Zucker die süße Sucht

Entnommen aus Warum braucht unsere Gesell­schaft Gesund­heits­auf­klä­rung?

  1. Warum verfallen Millionen Menschen so schnell diesen Genuß­mittel?
  2. Die Vorteile
  3. Die Nachteile
  4. Resümee (Nutzen für die Industrie)

1. Warum verfallen Millionen Menschen so schnell diesen Genußmittel?

Das Dilemma fängt schon in frühesten Kinder­jahren an (schon Baby­nah­rung ist gesüßt). Man gibt kleinen Kindern Nasche­reien und erzieht Sie damit regel­recht zur Zucker­sucht. Dieser süße Kick wird nach kurzer Zeit das normalste auf der Welt. Wenn man dann solche Leute (auch Ältere) anspricht, verstehen sie die Welt nicht mehr und wollen auf keinen Fall mehr auf diese Süße Nahrung verzichten. So, oder ähnlich ist es bei den meisten gelaufen, sie kommen nie wieder los, da auch oft das Wissen über Spät­folgen fehlt. Unser großes Problem mit dem Zucker liegt darin, daß wir zuviel davon essen und es oft gar nicht wissen. (verbor­genem Zucker). Viele zum Süßen verwen­dete Stoffe können als Zucker einge­stuft werden, wenn sie auch anders heißen mögen. Wenn auf einer Nahrungs­mit­tel­ver­pa­ckung Saccha­rose an dritter Stelle der Zutaten steht, Sirup an fünfter und Honig an siebter, dann macht man sich gar nicht klar, daß man etwas ißt, das aus rund 50 Prozent Zucker besteht. Einen besonders negativen Anteil hat die tägliche Zucker­wer­bung für alle möglichen Produkte. Diese irre­füh­rende Zucker­wer­bung, die in geschickter Weise den Menschen mit pseu­do­wis­sen­schaft­li­chen (ange­nom­menen) Argu­menten pausenlos einge­redet wird, daß der Genuß von viel Fabrik­zu­cker oder anderen Zucker­pro­dukten gesund sei, je mehr um so besser. Die allgemein geübte Geflo­gen­heit führte zu einer Beru­hi­gung des Gewissens und ließ schließ­lich den Gedanken gar nicht mehr aufkommen, daß daran etwas nicht stimmen könnte. Die unifor­mierte Masse der Menschen glaubt heute tatsäch­lich an die gesund­heits­för­dernde Wirkung des Fabrik­zu­ckers, am Ende mehr dazu.

Ein weiteres Problem der verbor­gene Zucker. Die bedeu­tendste Quelle dafür ist die Stärke. Als Nahrungs­mittel kommen hier Kartof­feln, Mais, Süßkar­tof­feln, Erbsen, Bohnen und Bananen in Frage. Als weitere Quelle kommen Fette hinzu. Alle Fette bestehen zu etwa 10 % aus Glyzerin, das im Körper in Zucker umge­wan­delt werden kann. Zitro­nen­säure aus Oran­gen­saft, Milch­säure aus Butter­milch, Apfel­säure aus Äpfeln können im Körper in Glykogen umge­wan­delt und später als Zucker frei­ge­setzt werden. Und kaum jemand kennt die Zusam­men­hänge, weil es z.B. das Fach Ernäh­rungs­lehre in der Schule nicht gibt.

2. Die Vorteile

Die nehmen sie oft nicht bewußt war, hier ist es mehr das Gefühl, was ihnen sagt, wieder für Nachschub zu sorgen. Eine weitere Schwie­rig­keit liegt darin, daß der Fabrik­zu­cker eine Sonder­stel­lung einnimmt: Er ist sowohl ein Nährstoff wie ein Genuß­mittel. Hier nun die Vorteile, mancher Vorteil wirkt aber nur sehr kurz­fristig:

  1. Glukose wirkt beru­hi­gend
  2. Lindert Angst­zu­stände und Streß (die Menge von zwei­ein­halb Eßlöffel weißen Zucker langt völlig oder 60g Scho­ko­lade)
  3. Führt zu Entspan­nung und Schlaf (oder 30g reine Kohlen­hy­drate reichen im allge­meinen aus), weil er die Biosyn­these von Serotonin fördert
  4. Steigert bei manchen Menschen die Konzen­tra­tion
  5. Wirkt als Anti­de­pres­sivum
  6. Zucker tötet Bakterien ab
  7. Heilt Wunden

Erläu­te­rungen zu diesen 7 Punkten:

Zucker im Gehirn:

Die Legende behauptet, Süßig­keiten würden Zucker in Ihr Blut pumpen und Ihnen so zu mehr Energie verhelfen. Die Wahrheit ist, daß es so gut wie nichts mit Ihrer Stimmung oder Energie zu tun hat, wieviel Zucker Sie im Blut haben. Das haben Hunderte von Expe­ri­menten am Massa­chu­setts Institute of Tech­no­logy ergeben. Wie Sie sich geistig fühlen, hat nichts mit dem Blut­zu­cker­spiegel zu tun, sondern mit chemi­schen Vorgängen im Gehirn. Und Nahrung mit Zucker löst einen Prozeß physio­lo­gi­scher Verän­de­rungen aus und erzeugt einen chemi­schen Stoff im Gehirn, der beruhigt, statt die Energie zu steigern.

Durch das Essen von Zucker oder anderen Kohlen­hy­draten steigt das Insulin im Blut und löst die Produk­tion einer größeren Menge eines chemi­schen Stoffes namens Tryp­tophan (essen­ti­elle Amino­säure) aus. Das Tryp­tophan eilt ins Gehirn und produ­ziert dort Serotonin — einen Neuro­trans­mitter, der als beru­hi­gender chemi­scher Stoff bekannt ist. Und je mehr Tryp­tophan ins Gehirn kommt, desto mehr Serotonin kann herge­stellt werden. „Als Folge davon werden Sie sich weniger ange­spannt fühlen, weniger nervös, konzen­trierter und entspannter”, sagt Dr. Judith Wurtman, eine führende Forscherin am Massa­chu­setts Institute of Tech­no­logy auf diesem Gebiet.

Die richtige Zucker­dosis, sagt sie, lasse sich ziemlich genau fest­stellen. Wer sich ruhiger fühlen will, braucht etwa 30 Gramm reine Kohlen­hy­drate; das sind umge­rechnet etwa 2 1/2 Eßlöffel Zucker oder 60 Gramm Süßig­keiten. Menschen mit 20 Prozent Über­ge­wicht brauchen etwas mehr — ein Drittel oder die Hälfte zusätz­lich. Tests zeigen, daß mehr als die Mini­mal­dosis die Anspan­nung weder schneller noch besser lindert und auch nicht schneller oder besser einschlä­fert. Beim Heben des Sero­ton­in­spie­gels zählen die ersten Löffel Zucker, die geschluckt werden.

Bei manchen Menschen wirkt Zucker als Anti­de­pres­sivum. Experten haben fest­ge­stellt, daß Menschen mit niedrigen, vom Zucker beein­flußten Sero­to­nin­werten im Gehirn zu Depres­sionen neigen, die so schwer werden können, daß sie sogar bis zum Selbst­mord führen. Dr. Norman Rosenthal vom National Institute of Mental Health hat eine Gruppe von Menschen unter­sucht, die an einer jahres­zeit­lich bedingten Depres­sion leiden, die offenbar durch den Rückgang des Tages­lichts in den Winter­mo­naten verur­sacht wird. Dr. Rosenthal glaubt, der Licht­mangel senke bei Menschen, die für diese Störung anfällig sind, den Sero­ton­in­spiegel im Gehirn. Im Versuch, das Serotonin anzuheben und die Depres­sion zu bekämpfen, sagt Dr. Rosenthal, äßen viele der Betrof­fenen „als eine Art Selbst­me­di­ka­tion” in den dunklen Monaten große Mengen von Kohlen­hy­draten.

Frau Dr. Wurtman führt aus, daß der Mecha­nismus von Zucker tatsäch­lich ähnlich zu wirken scheint wie der von Anti­de­pres­siva. „Viel­leicht verstärken Kohlen­hy­drate genau wie die meisten Anti­de­pres­siva die sero­to­nin­ab­hän­gige Neuro­trans­mis­sion”, stellt sie fest. Bei manchen Bevöl­ke­rungs­gruppen gehen die Selbst­mord­raten zurück, wenn der Verzehr von Kohlen­hy­draten steigt. Und Autopsien von Selbst­mör­dern zeigen häufig nied­ri­gere Sero­ton­in­spiegel im Gehirn.

Süße Wunden

Wie Honig ist Zucker eine phan­tas­ti­sche Wund­heil­sub­stanz. Dr. Richard A. Knutson, ein Chirurg am Delta Medical Center in Green­ville, Missis­sippi, hat drei­tau­send Patienten mit Verbren­nungen, Magen­ge­schwüren, Platz­wunden, Schuß­wunden, offenen Brüchen und nach Ampu­ta­tionen mit „einer nahezu voll­kom­menen Erfolgs­rate” mit Zucker behandelt. In vielen Fällen wirkte Zucker, wo Anti­bio­tika versagten, sagt er, und war besonders erfolg­reich bei Verbren­nungen. Anfangs habe er befürchtet, daß Zucker das Bakte­ri­en­wachstum fördere, sagte er, aber genau das Gegenteil sei der Fall gewesen: Zucker habe Infek­tionen schnell unter­drückt.

