte Aktion finsterer Hintermänner?

Natürlich kann ich nicht beweisen, dass JB eine Aktion des Esta­blish­ments ist, die das Internet mit Schwachsinnsmeldun­gen über­flutet. Dies würde mehrere Wochen Recherche vor Ort, lang­wie­rige Obser­va­tionen und die Aquise legal nicht zu bekom­mender Infor­ma­tionen wie Konto­aus­zügen und Ähnlichem bedeuten. Dennoch gibt es einige Auffäl­lig­keiten, die vermuten lassen, dass das Projekt von langer Hand geplant wurde:

  • Auf ihrer ersten, gerade frisch geschal­teten Internet-Seite birdflu666.worldpress.com berichtet JB am 1 .7. 2009 um 5:15 h, dass sie Tags zuvor wegen ihrer Straf­an­zeige gekündigt worden sei.
  • Drei Stunden später findet sich dort ein „Jason” ein, der ihr anbietet, die Anzeige auf seinen Kanal auf Youtube hoch­zu­laden.
  • Nach weiteren 2 Stunden empfiehlt Internet-Nutzer „rustysoul”, einen eigenen Kanal auf YouTube zu eröffnen.
  • Von da an geht es Schlag auf Schlag, die ersten Spenden fließen und am 7. Juli meldet sich dann unser Freund Johan Niklasson unter seinem eigenen Namen zu Wort. Er stili­siert die Gefahr herbei, dass JB von Baxter beseitigt werden könnte, sieht aber eine Chance, den Böse­wichten das Handwerk zu legen.
  • Am 8.7. bietet „kopyme” seine Dienste an, eine neue und bessere Webseite für JB zu machen. JB hatte aber ihren Niklasson schon gefunden oder aber die Zusam­men­ar­beit war schon viel früher verab­redet.

Das Zünden der JB-Kampagne am 1.Juli und der JB-Tsunami, der das Internet bis heute überrollt, ist mit jeder Faser SMM vom Feinsten. Da Herr Niklasson zu diesem Zeitpunkt keinen Klienten hatte und seit dem „ehren­amt­lich” für JB arbeitet, so hat er sich mit dieser Kampagne zumindest eine Referenz in profes­sio­neller Desin­for­ma­tion von Feinsten erar­beitet, die in aller­höchsten Kreisen auf wohl­wol­lende Kennt­nis­nahme gestoßen sein dürfte.

Die Argumente der JB — Offenbarungseid einer „Medizinjournalistin”

Ein Grund dafür, dass die Straf­an­zeige von Bürger­meister ein Fall fürs Altpapier ist, liegt in funda­men­talen Wissenslü­cken dieser Person hinsicht­lich Impf­stoffen und Virologie. Da JB, die das Wort Vogel­grippe standhaft als Vögel­grippe ausspricht, aber neben ihrem seltsam aufge­setzt wirkenden deutschen Akzent perfekt Englisch spricht, sollten ihr wis­senschaftliche Publi­ka­tionen oder Patent­schriften vom Verständnis her eigent­lich kein Problem bereiten.

Schaut man sich die Strafanzeige1 von JB mal an, so stellt sie darin folgende Behaup­tungen auf:

  • Beim Impf­ro­du­zenten Baxter habe es einen Labor­un­fall gegeben, wodurch 72kg Impfstoff mit lebendem und in höchstem Maße tödlichem H5N 1 verseucht worden seien.
  • Baxter habe das jetzige, im April ausge­bro­chene „Pandemie”-Virus bereits im Jahre 2008 paten­tiert. JB benutzt dies als Nachweis einer geplanten und von dunklen Mächten herbei­ge­führten Pandemie.
  • Pandemie-Impf­stoffe seien bereits vor „Ausbruch” der „Pandemie” produ­ziert worden.

