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Krebskrank durch Jod?

Sonntag, April 2nd, 2000

Über den Zusammenhang zwischen Krebserkrankungen und der Aufnahme künstlich jodierter Nahrungsmittel

Quelle: BALANCE® 4/2000, Onlinefassung

Seit Jahren wird die Jod-Kampagne immer wieder mit Zeitungsartikeln und Fernsehdiskussionen neu angeheizt, was dazu geführt hat, dass mittlerweile jedes Maß an vernünftiger Risikoabwägung verloren gegangen ist. Ihren vorläufigen Tiefpunkt erreichte sie mit dem blasphemischen Satz: „Unser tägliches Jod gib uns heute,“ mit dem sich die Jodbefürworter Pfannenstiel und Hotze im August 1999 im „Wochenblatt für die Region Obernburg“ zitieren ließen. 1995 hielt die flächendeckende Jodierung in Deutschland ihren Einzug und wird als die erfolgreichste Werbemaßnahme der letzten zwanzig Jahre bezeichnet, weil sie sich –  wie es sich für eine gute Werbekampagne gehört – auf wenige Hauptaussagen beschränkt und diese geradezu einhämmernd wiederholt.

Und so nimmt es nicht wunder, dass ein Großteil der bundesdeutschen Bevölkerung der felsenfesten Überzeugung ist, künstlich mit Jod angereicherte Nahrungsmittel seien gesund und daher im Supermarkt – im Glauben, sie täten das Beste für ihre Gesundheit – zum jodierten Salz und anderen künstlich jodierten Produkten greifen. Zumal doch auch noch auf vielen von ihnen das Gütesiegel des Bundesministeriums für Gesundheit prangt: „Gesünder mit Jodsalz“.

Guten Appetit – Das Jod-Frühstück

Die Jodbefürworter scheinen ihr Ziel erreicht zu haben: Das normale bundesdeutsche Frühstück, schön anzusehen und appetitlich duftend, ist heute zu einer hochjodierten Mahlzeit geworden: Das Brötchen bzw. Brot ist in der Regel mit jodiertem Salz gebacken, die Butter darauf wurde aus der Milch von Kühen gewonnen, die jodhaltig ist,  weil die Tiere mit jodierten Mineralfuttermischungen gefüttert und ihre Euter mit jodhaltigen Desinfektionsmitteln behandelt wurden. Ein Belag in Form von Wurst oder Käse enthält Jod gleich doppelt, einmal durch jodiertes Fleisch bzw. Milch und zusätzlich durch das bei der Weiterverarbeitung verwendete jodierte Salz. Auch das Frühstücksei, von einer deutschen Henne stammend, die jodiertes Futter bekam, bestreut mit Jod-Salz bedeutet: „Jod im Doppelpack“. – Richtig gefährlich kann es dann beim Kaffee werden, sollten Sie ihn „blond“ bevorzugen. (mehr …)