Zucker wird in der modernen Medizin allgemein zur Beschleu­ni­gung von Wund­hei­lungen (Honig) verwendet — in Groß­bri­tan­nien, Israel, Deutsch­land und vor allem in Argen­ti­nien. Ein Team in Buenos Aires unter der Leitung von Dr. Leon Herzsage setzte für die Wunden von 120 Patienten Zucker ein, nachdem die herkömm­liche Behand­lung fehl­ge­schlagen war. Die Erfolgs­rate lag bei 69 Prozent.

3.Die Nachteile — überwiegen bei weiten die Vorteile.

Das schwie­rige dabei ist der lange Zeitraum, ehe die Schäden des Zucker­kon­sums sichtbar werden (etwa 20 Jahre). Dem Normal­bürger ist das aber in den meisten Fällen egal. Die schnelle Wirkung (siehe Vorteile) ist für die meisten Leute unbewußt das wich­tigste und so tappen Millionen in die Zucker­falle.

Zucker ein schlimmer Nährstoffräuber, die Auswirkungen sieht man an Millionen Diabeteskranken:

  • Schon bei der indus­tri­ellen Produk­tion von Zucker werden viele lebens­wich­tige Stoffe entfernt, so zum Beispiel Ballast­stoffe. Gerade der Mangel an diesen Stoffen wirkt sich sehr Nach­teilig in Sachen Blut­zu­cker­spiegel aus.
    Unsere Körper­zellen und ihr Nähr­stoff­be­darf haben sich in einen langen Zeitraum nur gering­fügig verändert. So kommt es, daß ein Mangel an B-Vitaminen die Körper­zellen auszehrt, alt und krank macht, schließ­lich sogar tötet. Wer da noch gern Zucker oder Süßig­keiten bzw. süße Getränke zu sich nimmt, opfert die aller­letzten kläg­li­chen Reserven an B-Vitaminen, um diesen Zucker wieder abzubauen.
  • Weil Zucker die Darmflora massiv schädigt und verändert, fehlt dann auch die eigene Produk­tion von B-Vitaminen durch die Darm­bak­te­rien.
    Durch die indus­tri­elle Verfei­ne­rung von zahl­rei­chen Lebens­mit­teln werden die so wichtigen B-Vitamine häufig entfernt. Dadurch kommt es zu einer Fülle von Vitamin-B-Mangel­er­schei­nungen, die sich in ergrauten Haar, Haar­aus­fall bis hin zu Depres­sionen zeigen. Auch Alkohol oder über­mä­ßiger Kaffee- oder Teegenuß frißt dann zusätz­lich die B-Vitamine aus unserem Körper.
    1. Vitamin B1
      Uner­achtet der Tatsache, daß diese Mangel­sym­ptome zahlreich und viel­fältig sind, hat Vitamin B1 im wesent­li­chen nur eine Funktion. Als Teil eines Enzyms, wirkt es bei der Umwand­lung von Glukose (Trau­ben­zu­cker) in Energie oder Fett mit. Während des Zucker­ab­baus im Rahmen der Ener­gie­pro­duk­tion werden Brenz­trau­ben­säure und Milch­säure gebildet. Durch Vitamin B1-haltige Enzyme wird Brenz­trau­ben­säure schnell weiter zu Kohlen­di­oxyd und Wasser gespalten. Milch­säure wird für den Aufbau von Glykogen verwendet. Bei Vitamin-B1-Mangel können diese Reak­tionen nicht statt­finden, und die Säuren bleiben als solche in den Geweben erhalten. Es kommt zu Anhäu­fungen besonders im Gehirn, in den Nerven, im Herzen und im Blut. Später werden sie im Urin ausge­schieden. Die Frei­set­zung von Energie aus Zucker verlang­samt sich, da nur noch halb­ver­brannter Zucker oder Fett als Ener­gie­quelle zur Verfügung stehen; dazu kommt, daß die Säuren in den Geweben eine Reizwir­kung ausüben. Da die Ener­gie­frei­set­zung aus Fett allein nicht wirkungs­voll genug ist, ist die Folge davon Müdigkeit, Lust­lo­sig­keit und Schlaff­heit im ganzen Körper.

      Vitamin B1 (Thiamin) ist ein wichtiges Nerven­vit­amin , auf das die Nerven­zellen oft verzwei­felt warten, es ist besonders reichlich im Weizen­keim, in Bierhefe, in Kleie, Melasse und in allen Vollkorn und im Naturreis enthalten. Im Darm wird es besonders schnell aufge­nommen und dann sofort übers Blut zur Leber verfrachtet, wo es zusammen mit dem Spuren­ele­ment Mangan und spezi­ellen Proteinen (Eiweiß­stoffen) Enzyme bildet. Milli­arden und Billionen solcher Enzyme spalten dann in Akkord­ar­beit rund um die Uhr die Kohlen­hy­drate in der Nahrung zu Glukose. Im Gegensatz zu allen anderen Körper­zellen (die auch Fett und Eiweiß zu Energie verwerten können) sind Gehirn- und Nerven­zellen heikel. Sie akzep­tieren nur Glukose, lassen z.B. Fett­mo­le­küle gar nicht ins Zellin­nere. Wenn Nerven­zellen nicht ihre stünd­liche Ration an Glukose (auch Blut­zu­cker genannt) bekommen, quellen sie in dem Bemühen auf, über mehr Außen­fläche Kontakt zu zusätz­li­chen Arte­riolen, den aller­win­zigsten Blut­ge­fäßen, zu bekommen, aus denen sie die kostbare Nahrung saugen können. Verhäng­nis­voll wirkt sich dann aus, daß bei vergrö­ßerten Nerven­zellen die Gluko­se­ver­wer­tung um bis zu 60 Prozent zurück­geht. Die schüt­zende soge­nannte Myelin­schicht der Nerven­zelle dehnt sich aus und verliert ihre natür­liche Konsis­tenz und Visko­sität. Das ist der ganz bestimmte Flüs­sig­keits­grad, den das darin enthal­tene Chole­sterin und die Phosphor- und Eiweiß­stoffe haben müssen. In dem Fall hat man dann plötzlich die „bloß­lie­genden” reizbaren Nerven. (Erkennung — Kribbeln in Armen und Beinen)

      Erhalten Menschen mit Vitamin-B1-Mangel das Vitamin verab­reicht, so wirkt es manchmal geradezu drama­tisch, wie schnell die Müdigkeit verschwindet. Oft rufen diese Leute voller Erstaunen: „Ich kann zweimal soviel arbeiten, ohne müde zu werden.” Bei einem Expe­ri­ment bekamen Versuchs­per­sonen täglich eine minimale Menge Vitamin B1. Später verdop­pelte und verdrei­fachte man diese Menge und prüfte die Arbeits­leis­tung durch Gewicht­heben. Es stellte sich heraus, daß die Leute zuerst zweimal und dann dreimal soviel arbeiten konnten, ohne müde zu werden.

      Es gibt zwei verschie­dene Gründe für Persön­lich­keits­ver­än­de­rungen und Symptome wie Depres­sionen, verwirrtes Denken und Vergeß­lich­keit bei unzu­rei­chender Zufuhr von Vitamin B1. Erstens empfangen die Gehirn­zellen ihre Energie ausschließ­lich aus Zucker, und Glukose kann ohne Vitamin B1 nicht in Energie umge­wan­delt werden. Zweitens wirkt die Anhäufung von Brenz­trau­ben­säure und Milch­säure in den Gehirn­zellen giftig. In einem Kran­ken­haus in Phil­adel­phia wandte man eine Reihe von psycho­lo­gi­schen Test­ver­fahren bei Leuten an, die eine Kost erhalten hatten, der sämtliche B-Vitamine fehlten, und zwar in drei Phasen: zunächst unmit­telbar anschlie­ßend an die Mangel­diät, dann nach Zulage von Vitamin B1 und schließ­lich nach Verab­rei­chung aller B-Vitamine. Die Injektion von Vitamin B1 erbrachte eine gewisse Besserung in der Klarheit und Schnel­lig­keit des Denkens, der Merk­fä­hig­keit, der Voraus­sicht und des Urteils­ver­mö­gens. Nach der Gabe von B-Vitaminen aus natür­li­chen Quellen war die Besserung wesent­lich eindrucks­voller. Leider blieb die Intel­li­genz an sich unter allen drei Versuchs­be­din­gungen gleich.

      Der Mangel an Vitamin B1 bewirkt weiterhin Störungen der Verdau­ungs­funk­tionen, die über eine Reihe von Wirkungs­me­cha­nismen laufen. Da die Ener­gie­pro­duk­tion danie­der­liegt, verlang­samen sich die Muskel­kon­trak­tionen von Magen und Darm. Die Speisen können nicht mehr ausrei­chend mit Verdau­ungs­säften und Enzymen vermischt werden, und das vorver­daute Essen kommt nicht genügend in Kontakt mit der absor­bie­renden Ober­fläche, von wo aus die Nähr­stoffe ins Blut gelangen. Wenn die Magen­säure teilweise oder ganz ausfällt, können verschie­dene Vitamine zugrunde gehen, Proteine werden unvoll­ständig verdaut und viele Mine­ra­lien nicht aufgelöst. Ein aufge­trie­bener Leib und Blähungen sind daher unver­meid­lich. Wenn jetzt nicht einge­griffen wird, sind noch schwerere Störungen zu erwarten.