Das angebliche Baxter-Patent über das „Schweinevirus”

Das Patent2 jedoch, auf dass sich JB bezieht, bezieht sich auf die Paten­tie­rung eines Impfstoff-Herstel­lungs­ver­fah­rens, das ganz allgemein die Produk­tion von Dutzenden Impf­stoffen gegen Influenza-Viren beinhaltet, darunter auch mehrere H 1 N 1 -Varianten. Eine davon ist das schwei­ni­sche Pande­mie­kon­strukt H 1 N 1, dass in einer früheren Inkar­na­tion in den 1 970er Jahren in den USA zu einem Impf­stoff­skandal führte. Vom Paten­tieren eines Virus ist in diesem Patent nicht im Ansatz die Rede.

Fragt man bei JB nach und bittet sie, diesen Fehler zu revi­dieren, so passiert folgendes. Man erhält nach einigem Hin und Her, in dem JB nicht den Hauch von Einsicht zeigt, die Anschul­di­gung, man sei ein Agent von CIA und Phar­ma­in­dus­trie, der den ganzen Skandal vertu­schen wollte. Wenn man JB dann noch ironi­scher Weise zu der Enthül­lung gratu­liert, dass sie die Sache mit der CIA endlich ans Licht gebracht habe, wie es ein öster­rei­chi­scher Jour­na­list von „Profil” gemacht hat, dann gibt es eine Neuauf­lage der Straf­an­zeige, wo dann Jour­na­list, Heraus­geber, Chef­re­dak­teur und Gründer des Magazin ebenfalls wegen des geplanten Völker­mordes angezeigt werden. Wobei die Redak­ti­ons­putz­frau dem Verdacht der Verschwö­rung zum Völker­mord vermut­lich nur ganz knapp entronnen ist! Der Profil-Redakteur, der nament­lich an dieser Stelle nicht genannt werden möchte, meinte über JB nur, dass diese Frau offenbar profes­sio­nelle thera­peu­ti­sche Hilfe benötige. Hoffen wir, wenn er Recht hat, dass JB diese Hilfe sucht und auch findet!

Verdrehungen bei den „Verstärkerstoffen”

In Ihrer Straf­an­zeige behauptet JB, eine Baxter-Publi­ka­tion im New England Journal of Medicine(NEJM)3 habe ergeben, dass Baxter fest­ge­stellt habe, dass Verstärker die Immun­ant­wort nicht verbes­sern. Trotzdem füge Baxter seinen Impf­stoffen das extrem umstrit­tene Squalen der Sorte MF59 zu. MF 59 ist eine extrem zell­to­xi­sche und immun­to­xi­sche Substanz, keine Frage! Nun ist es aber leider eine Tatsache, dass Baxter seinen „Pandemie-Impf­stoffen” im Unter­schied zu anderen Herstel­lern wie z.B. GSK überhaupt kein Squalen hinzufügt! In der NEJM-Publi­ka­tion geht es auch nicht um Squalen, sondern um das altbe­kannte Aluminium als Verstärker! So arbeitet niemand, der sich zu Recht als Jour­na­list bezeichnet!

Der Pandemie-Impfstoff sei bereits vor der Pandemie produziert worden

Bei Grippe-Viren bezeichnen die Zahlen und Buch­staben, beispiels­weise H5N 1, die Beschaf­fen­heit der Virus­hülle. An diese Hülle haften Anti­körper an, wobei die Schul­me­dizin nicht erklären kann, warum eine Impfung gegen eine alte „H5N 1 -Variante” nicht gegen eine neuere Variante helfen soll, das Immun­system zu mobi­li­sieren.

Bei Novartis, so behauptet JB, habe es eine Rückruf-Aktion beim „Pandemie”-Impfstoff gegeben, und zwar im Februar 2009, zwei Monate vor dem „Ausbruch” von H 1 N 1 in Mexiko. Dieser Rückruf betraf jedoch den normalen, saiso­nalen Grippe-Impfstoff, in dem bekannter Maßen ebenfalls eine H 1 N 1 -Kompo­nente enthalten ist. H 1 N 1 -Varianten hat es aus der Sicht der Impfo­logie schon häufig gegeben, die bekann­testen sind die der spani­schen Grippe und der Schweinegrip­pe von 1976. Fast in jedem Jahr sind übrigens H 1 N 1 -Varianten in den saiso­nalen Impf­stoffen enthalten, aber bei JB wird dies plötzlich zu einer Intrige, die nur sie exklusiv enthüllt.

JB benutzt hier die absurden Behaup­tungen der Impf­in­dus­trie, verdreht sie so, wie sie es braucht, um innerhalb der schul­me­di­zi­ni­schen Denkweise, über die sie nicht hinaus­kommt, ein Komplott zu konstru­ieren. Dass das aktuelle Pandemie-Virus nicht im Labor gezüchtet, sondern am PC konstru­iert wurde, habe ich in früheren Veröf­fent­li­chungen bereits nach­ge­wiesen.

Viren als Bio-Waffen

Andere Impf­kri­tiker und auch meine Wenigkeit haben in mehreren Publi­ka­tionen auf die Gefahren der neuen Verstär­ker­stoffe in vielen Pandemie-Impf­stoffen hinge­wiesen. Bei JB jedoch hört es sich an, als wolle die WHO mit der Impfung 80–90% der Welt­be­völ­ke­rung ausrotten. Ein Statement, dass man in dieser Über­trei­bung nicht ernst nehmen müsste, wenn nicht gerade JB‘s Videos auf YouTube von mehreren hundert­tau­send Menschen bereits ange­schaut worden wären.

Der Pandemie-Impfstoff „Pandemrix” von GSK, dessen Aufgabe es sei, Tod und Verderben zu bringen, müsse in den USA und der EU als Biokampf­stoff („biode­fense”) gekenn­zeichnet werden und entspre­chend gelagert werden. So zumindest behauptet das JB. Hier miss­ver­steht JB, die perfektes wissen­schaft­li­ches Englisch spricht und versteht, ganz bewusst das Wort „biode­fense” falsch. „Biode­fense” bedeutet „Abwehr gegen biolo­gi­sche Gefahren”. Der schul­me­di­zi­ni­schen Denke zufolge ist es nur logisch, im Pandemie-Fall stink­nor­male Impf­stoffe als Maßnahme einer „biode­fense” einzula­gern. Abgesehen davon ist „Pandemrix” in den USA, anders als in der EU, wegen des höchst umstrit­tenen „Verstär­kers” Squalen überhaupt nicht zuge­lassen. Auch hier zeigt sich die „Qualität” von JB‘s Recher­chen als unge­nü­gend.

Das soll jetzt genügen, die substanz­lose Anzeige von JB, mit der ihre steile Medi­en­kar­riere begonnen hat, im Mülleimer zu belassen! Fragt man JB‘s Propa­ganda-Minister Niklasson nach Beweisen für die mit seiner Hilfe massen­haft verbrei­teten Behaup­tungen, so macht sich der nicht viel Arbeit: Wenn man Beweise haben wolle, solle man die sich gefäl­ligst selbst zusam­men­su­chen.

Schlussfolgerungen aus dem Fall JB

Die viel gelobte Freiheit des Veröf­fent­li­chens von Infor­ma­tionen durch Jedermann via Internet entpuppt sich als zwei­schneidiges Schwert. Clevere Agenturen, gegen die die mani­pu­la­tiven Fähig­keiten eines Josef Goebbels ein Flie­gen­dreck ist, haben längst erkannt, wie man heut­zu­tage mani­pu­liert und dabei unsichtbar bleibt: Man versetzt Menschen in Angst, appel­liert an ihren Instinkt, die Welt vor einer Gefahr zu schützen, die es so gar nicht gibt, konstru­iert einen Märtyrer in Form einer gehetzt wirkenden Frau, deren Makeup so aussieht, als habe sie sich auf der hastigen Flucht vor CIA-Agen­ten geschminkt und schon hat man ein Heer von Frei­wil­ligen, die jede absurde Behaup­tung millio­nen­fach verbreiten.