      Bei vermin­derter Ener­gie­pro­duk­tion werden die Kontrak­tionen des Dickdarms so schwach, daß die Abfälle länger im Darm verweilen, als sie sollten. Eine wichtige Aufgabe des Dickdarms ist, durch Resorp­tion Wasser zu sparen. Bleibt der Darm­in­halt jedoch zu lange im Darm, entsteht daraus eine Verstop­fung; sie läßt sich jedoch durch, eine Ernährung mit genügend B-Vitaminen beheben. Sieht man von Durch­fällen oder schweren psychi­schen Störungen ab, ist der Stuhlgang ein brauch­barer Hinweis auf das Funk­tio­nieren der Ener­gie­pro­duk­tion. Eine Verstop­fung stellt sich ein, wann immer die Ener­gie­pro­duk­tion ihrem Sollwert nicht entspricht. Wird die Energie aber ordnungs­gemäß produ­ziert, laufen auch die Ausschei­dungs­vor­gänge normal ab.

      Die Unfä­hig­keit des Körpers, Zucker ohne Vitamin B1 zweck­mäßig zu verbrennen, kann auch Störungen der Herz­tä­tig­keit zur Folge haben. Da das Herz von der Geburt bis zum Tode pausenlos arbeiten muß, ist es auf dauernde Ener­gie­zu­fuhr ange­wiesen. Bei leichtem Mangel kann der Ruhepuls bis auf 50 oder sogar 40 Schläge pro Minute absinken, statt der normalen 72. Nimmt der Vitamin­mangel zu, wechselt der Puls zwischen langsamem Tempo bei Ruhe und schnellem bei Anstren­gung. Schließ­lich bleibt er schnell und erreicht manchmal 180 Schläge oder mehr pro Minute. Reizung des Herz­mus­kels durch ange­sam­melte Milch­säure und Brenz­trau­ben­säure hält man für die Ursache des schnellen Herz­rhythmus wie auch der Vergrö­ße­rung der Herz­sil­hou­ette.

      Eine besonders gefähr­liche Folge des Vitamin-B1-Mangels ist die Neigung zu Neurit­iden oder Nerven­ent­zün­dungen.
      Gehirn­zellen sind auch die Nerven­zellen besonders anfällig gegenüber einem Mangel, da auch sie ausschließ­lich »Zucker­ver­brenner« sind, das heißt, ihre Ener­gie­ver­sor­gung nur über Zucker beziehen. Nerven­ent­zün­dungen, wie sie als Trige­mi­nus­neur­algie, Gürtel­rose, Ischias oder Hexen­schuß in Erschei­nung treten, sind charak­te­ri­siert durch eine gleitende Skala von Schwe­re­graden, die bei einem Taub­heits­ge­fühl beginnt und bei uner­träg­li­chen Schmerzen längs der Nerven­bahnen endet. Man hielt diese Nerven­schmerzen zunächst für die Folge von Säure­an­samm­lungen, später für den Effekt einer unmit­tel­baren Schä­di­gung der Nerven­zellen.
      Weder Menschen noch Versuchs­tiere zeigen bei Vitamin-B1 -Mangel alle diese Mangel­sym­ptome. Die Mangel variieren in unzäh­ligen Graden von einem Indi­vi­duum zum andern; ja sogar bei der gleichen Person von einem Tag zum andern. Gleich­wohl sieht man dieselben Symptome sowohl bei Menschen wie bei Tieren immer wieder.

    2. Vitamin C
      Ascor­bin­säure konkur­riert mit Glukose, also mit Kohlen­hy­draten, um dieselben Lande­plätze an den Körper­zellen. Wer also viel Zucker, Süßig­keiten, süße Getränke oder auch Spaghetti oder Kuchen ißt, pumpt eher Glukose in die Zellen als Vitamin C. Deshalb erkälten sich Süßig­kei­ten­fans häufiger als Menschen, die Zucker meiden. Deshalb ist es auch ist auch völlig sinnlos Zucker mit Vitamin C anzu­bieten, in dem Fall wird das Vitamin ungenutzt ausge­schieden, diese Zusam­men­hänge sind den wenigsten Leuten bekannt. Auch die Werbung hat hier viel Schuld, denn es ist ja wichtig das die süße Nahrung aufge­wertet wird.
      Vitamin C spielt in der Körper­zelle übrigens auch selbst den Notarzt. Es kann verbrauchte oder zerstörte Vitamin- E-Moleküle wieder zusam­men­fli­cken. Mit anderen Worten, bei einem Mangel an Vitamin C kommt auch das Vitamin E schlechter weg.
      Vitamin C Mangel führt zu einer Über­zu­cke­rung der Körper­zellen und zu deren Funk­ti­ons­aus­fall. In den Gefäß­wänden führt dies zur Bildung von athe­ro­sklero­ti­schen Abla­ge­rungen, was man ja wiederum bei Millionen Bürgern nach­weisen kann. Sie brauchen sich nur die Kran­ken­sta­tis­tiken ansehen.
    3. B-Vitamin Biotin
      Eine gesunde Darmflora dank Biotin

      Schon die geringste Störung, z. B. ein Glas scharfer Schnaps, ein Stück Würfel­zu­cker oder eine Tablette eines Anti­bio­ti­kums, kann diese Ordnung empfind­lich stören und zu einem kleinen Chaos führen. Dann funk­tio­niert die Biotin-Produk­tion schon nicht mehr ganz so perfekt.
      Weil unsere Darm­schleim­haut unendlich viele Falten und Zotten hat, ist ihre eigent­liche Ober­fläche ziemlich groß, etwa so groß wie ein Tennis­platz. Darauf haben sich rund eine Billiarde Mikro­or­ga­nismen ange­sie­delt, die zusammen ungefähr soviel wiegen wie die Leber (etwa drei Pfund) und auch ungefähr die gleiche Stoff­wech­sel­leis­tung voll­bringen. Eine gesunde Darmflora bildet ein unein­nehm­bares Abwehr­boll­werk gegen Krank­heits­er­reger. Gleich­zeitig produ­ziert sie Vitamine wie Biotin oder Vitamin K und liefert Energie für die Darm­schleim­haut.
      Wer sich aber mit Vorliebe von Curry­wurst mit Pommes, Creme­speisen, Dosen­ge­richten, Kuchen, fettem Fleisch mit Klößen oder Knab­ber­ge­bäck oder anderen Süßwaren ernährt, richtet seine Darmflora innerhalb von sechs Wochen zugrunde. Alkohol-, Nikotin- und Tablet­ten­miß­brauch geben dem Darin dann noch den Rest. Die von der Natur so faszi­nie­rend kompo­nierte Welt tausender Typen von Mikro­or­ga­nismen ist vernichtet. Es ist nicht anders, als würde man dem pracht­vollen Biotop eines Waldes, mit all seinen unter­schied­li­chen Bäumen, Sträu­chern, Kräutern, Blumen, dem Moos und all seinen winzigen. kleineren und großen Tieren, sechs Wochen lang alle Nähr­stoffe entziehen und es außerdem noch mit ätzender Säure über­gießen. Was übrig­bleibt, kann sich jeder selbst ausmalen.
      Eine zerstörte Darmflora erkennt man am besten an Verdau­ungs­pro­blemen wie Durchfall oder Verstop­fung, Blähungen, Mund­ge­ruch Haar­aus­fall, Haut­pro­blemen und einem üblen Stuhl­ge­ruch. Die Biotin-Moleküle, die aus einer solchen Darm­schlinge noch ins Blut gelangen, muß man schon mit der Lupe suchen.
      Weil ein kaputter Darm und schlechte Essens­ge­wohn­heiten dick machen, flüchten viele Frauen und Männer in eine Schlank­heitskur mit der Folge, daß sich nun nicht mal mehr in der Nahrung das wichtige Biotin findet. Eine reine Obstdiät enthält oft überhaupt kein Biotin, eine Kartoffel- oder Fleisch­diät eben­so­wenig. Wer einer spezi­ellen Eidiät folgt und drei Tage lang nur das Weiße vom Ei in roher Form ißt, verliert schlag­artig alles Biotin im Darm, weil das im Eiklar enthal­tene Avidin (eine aus Eiweiß und Kohlen­hy­draten bestehende Schutz­sub­stanz) die jeweils vierfache Menge Biotin zerstört.Biotin spielt nach neuen Erkennt­nissen beim Glukose-, also beim Kohlen­hy­drat­stoff­wechsel, eine große Rolle, vor allem beim ersten Stoff­wech­sel­schritt. Da wirkt es nämlich mit dem Bauch­spei­chel­drü­sen­hormon Insulin zusammen. Außerdem kurbelt Biotin selb­ständig die soge­nannte Gluko­ki­nase an, es ist praktisch der Anlasser, der den Gluko­se­stoff­wech­sel­motor in Gang setzt. Gluko­ki­nase entsteht ausschließ­lich in der Leber, dem Lager­platz von Biotin. Dies ist besonders für Diabe­tiker wichtig und inter­es­sant, deren Konzen­tra­tion von Gluko­ki­nase in der Leber niedrig ist. Wissen­schaftler haben durch Extra­g­aben von Biotin (16 Milli­gramm pro Tag) den Gluko­se­stoff­wechsel von Zucker­kranken erheblich verbes­sert.