Dank copy & paste, diesem simplen Kopieren von Texten per Tasten­druck, wurde von der JB-Kampagne ein großer Druck erzeugt, bis niemand mehr den Lügen von JB entrinnen konnte. Ketten­brief­artig landeten die immer gleichen Ge­rüchte und Halb­wahr­heiten, gele­gent­lich vermischt mit einem Spritzer Wahrheit, im Post­ein­gang von Internet-Nutzern. Weiter­ge­leitet von Menschen, die glaubten, damit etwas Gutes zu tun und andere über wichtige Dinge zu infor­mieren.

Fordern Sie Beweise von jedem, der Behauptungen aufstellt!

Eines, liebe Leser, haben Sie viel­leicht an diesem Artikel vermisst: Den Beweis, dass die Sache mit den Chips in Impfungen nicht stimmt. Nun, viel­leicht fragen Sie selber mal bei JB nach, ob sie ihnen mal einen Chip schickt oder Ihnen lieber gleich eine Impf­spritze mit Chip zukommen lässt; viel­leicht auch, ob sie Ihnen den Namen eines Menschen nennt, dem man einen solchen Chip einge­impft hat. Denn beweisen, dass eine inhalts­lose und beweis­freie Behaup­tung nicht stimmt, so etwas kann weder ich noch sonst jemand. Man kann auch nicht beweisen, dass es keine kleinen grünen Männchen auf dem Mars gibt, die virus­för­mige Köpfe haben. Man kann nur dieje­nigen, die so etwas behaupten, dazu auffor­dern, Beweise auf den Tisch zu legen oder aber die Klappe zu halten. Und genau bei dieser Aufgabe haben die Jour­na­listen der alter­na­tiven Medien ausnahmslos komplett versagt.

Die alter­na­tiven Medien, Blogger und was es sonst noch so gibt im Web 2.0 — ein großer Teil von ihnen hat dabei gehol­fen, substanz­lose Behaup­tungen massen­haft zu verbreiten, Menschen in Angst zu versetzen. Sie haben das Bewusst­sein Ihrer Mitmen­schen mit Desin­for­ma­tion zugemüllt und dabei vom zentralen Thema der „Pandemie” abgelenkt: Ein frei erfun­denes Virus macht ordent­lich Umsatz für für die Pharma-Mafia; es werden expe­ri­men­telle Impfungen massen­haft ange­wendet, die massive gesund­heit­liche Schäden bis hin zum Tod verur­sa­chen können. Internet-User und alter­na­tive Medien haben sich dabei zu aktiven Mitar­bei­tern der größten Desin­for­ma­ti­ons­kam­pagne gemacht, die das Internet bis heute gesehen hat. Welchen Herren sie dabei unbewusst gedient haben; ob sie nur JB & ihrem Manager bei Scheffeln von Geld geholfen haben oder ob sie unbewusst zu ehren­amt­li­chen Helfern einer Desin­for­ma­ti­ons­kam­pagne von WHO & Phar­ma­lobby geworden sind — das möge jemand anderes recher­chieren, da für mich dieses Thema hiermit erledigt ist.

Oder viel­leicht sollte ich mal selbst einen Hype konstru­ieren und zu Spenden aufrufen. Wie so etwas geht, das weiß ich ja jetzt. Bloß die Wahrheit kauft einem ja kaum eine Sau ab, es muss schon etwas heftig Sensa­tio­nelles sein, damit genug Menschen anbeißen. Warum nicht gleich etwas frei erfinden? Der Fall JB zeigt ja, wie gut so etwas funk­tio­nieren kann!

  1. http://www.theflucase.com/downloads/Microsoft_Word__Osterreich_Anzeige_090723.pdf
  2. Patent Baxter
  3. http://content.nejm.org/cgi/content/short/358/24/2573

Michael Leitner ist freier Jour­na­list und Filme­ma­cher, seine aktuelle Produk­tion
befasst sich mit den neuen „Verstär­ker­stoffen ” in Impfungen www.wunschfilme.net/vg.html .

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