      Biotin ist auch maßgeb­lich am Aufbau von Glykogen beteiligt, den in Leber und Muskeln gespei­cherten Kohlen­hy­draten; außerdem am Abbau dieser Spei­cher­de­pots und bei der soge­nannten Gluko­neo­ge­nese, bei der 16 der insgesamt 22 Amino­säuren (Eiweiß­bau­steine) zu Glukose umge­wan­delt werden können. Dieser Vorgang ist für einen stabilen Blut­zu­cker­spiegel ebenfalls außer­or­dent­lich wichtig. Ein zu niedriger Blut­zu­cker­spiegel, Mediziner sagen dazu Hypo­gly­kämie, ist die neue Volks­krank­heit, von der fast schon jeder zweite von uns entweder ständig oder spora­disch betroffen ist. Unsere Gehirn- und Nerven­zellen akzep­tieren nur Glukose, also Blut­zu­cker, als Ener­gie­nah­rung. Deshalb muß der Blut­zu­cker­spiegel ständig auf einem bestimmten Niveau bleiben, am besten zwischen 80 und 100 Milli­gramm Glukose pro 100 Milli­liter Blut. Bei nur noch 60 Milli­gramm werden wir nervös, gereizt, ängstlich, müde. Bei 40 Milli­gramm quält uns morgens beim Aufstehen nur noch die Frage, wie man diesen Tag über­stehen kann. Bei einem Spiegel von 30 Milli­gramm sind wir unfähig. die Heraus­for­de­rungen des Alltags zu meistern. Ein einziger, eigent­lich harmloser Konflikt, ein einziges Nein kann zum Nerven­zu­sam­men­bruch führen.

      Weil Frauen nur rund 300 Gramm Glukose speichern können (bei Männern sind es 400 Gramm), sind die Reserven bei Frauen schneller erschöpft. Der Blut­zu­cker­spiegel sinkt rascher, und Frauen werden deshalb schneller nervös oder auch depressiv und leiden öfter unter Schlaf­stö­rungen als Männer. (Das ist auch ein Grund, warum Frauen sehr schnell und sehr gerne zu Süßig­keiten greifen)

      Dies alles sind Gründe, auf ausrei­chende Zufuhr von Biotin zu achten. Das Vitamin hat übrigens noch andere Aufgaben. Es hilft bei der Verwer­tung von Eiweiß und ist im Stoff­wechsel ein wichtiger Verbün­deter anderer B-Vitamine wie Folsäure, Panto­then­säure und Vitamin B 12. Außerdem hilft es beim Aufbau von Fett­säuren und bei der Fett­ver­bren­nung mit. Durch diese Aussagen können Sie bestimmt auch besser mit dem Zucker­konsum umgehen.

    4. Mine­ral­stoff Kalzium
      Es ist sehr schade, daß man den meisten handels­üb­li­chen Joghurts­orten so viel stark­ge­zu­ckertes Obst zusetzt. Joghurt ist zwar eine ausge­zeich­nete Kalzi­um­quelle, aber dieses Mineral kann nur in „saurem Milieu”, das heißt, wenn die gesamte, dem Verdau­ungs­system ange­bo­tene Flüs­sig­keit sauer reagiert, absor­biert werden.
      Zucker jedoch regt den Fluß alka­li­scher Verdau­ungs­säfte so stark an, daß dadurch die Aufnahme von Kalzium zum grüßten Teil verhin­dert wird.
      Im übrigen enthält der Natur­jo­ghurt doppelt soviel Kalzium, Proteine und Vitamin B2 wie handels­üb­li­cher. Familien, die ihren eigenen billigen Joghurt herstellen, essen meist vielmehr davon und tun demzu­folge bedeutend mehr für ihre Gesund­heit, als wenn sie jeden Becher Joghurt kaufen müßten. Warum nun ein großer Teil der Bevöl­ke­rung unter Kalzi­um­mangel leidet, wird durch solche Aussagen verständ­li­cher.
      Die Entkal­kung der Kiefer­kno­chen, wie sie Röngen­bilder von Zähnen zeigen ist wahr­schein­lich ein Indiz dafür, wie das übrige Knochen­system beschaffen ist.
    5. Spuren­ele­ment Chrom
      Chrom, ein Spuren­ele­ment, das für Produk­tion und Stoff­wechsel von Glucose und Insulin uner­läß­lich ist, also ein wesent­li­cher Bestand­teil für die Zucker­ver­wer­tung. Insulin allein ist wirkungslos, erst durch die natür­liche Chrom­ver­bin­dung wird es effizient vom Körper verwertet.

      Als ausge­spro­chener Chrom-Räuber stellt sich unser Indus­trie­zu­cker dar. Chrom ebnet dem Bauch­spei­chel­drü­sen­hormon Insulin den Weg beim Einbau von Glukose zwecks Verbren­nung in die Zelle. So tankt der Körper rasch Energie. Ohne Chrom hingegen wird die unver­wer­tete Glukose zu Fett umge­wan­delt und in die Speck­polster an Bauch, Hüften, Po und Ober­schen­keln einge­la­gert. Besonders wirksam wird Chrom, wenn es eine Verbin­dung mit dem B-Vitamin Niacin eingeht. Man fast es auch als GTF-Chrom-Niacin-Komplex zusammen. Die wirksamen Chrom­ver­bin­dungen heißen dann: Chrom-Poly­ni­co­tin­säure oder Chrom-Poly­ni­co­tinat. Zusam­men­fas­send kann man sagen, daß ohne Chrom die Ener­gie­pro­duk­tion sehr plötzlich zum Still­stand kommen kann. Nach einer kohlen­hy­dratrei­chen Mahlzeit werden Insulin und GTF in Ihren Blut­kreis­lauf ausge­schieden, um den Gluco­se­stoff­wechsel zu erleich­tern. GTF-Chrom ist dafür verant­wort­lich, Insulin an die Zell­mem­bran­re­zep­toren zu binden. Insulin ist dafür verant­wort­lich, Glucose in die Zelle hinein­zu­trans­por­tieren, in der Glucose in Energie umgesetzt wird. Aufgrund des vom GTF vermit­telten Insulins wird der Gluco­se­trans­port in Ihre Zelle um das Fünfzehn- bis Zwan­zig­fache erhöht.

      GTF-Chrom und Insulin sind die Arbeiter, die Glucose in Ihre Zellen hinein- und aus ihnen heraus­be­för­dern. Wenn der Blut­glu­co­se­spiegel erhöht ist und die Ener­gie­an­for­de­rungen minimal sind, dann lagert „GTF-Insulin” Glucose in Form von Glykogen ein. Wenn die Ener­gi­en­an­for­de­rungen sich dann erhöhen, spaltet „GTF-Insulin” Glykogen in Glucose auf, die für den Ener­gie­be­darf verbrannt wird. Ohne GTF-Chrom erfährt der Glucose-Stoff­wechsel jedoch ernst­hafte Störungen. Man kann davon ausgehen, daß ein sehr hoher Anteil der Bevöl­ke­rung (über 95 Prozent) unter Chrom­mangel leiden — ohne es zu wissen.

      Chrom­ver­luste treten auch durch verschie­dene Faktoren auf. (GTF-Chrom entspricht Gluco­se­to­le­ranz­faktor)

    6. Spuren­ele­ment Zink
      Zink, ein Spuren­ele­ment das die Aktivität von 200 Enzymen reguliert und greift damit direkt in das Stoff­wech­sel­ge­schehen ein.
      Ursachen für eine zu geringe Zink­auf­nahme:
      • geringer Verzehr von zink­rei­chen Nahrungs­mit­teln, wie z.B. Innereien und Fisch
      • vermehrter Verzehr von zinkarmen Nahrungs­mit­teln, wie z.B. Süßwaren, Zucker, Bier und Wein
      • vermehrter Verzehr von Nahrungs­mit­teln, die durch falsche Zube­rei­tung oder indus­tri­elle Aufbe­rei­tung an Zink verarmt sind (zinkarmes Kanti­nen­essen, „fast food”, Weißbrot)
      • Diät- und Fasten­kuren mit unaus­ge­wo­gener Zusam­men­set­zung enthalten zu wenig Zink über­wie­gend vege­ta­ri­sche Kost (z.B. Soja), die wenig Zink enthält, aber viel Phytin­säure, die die Zink­auf­nahme hemmt
      • Kalzium- und phos­phat­reiche Lebens­mittel (Softeis, Limonaden, Spezi, Cola) hemmen die Zink­auf­nahme im Darm
      • Speisen mit hohem Fett­ge­halt und hohem Zucker­an­teil sind einer­seits zinkarm und hemmen ande­rer­seits zusätz­lich die Zink­auf­nahme
      • bei starker Schwer­me­tall­be­las­tung (Kupfer, Blei, Queck­silber) ist die Zink­auf­nahme ebenfalls gehemmt

      Ursachen für einen erhöhten Zink­ver­lust:

      • Alko­hol­konsum erhöht die Zink­aus­schei­dung im Urin (versteckter Zucker)
      • funk­tio­nelle Leber- und Nieren­er­kran­kungen, schlecht einge­stellter Blut­zu­cker­spiegel, Durchfall, häufiges Erbrechen führen zu Zink­ver­lusten
      • durch Blut­ver­lust bei Opera­tionen und Verlet­zungen geht ebenso Zink verloren wie nach Verbren­nungen über das Wund­se­kret
      • bei starkem Schwitzen, z.B. bei Leis­tungs­sport oder bei Sauna­be­su­chen verliert der Körper Zink durch Medi­ka­mente wie Tabletten zur Reduktion der Magen­säure, Abführ­mittel, Entwäs­se­rungs­ta­bletten, Anti-Baby-Pillen wird vermehrt Zink ausge­schieden.
    7. Spuren­ele­ment Mangan
      Spielt eine große Rolle im Zucker­stoff­wechsel:

      Emäh­rungs­be­wußte Leute denken häufig nicht an Mangan, und doch ist es ein essen­ti­elles Spuren­me­tall, das wir oft nicht ausrei­chend aus der Nahrung bekommen. Mangan ist ein Bestand­teil von mindes­tens sechs uns bekannten Enzymen. Es wird benötigt für einen gut funk­tio­nie­renden Zucker­stoff­wechsel und zur Erzeugung von Knorpel, einem vitalen Bestand­teil des Körpers.
      Wir wissen, daß Tiere mit Mangan­mangel nicht genügend wachsen, daß es bei ihnen mit dem Nachwuchs hapert und daß ihre Lebens­dauer verkürzt ist. Bei einem starken Mangel können die Tiere nicht mehr stehen, weil die Knor­pel­bil­dung so schlecht ist. Menschen mit niedrigen Mangan­werten leiden oft an chro­ni­schen Gelenk­schmerzen, besonders an den Knien und im Rücken. Wachs­tums­schmerzen verschwinden oft, wenn unsere jungen Patienten — zusammen mit ihren Vitaminen genügend Mangan mit Zink nehmen. Und da die Band­scheiben zwischen den Wirbeln haupt­säch­lich aus Knorpel bestehen, kann der weit­ver­brei­tete Mangan­mangel ursäch­lich sein für die heute so weit verbrei­teten Rücken­be­schwerden.
      Es ist bekannt, daß Patienten mit Hypo­gly­kämie (Blut­un­ter­zu­cker) oder Diabetes zusätz­lich Mangan benötigen, um ihre Blut­zu­cker­werte zu norma­li­sieren. Dies über­rascht nicht, denn Wissen­schaftler berichten, daß bei Tieren mit Mangan­mangel die insu­lin­ab­ge­benden Zellen der Bauch­spei­chel­drüse verküm­mern — und Insulin ist der wichtige Regulator des Körpers für den Zucker­stoff­wechsel.
      Leider haben die meisten Diäten, selbst wenn sie sehr gut zusam­men­ge­stellt sind, einen Mangel an diesem wichtigen Spuren­me­tall. Unseren Böden fehlt Mangan, und dort wachsen deshalb Früchte und Gemüse, die dieses Element nicht in genü­gendem Maße enthalten. Viele unserer häufig geges­senen Lebens­mittel können auch unter optimalen Umständen Mangan nicht konzen­trieren. So gibt uns zum Beispiel Fleisch, selbst in Form von Leber, wenig Mangan.
    8. B-Vitamin Niacin
      Über­mä­ßiger Genuß von Zucker, Süßig­keiten oder süßen Getränken führt zu einem Verlust an Niacin im Körper. Dasselbe gilt, wenn man übermäßig viel Ballast­stoffe zu sich nimmt. Niacin kann nicht gespei­chert werden, Über­schüsse werden über den Urin ausge­spült, so daß man ständig für entspre­chenden Nachschub sorgen muß.
      Kein anderes Vitamin und überhaupt kein anderer Nährstoff wagt sich in Stoff­wechsel so weit in den Grenz­be­reich zur Seele vor wie Niacin. Während andere Vitamine wie C oder B6 den Stoff­wechsel von Psycho­hor­monen von außen her akti­vieren, ist Niacin selbst Teil der Biosyn­these solcher Hormone, wenn auch nur im passiven Sinn. Darin liegt der faszi­nie­rende Reiz dieses Vitamins. Aus Tryp­tophan (essen­ti­eller Eiweiß­bau­stein) macht unser Stoff­wechsel nämlich den Nerven­reiz­stoff Serotonin, der von den dyna­mi­schen Raphe­kernen im Hirnstamm aus über unseren Schlaf und unsere Stim­mungs­lage herrscht. Weil Niacin für die Ener­gie­pro­duk­tion in den Körper­zellen absolut uner­setz­lich ist, wird bei Niacin-Mangel zwangs­läufig ein hoher Nahrungs­an­teil Tryp­tophan zu Niacin umge­wan­delt. Dies führt natürlich wieder zu einem Mangel an Serotonin und somit zu Schlaf­stö­rungen, Konzen­tra­ti­ons­schwäche, Verzagt­heit, Angst­ge­fühlen, nervösen Symptomen bis hin zu massiven Depres­sionen und Hallu­zi­na­tionen oder gar Schi­zo­phrenie — dies um so mehr, als den meisten von uns ohnehin Tryp­tophan fehlt.
      Mit der nächsten Aussage möchte ich die Wich­tig­keit und Zusam­men­ar­beit dieser lebens­not­wen­digen Stoffe noch mal doku­men­tieren.

      Das Verlangen nach Zucker und die Serotoninproduktion

      Man hat fest­ge­stellt, daß es zu zügel­losen Freß­an­fällen kommt, wenn der verhal­tens­re­gu­lie­rende Neuro­trans­mitter Serotonin nicht richtig funk­tio­niert. Die Folge ist eine über­mä­ßige Aufnahme von raffi­nierten Kohlen­hy­draten und/oder ein großes Verlangen nach Süßig­keiten.

      Serotonin wird in Ihrem Gehirn aus Tryp­tophan herge­stellt, einer essen­ti­ellen Amino­säure, die in den meisten Nahrungs­mit­teln vorhanden ist. Tryp­tophan benötigt jedoch Insulin, um in Ihr Gehirn zu gelangen. Norma­ler­weise stimu­liert eine kohlen­hy­dratreiche Mahlzeit die Insu­lin­aus­schei­dung, was die Aufnahme von Tryp­tophan in Ihr Gehirn verbes­sert. Wenn der Insu­lin­stoff­wechsel jedoch nicht richtig funk­tio­niert, dann wird ein anderes „Eintrittverbots”-Schild aufge­stellt; Tryp­tophan kann dann nicht durch­kommen, und die Sero­to­nin­pro­duk­tion sinkt. Ohne Serotonin wird die Botschaft, das Verlangen nach Kohlen­hy­draten zu unter­drü­cken, nicht weiter­ge­geben. Statt einer Appe­tit­zü­ge­lung erleben Sie Verlangen — Ihr Verlangen zu essen besteht weiterhin. Und jetzt haben Sie eine biolo­gi­sche und wissen­schaft­liche Entschul­di­gung für den über­mä­ßigen Verzehr von Eis (oder viel­leicht ist es Scho­ko­la­den­ku­chen oder eine andere süße Nascherei).
      Das Verlangen nach Kohlen­hy­draten ist oft auf einen Mangel an Serotonin zurück­zu­führen, als daß es ein wirk­li­ches Bedürfnis nach Nahrung ist.

    9. Vitamin B12
      Auch hier bringt die Aufnahme von Zucker große Probleme mit sich.
      Zucker, Süßig­keiten und süße Getränke stören die empfind­same Darmflora und behindern damit die Aufnahme von Vitamin B12. Lebens­mittel, die reich an Vitamin B12 sind, sollten stets über den Tag verteilt einge­nommen werden, weil dann ein Maximum davon aufge­nommen wird. Wer seine tägliche Vitamin-B12-Ration auf eine Haupt­mahl­zeit legt (z. B. Leber mit Kartof­fel­brei), nimmt nur etwa ein Viertel des enthal­tenen Vitamins auf, während der Rest — wegen des kompli­zierten Resorp­ti­ons­wegs — ausge­schieden wird. Bei sehr kleinen Portionen werden bis zu 80 Prozent durch die Darmwand aufge­nommen, bei Groß­por­tionen mitunter nur acht oder zehn Prozent.

      Ältere oder alte Menschen sollten ihre Vitamin-B12-Zufuhr erhöhen, weil die Aufnah­me­fä­hig­keit im Dann im Alter sinkt. Wer Abführ­mittel nimmt, nimmt mögli­cher­weise nur fünf Prozent des in der Nahrung enthal­tenen Vitamin B12 auf. Für die Resorp­tion von Vitamin B12 im Darm ist eine ausrei­chende Konzen­tra­tion von Calcium notwendig. Aber wir haben ja schon gehört, daß auch hier der Zucker störend wirkt. An diesen Zusam­men­hängen müßte nun jeder mitbe­kommen haben, wie schädlich eine regel­mä­ßige Zucker­zu­fuhr ist. Der Konsum in vertret­baren Dosie­rungen wird auch hier ohne Gesund­heits­stö­rungen machbar sein.

Weitere Gesundheitsprobleme, die ein zu hoher Zuckerkonsum mit sich bringt:

  1. Das große Problem mit dem Blut­zu­cker -Warum wird in den Medien viel verschwiegen?
  2. Kaputte Zähne — Für die meisten Leute das größte Problem
  3. Über­säue­rung aller Körper­flüs­sig­keiten — Für viele völlig unbekannt
  4. Nervliche Probleme — Ursachen unbekannt
  5. Süßes schafft den Anstoß zum Über­ge­wicht
  6. Im fort­ge­schrit­tenem Alter entstehen in der Folge schwer­wie­gende Krank­heiten, besonders Diabetes
  7. Besonders die Werbung trägt eine große Schuld…

1. Blutzucker — Allgemein

Wie Sie sich den Tag über fühlen werden, bestimmen Sie durch die Art Ihres Früh­stücks. Essen Sie von einer falschen Nahrung zu wenig oder zu viel, können Sie Ihre Leis­tungs­fä­hig­keit unter­graben. Ihr Frühstück ist dafür maßgebend, wie schnell Ihr Körper Energie produ­zieren kann, oder besser gesagt, wieviel Zucker Ihr Blut enthält. Ihre Ener­gie­pro­duk­tion, die mit der Qualität des vorrä­tigen Zuckers eng zusam­men­hängt, entscheidet, wie Sie denken, sich benehmen und sich fühlen. Durch die Verbren­nung (Oxydation) von Zucker allein oder von Zucker und Fett zusammen entsteht in Ihrem Körper Energie. Nur wenn das Blut­plasma genügend Zucker enthält, kann jede Zelle soviel, wie sie braucht, davon entnehmen. Der Blut­zu­cker ist ein Index für die Menge, die jeder Zelle zur Verfügung steht.
Tausende von Blut­ana­lysen haben gezeigt, daß ein normaler Mensch, der innerhalb der letzten 12 Stunden nichts gegessen hat, 80 bis 120 Milli­gramm Zucker in 100 cm³ Blut hat. Diese Zahl, die man „Nüch­tern­blut­zu­cker” nennt, hängt von der Art und der Menge der Nahrung ab, die man bei der letzten Mahlzeit aufge­nommen hat. Durch­schnitt­lich hat man 90 bis 95 Milli­gramm Zucker im Blut. Bei dieser Zahl wird noch genügend Energie produ­ziert. Wenn jedoch der Zucker­vorrat zur Neige geht, dann läßt die Ener­gie­pro­duk­tion nach und man fängt an, müde zu werden. Wenn der Zucker­ge­halt bis auf etwa 70 Milli­gramm absinkt, ist Hunger zu erwarten und aus Mattig­keit wird allmäh­lich Müdigkeit. Sinkt der Blut­zu­cker bis auf 65 Milli­gramm, empfindet man oft eine Begierde nach Süßig­keiten oder ein Knurren im Magen oder beides. Ein weiterer Abfall der Zucker­zu­fuhr bewirkt, daß die Müdigkeit in Erschöp­fung übergeht. Meistens kommt es zu Kopfweh, Schwäche und Schwin­del­ge­fühlen, viel­leicht spürt man Herz­klopfen, man wird schwach in den Beinen, oft fühlt man sich übel und muß erbrechen.
Nerven- und Gehirn­zellen können Ihre Energie nur aus Zucker gewinnen, niemals aus Fett oder Protein allein. Selbst wenn die Zucker­menge, die diesen Zellen zur Verfügung steht, nur gering­fügig abfällt, wird das Denken langsam und verwirrt, und die Nerven geraten in einen Span­nungs­zu­stand. Wenn der Blut­zu­cker eines Menschen unter das normale Maß absinkt, bekommt er eine immer schlech­tere Laune, wird mürrisch, traurig, pessi­mis­tisch und verliert die Arbeits­lust. Da das Gehirn seine Energie nur aus Zucker bezieht, kann es bei sehr niedrigem Blut­zu­cker­spiegel geschehen, daß man schwindlig wird oder in Ohnmacht fällt. Wenn ande­rer­seits die Nahrungs­auf­nahme ausrei­chend ist, um den Blut­zu­cker­spiegel wieder über den Nüch­tern­wert ansteigen zu lassen, dann wird es leicht, Energie zu produ­zieren; Sie fühlen sich wohl und voller Schwung, Ihr Denken ist schnell und klar. Sie haben kein Bedürfnis nach Essen; Süßig­keiten verlocken nicht. Sie sind sehr guter Laune, Sie benehmen sich freund­lich, fröhlich und entge­gen­kom­mend. In die sein Zustand ist das Leben angenehm.

Blutzucker — Spezielle Ursache und Probleme

Viele unser natio­nalen Probleme kann man gerade auf unsere fehler­haften Eßge­wohn­heiten zurück­führen, ein großer Teil unserer Bevöl­ke­rung zum Beispiel ist zu dick. Wenn man nicht früh­stückt, wird sich dieses Problem noch mehr verschlim­mern. Sehr viele Leute haben schlechte Zähne, weil sie viel zuviel Zucker essen. Wird der Blut­zu­cker hoch gehalten, vergeht der Drang nach Süßigkeit. Mattig­keit, Müdigkeit, Nervo­sität, Reiz­bar­keit, und sogar Erschöp­fung und verwirrtes Denken sind weit verbreitet. Dabei wäre es einfach, dem vorzu­beugen oder sogar davon geheilt zu werden. Bei wirklich gesunden Menschen kann Müdigkeit an einem einzigen Tag in erstaun­liche Vitalität verwan­delt werden. Schul­kinder sind schwierig zu behandeln und lernen oft zu langsam, eine Menge Steu­er­gelder gehen so verloren. Unklares Denken ist in der Politik, im Gesell­schafts­leben und in den Familien nur allzu weit verbreitet. Die größte Zahl der Auto­un­fälle passiert, wenn der Blut­zu­cker­spiegel am tiefsten ist, das Denken daher unscharf und die Reak­tionen langsam sind. Unser über­trie­bener Verbrauch von Kaffee, Ziga­retten und Alkohol steht in Beziehung zum Blut­zu­cker­spiegel: Diese Genuß­mittel steigern die Produk­tion von Neben­nie­ren­hor­monen, wodurch der Blut­zu­cker sich vermehrt und jenes plötz­liche Ener­gie­ge­fühl, das man so sehr braucht, entsteht. Doch bald wird wieder Insulin ausge­schieden, wodurch der Blut­zu­cker­spiegel wieder sinkt. Reiz­bar­keit die durch zu niedrigen Blut­zu­cker entsteht, kann ein Grund für Ehekrisen sein. Wenn der Blut­zu­cker extrem niedrig ist, dann können Reiz­bar­keit, nervöse Span­nungen und seelische Depres­sionen sich derart steigern, daß der betref­fende Mensch leicht tobsüchtig werden und es bis zu anderen Gewalt­aus­brü­chen führen kann. Auch Virus­in­fek­tionen bekommt man bei besonders niedrigem Blut­zu­cker häufiger. Alles vermeid­bare Zustände in unserem Land. Leider findet dieses Wissen bis jetzt in der Praxis keine Anwendung.

Blutunterzucker — Hypoglykämie — Warum?

Die Frei­set­zung von Zucker bedeutet starken Streß für das endokrine System (von innen kommend). Letzten Endes kann es zu Erschöp­fungs­zu­ständen der Neben­nieren kommen, und Blut­un­ter­zu­cker ist die Folge. (abge­sackter Blut­zu­cker­spiegel mit allen schlimmen Folgen wie: Infek­tionen, schlechtes Nerven­kostüm, Probleme mit der Bauch­spei­chel­drüse, Aggres­si­vität usw.)

Beispiel einem Stück Scho­ko­lade. Es erhöht auch wirklich den Blut­zu­cker­spiegel. Aber nur für kurze Zeit. Danach sackt er wieder in die Tiefe und das mehrmals am Tag und wieder greifen viele Leute nach süßer Nahrung.

Bei vielen Menschen ist dieser Blut­un­ter­zu­cker, den man Hypo­gly­kämie nennt, heute zu einem Dauer­zu­stand geworden. Diese chro­ni­sche Krankheit hat aber auch noch einen Grund, der ganz direkt mit der Ortho­mo­le­ku­lar­me­dizin zu tun hat. Sie wird verur­sacht durch ein Fehlen von Mineralen und Spuren­ele­menten. Denn Kalium, Magnesium, Phosphor, Mangan, Zink und Chrom haben beim Zucker­stoff­wechsel wichtige Steue­rungs­funk­tionen.

Und eben diese Nähr­stoffe fehlen uns heute, wie wir wissen. Weil beispiels­weise die Kunst­dün­gung der Äcker sie vernichtet. Der künst­liche Dünger reißt die Feuch­tig­keit im Boden sofort an sich, für die schwerer löslichen Minerale und Spuren­ele­mente bleibt kein Wasser übrig, so daß sie nicht in der Erde fest­ge­halten werden können. Diese Verarmung der Äcker ist ein weiterer Grund für unsere ortho­mo­le­ku­lare Unter­ernäh­rung.

Aber die Nähr­stoffe fehlen eben auch als Folge unserer einsei­tigen Ernährung. Wobei das Weißbrot und wiederum der Zucker große Sünden­böcke sind. Denn je mehr Zucker, also „leere Kalorien” ohne Nährwert, und je mehr weißes Brot wir essen, um so weniger Hunger haben wir auf anderes, auf Nähr­stoff­rei­ches.

Der Zucker ist überall. Auch da, wo man ihn gar nicht vermutet, beileibe nicht nur in Scho­ko­lade und Kuchen, sondern auch in Obstsaft und Wermut, in Cola-Getränken und Cocktails, in Salat­soßen und Crackers, Ketchup, den junge Leute so lieben, besteht zu 30 Prozent aus Zucker, Hambur­ger­soße zu 23 Prozent, ein Kaugummi zu 70 Prozent. Und genau das ist das Problem, die lieb­ge­won­nenen Gewohn­heiten zu ändern.

Zucker macht hungrig — Warum?

Enthält unser Blut viel Glukose, dann „bugsiert” das Insulin die Glukose zu den Zellen. Die signa­li­sieren ihren Bedarf durch spezielle Antennen, soge­nannte Insu­lin­re­zep­toren. Das Insulin dockt an diesen Rezep­toren an und wirkt so auf die Einschleu­sung der Glukose in die Zelle ein.

Essen wir etwas Zucker­süßes, dann steigt der Blut­zu­cker­spiegel sprung­haft an. Bereits nach wenigen Minuten läßt sich im Blut ein steiler Anstieg der Glukose messen. Aber schon nach einer halben Stunde fällt der Gluko­se­wert wieder ab, wobei er nach einer Stunde sogar unter den Ausgangs­wert sinkt. Das liegt an einer über­schie­ßenden Insu­lin­aus­schüt­tung, zu der der Haus­halts­zu­cker die Bauch­spei­chel­drüse anregt, weil hohe Gluko­se­gipfel gefähr­lich sind und rasch geglättet werden müssen. Das geschieht durch Insulin, das den Zucker aus dem Blut schafft.

Am über­schie­ßenden Insulin liegt es auch, daß sich nach einer süßen Mahlzeit rasch wieder Hunger einstellt. Denn wenn der Körper viel Insulin ins Blut abgibt, wird auch viel Glukose wegge­schafft. Das aber erzeugt Hunger. Menschen, die häufig Süßig­keiten essen, haben ständig Appetit und müssen „zwischen­durch” etwas verzehren. Meist sind das ebenfalls leicht erreich­bare Süßig­keiten wie Kekse, Kuchen oder Scho­ko­lade. Und diese erzeugen wieder Hunger. Somit befindet sich der Süßschle­cker in einem Teufels­kreis: Er ißt nicht viel, aber er ißt ständig etwas, was ihn nicht sättigt, sondern erneut Hunger erzeugt. Nach einer stär­ke­hal­tigen Speise hingegen, also nach dem Essen von Brot oder Spaghetti, steigt der Blut­zu­cker nur etwa halb so hoch an wie nach Zucker­ver­zehr und fällt dann auch wieder ab, aber diesmal nicht unter den Ausgangs­wert. Stärke veranlaßt die Bauch­spei­chel­drüse nicht zu einer über­schie­ßenden Insu­lin­aus­schüt­tung. Noch geringer ist die Insu­lin­aus­schüt­tung beim Verzehr von Stärke, die noch in ihrer natür­li­chen Verpa­ckung vorliegt, das heißt, zusammen mit Ballast­stoffen wie Zellulose, Lignin oder Pektin. Deshalb steigt der Gluko­se­spiegel im Blut nach dem Verzehr von Voll­korn­brot, Hafer­flo­cken oder Obst weniger stark an als nach Scho­ko­lade.

Am geringsten steigt der Blut­zu­cker an nach dem Verzehr von nicht erhitzten Getrei­de­er­zeug­nissen. Der Blut­zu­cker bleibt danach über zwei, drei Stunden auf einem leicht erhöhten Niveau bis alle Stärke aus den Ballast­stoffen heraus­ge­löst ist, etwa nach einem Müsli-Frühstück aus gekeimten Getrei­de­kör­nern, einge­weichtem Getrei­des­ehrot oder aus eigen­händig gequetschten Hafer­flo­cken (die im Handel erhält­li­chen Hafer­flo­cken wurden erhitzt). Die Glukose aus der Stärke tritt dabei „tröpf­chen­weise” ins Blut über. (so sollte es im Körper ablaufen; genauso ist der Körper program­miert; aber in der Praxis sieht es anders aus)

Das ist eine der wichtigen Funk­tionen der Ballast­stoffe, daß sie die Nähr­stoffe — wie hier die Glukose — ganz allmäh­lich freigeben. Der Stoff­wechsel wird dadurch nicht über­flutet, und Über­re­ak­tionen werden vermieden. Selbst das tägliche trinken von den so „gesunden Natur­säften” (aller Art) führt ganz schnell zu einen unna­tür­li­chen Blut­zu­cker­an­stieg und belastet viel zu sehr unsere Bauch­spei­chel­drüse und nur weil eben die Ballast­stoffe fehlen. Fragen Sie mal einen Arzt oder anderen Ernäh­rungs­spe­zia­listen ob das bekannt ist? (Wenn der Wunsch besteht, gebe ich gerade dazu Literatur-Empfeh­lungen)

Durch­schnitt­lich nimmt der Bundes­bürger 13 Prozent seiner Nahrungs­ka­lo­rien in Form von Haus­halts­zu­cker zu sich. Damit über­stra­pa­ziert er seinen stein­zeit­li­chen Stoff­wechsel, der den Haus­halts­zu­cker überhaupt nicht „kennt” und außerdem an eine langsame Freigabe der Glukose aus ballast­stoff­rei­cher Nahrung angepaßt ist. Wird die Bauch­spei­chel­drüse veranlaßt, ständig Insulin im Übermaß auszu­schütten, bleibt bereits nach kurzer Zeit, schon nach sechs Wochen, der Insu­lin­spiegel auch im nüch­ternen Zustand erhöht. Ist viel Insulin vorhanden, bilden die Zellen nur noch wenige Insu­lin­re­zep­toren aus. Denn es herrscht Überfluß an Insulin. Tragen die Zellen aber nur wenige Insu­lin­re­zep­toren, dann wird weniger Insulin gebunden und auch weniger Glukose in die Zellen einge­schleust und verbrannt. Die über­schüs­sige Glukose wird statt dessen in Fett umge­wan­delt und in die Fett­zellen für schlechte Zeiten einge­la­gert.

2. Kaputte Zähne

Kaputte Zähne sind dabei noch das kleinste Problem. (aber teuer für unsere Kran­ken­kassen). Das Problem ist viel komplexer, als es in den Medien darge­stellt wird. Dort legt man im allgemein nur den wunden Punkt auf die Zahn­pflege. Aber leider ist das viel zu einseitig, um hier vollen Erfolg zu erreichen. Beispiele:

  1. Karies
    Zahn­ka­ries ist die am weitesten verbrei­tete Krankheit unter den zivi­li­sierten Völkern. Der hohe Kari­es­be­fall kann seit der indus­tri­ellen Zucker­pro­duk­tion ab Mitte des 19. Jahr­hun­derts beob­achtet werden.

    Mikro­bio­lo­gi­sche Forschungen zeigen, daß bestimmte Bakte­ri­en­arten nur aus Saccha­rose Säuren bilden, die letzt­end­lich die Schmel­zent­kal­kung verur­sa­chen.

    Das Ausmaß des Kari­es­be­falls hängt sowohl von der verzehrten Menge als auch von der Verzehr­häu­fig­keit ab. Karies tritt besonders häufig auf, wenn klebrige Süßwaren und Scho­ko­lade zwischen den Haupt­mahl­zeiten gegessen werden. Gerade klebrige Süßig­keiten mit ihren kari­es­bil­denden Substanzen halten sich länger im Mund, wenn sie nicht von anderen Lebens­mit­teln oder durch sofor­tiges Reinigen entfernt werden.

    Ebenfalls kari­es­för­dernd sind zucker­hal­tige Erfri­schungs­ge­tränke, wenn sie schluck­weise über längere Zeit­ab­schnitte getrunken werden. Gerade Kinder sind davon besonders betroffen. Zahn­zer­stö­rung bei Klein­kin­dern kann zu Schä­di­gungen am Gesamt­or­ga­nismus und zur Fehl­ernäh­rung führen, da durch zucker­reiche Ernährung weniger Lebens­mittel mit lebens­not­wen­digen Nähr­stoffen verzehrt werden. Lebens­mittel mit einem von Natur aus sehr hohen Zucker­ge­halt wie Trocken­obst und Honig können ebenso Karies hervor­rufen wie handels­üb­li­cher Haus­halts­zu­cker. Stär­ke­hal­tige Lebens­mittel wie Brot, Hafer­flo­cken, Reis, Kartof­feln und Gemüse sind im Hinblick auf Kari­es­ent­ste­hung unbe­denk­lich.

    Wer wenig Zucker und vor allem zucker­freie Zwischen­mahl­zeiten ißt, beugt gegen Karies vor. Gründ­liche Zahn­hy­giene nach jeder Mahlzeit muß für jeden, insbe­son­dere für Kinder, selbst­ver­ständ­lich sein.

    Durch den hohen Zucker­über­schuß in der täglichen Nahrung entsteht bekannt­lich sehr oft ein Vitamin C-Mangel und gerade das Fehlen von diesen Vitamin führt außerdem zu einer Reihe weiterer Probleme: 1. blutendes Zahn­fleisch, es wird schwammig; 2. Zahn­fleisch­ent­zün­dungen; 3. Zahn­fleisch­in­fek­tionen; 4. Zahn­fleisch­taschen; 5. allge­meinen Zahn­ver­fall. Hier muß aber noch mal darauf verwiesen werden, daß ein Mangel anderer Biostoffe mit beteiligt ist. Weiterhin verschlim­mern Amal­gam­fül­lungen diese ganze Proble­matik.

  2. natür­liche Vorbeu­gung; Vitamin C für gesundes Zahn­fleisch und feste Zähne.
    Besonders deutlich zeigt sich dieser Prozeß im Zahn­fleisch und im Alveo­larbein des Kiefer­kno­chens, der von allen Knochen im Körper den höchsten Kalzium-Umsatz hat. Da werden schließ­lich die Zähne fest­ge­halten, damit man schön kräftig zubeißen kann. Hohe Dosen von Vitamin C (und Biofla­vo­noide) besei­tigen im Nu Zahn­fleisch­bluten, weil das Vitamin die unzäh­ligen Mini­ge­fäße im Zahn­fleisch heilt und festigt, meist schon 30 Minuten nach der Einnahme. Kalzium allein ist viel zu langsam auf seinem Weg zu Körper­zellen, wenn es in großen Mengen benötigt wird. Es bildet mit Vitamin C Komplexe, soge­nannte Chelate, und wird dabei per Kurier im Eiltempo befördert. Dies zeigt sich vor allem in der Kalzium-Versor­gung des Zahnbeins. Ohne Vitamin C ist Kalzium immer nur die Hälfte wert. Kalzium und Vitamin C sind die geheimen Feinde unserer Zahnärzte, oder besser gesagt, die Zahnärzte der Natur, also die Konkur­renz. In Kali­for­nien gibt es Bioche­mi­ke­rinnen, die — statt sich die Zähne zu putzen — zweimal täglich eine Zitrone essen und dabei den reinsten Atem und ganz saubere Zähne haben. Sie vertrauen auf die Selbst­rei­ni­gungs­kräfte im Mund, zu denen auch der Speichel gehört. Vitamin C tötet die kari­es­bil­denden Bakterien an den Zähnen, kräftigt das Zahn­fleisch, und Kalzium macht den Kiefer­kno­chen und die Zähne zum Bollwerk. »Das ist gesünder, als sich dreimal am Tag das Zahn­fleisch wund zu schrubben«, behaupten moderne Bioche­miker. Sie verweisen auf archäo­lo­gi­sche Gebisse von Menschen, die vor 5 000 oder 10 000 Jahren gelebt haben und allesamt gesunde Zähne aufweisen, obwohl es damals keine Zahnpasta und keine Zahnärzte gab.
    Vitamin C bringt als Kurier auch Salze der Schwe­fel­säure in die gelartige Matrix zwischen den Körper­zellen. Fehlen diese Salze, dann kommt es zu mikro­sko­pisch winzigen Rissen im Binde­ge­webe, die sich zual­ler­erst in blutendem Zahn­fleisch und schlecht heilenden Wunden zeigen. Wichtig: Wenn das Zahn­fleisch blutet, kommt es auch überall sonst im Körper zu in den meisten Fällen verbor­genen Blutungen.
  3. Vitamin D
    Im Körper widmen sich die Vitamin­mo­le­küle einer Haupt­auf­gabe, der Aufnahme von Kalzium aus dem Darm und dem Einbau von Kalzium-Salzen in unsere Knochen und Zähne. Ebenso reguliert das Vitamin unseren Phosphat-(Phosphor-)Haushalt. Vitamin D hält also unser Skelett kräftig und stabil.
  4. Aufgabe des Speichels — Säuren zu neutra­li­sieren
    Gleich­wohl erhalten 60 oder mehr Prozent unserer Bevöl­ke­rung in ihrer Kost zu wenig Kalzium. Ein beträcht­li­cher Teil dieses Kalziums gelangt noch nicht einmal ins Blut. Kalzium ist insofern ein Stoff von beson­derer Art, weil er schwer­lös­lich ist. Zähne und Knochen, obwohl ständig von Speichel oder Gewebs­flüs­sig­keit umspült, lösen sich nicht auf. Wenn sich das mit der Nahrung aufge­nom­mene Kalzium nicht löst, bleibt es im Darm und wird mit dem Stuhl ausge­schieden. Die Versor­gung der Gewebe mit Kalzium kann jedoch verbes­sert werden, indem man entweder mehr kalzi­um­reiche Nahrungs­mittel oder reichlich Vitamin D zu sich nimmt. Von Nutzen ist beides.
    Vitamin D hilft mit bei der Verhütung des Zahn­ver­falls. Wahr­schein­lich ist die Ursache von Karies die Aufspal­tung von Zucker durch bakte­ri­elle Enzyme in Milch­säure und Brenz­trau­ben­säure. Jede Säure kann mit Kalzium chemische Verbin­dungen eingehen. Kann der Speichel die Stellen erreichen, wo sich. Säuren bilden, und enthält er reichlich gelöstes Kalzium, werden die Säuren durch das Spei­chel­kal­zium neutra­li­siert, und es kommt nicht zur Karies. Und genau hier kommt wieder die schäd­liche Wirkung des Zuckers zum tragen, denn gerade er verhin­dert die Aufnahme von Kalzium. Man braucht sich hier nur die Nahrungs­mittel ansehen, in vielen stecken versteckte Zucker­arten.
  5. Die Probleme, die Mund­pfle­ge­mittel mit sich bringen
    Am Anfang steht der Mund. Er ist eine Körper­öff­nung, die einen direkten und tiefen Zugang ins Innere erlaubt.
    Sinni­ger­weise hat die Natur alle direkten Zugänge als Bio-Barrieren konstru­iert. Die Schleim­häute von z.B. Mund, Lunge Neben­höhlen oder Bronchien bilden eine Hürde für Fremd­stoffe aller Art. Brechen diese Barrieren zusammen, dann können Bakterien, Viren und Schad­stoffe tief eindringen. Eine gesunde Darm­funk­tion beginnt demnach in der Mundhöhle. Hier siedeln „gute” Bakterien. Der hohe Vitamin C- und Harn­säu­re­ge­halt des Speichels wirkt als Radi­kal­fänger. Was sich im Mund abspielt und von der Natur ausge­dacht wurde, ist ausge­wogen und sinnvoll. Und was macht der Mensch?

    Mit der Drohung Karies und Parodon­tose werden Fluor und anti­bak­te­ri­elle Pfle­ge­mittel empfohlen. Gleich­zeitig stellt man den Zucker als Schul­digen hin. Ganz so ist es nicht. Menschen, die sich unna­tür­lich ernähren, dürften mit oder ohne Zucker Karies bekommen. Ein gut mine­ra­li­sierter Zahn ist wider­stands­fähig gegen die ohnehin schwachen Säuren der milch­säu­re­bil­denden Bakterien in unserer Mundhöhle. Da haben anti­bak­te­ri­elle Zahn­cremes, Sprays und Mund­wässer nichts verloren. Fluor ist ebenfalls bedenk­lich. Es sei dahin­ge­stellt, ob dieser Zahn­schmelz­härter wegen der kurzen Einwir­kungs­zeit überhaupt eine Wirkung entfalten kann; er tötet auf jeden Fall Bakterien ab und unter­scheidet dabei nicht nach Freund und Feind. Hinzu kommen noch weitere Zahncreme-Inhalts­stoffe wie Schäumer, Desin­fek­ti­ons­mittel, Ober­flä­chen­ent­spanner, Konser­vie­rungs­stoffe, Seifen, Weiß­ma­cher, Geschmacks­stoffe. Sie alle wirken kontra­pro­duktiv und schädigen Mundflora und Schleim­haut.
    Was bleibt, sind die „bösen” Bakterien aus Fäulnis- und Fäkal­keimen. Sie stammen aus den Gattungen der Koli­bak­te­rien bzw. Strep­to­kokken und sind wider­stands­fä­higer als die übrigen Bakterien. Das anti­bak­te­riell wirkende Vitamin C der Mundhöhle wird durch sie ebenfalls zerstört. Uber­trie­bene Hygie­ne­vor­stel­lungen lassen so das erste Anti­oxi­dan­ti­en­schutzsvstem unserer Verdau­ungs­wege zusam­men­bre­chen, und statt des erstrebten reinen Atem ernten man Mund­ge­ruch und Fäulnis.

3.Übersäuerung ein riesiges Problem in der heutigen Zeit

Gesundheit = gesunder Stoffwechsel = ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt

Diese Gleichung kann nur aufgehen, wenn man seinen Körper mit den notwen­digen Mine­ral­stoffen, vor allem den basen­bil­denden Mine­ra­lien, ausrei­chend versorgt und damit die Voraus­set­zungen für einen ausge­gli­chenen Säure-Basen-Haushalt schafft.

Das Haupt­au­gen­merk sollte dabei immer auf einer voll­wer­tigen, ausge­wo­genen Ernährung liegen, wobei aller­dings berück­sich­tigt werden muß, daß unsere Nahrungs­mittel als Folge der land­wirt­schaft­li­chen Produk­ti­ons­me­thoden und der Umwelt­be­din­gungen oft nicht mehr wirklich voll­wertig sind.

Abgesehen von Phasen erhöhten Bedarfs an Mine­ral­stoffen bei Streß, körper­li­chen Hoch­leis­tungen, Schwan­ger­schaft und Wachstum wird die Versor­gung mit basischen Mine­ra­lien über die Nahrung in Frage gestellt, wenn extrem säure­bil­dende Genuß­mittel wie Alkohol, Cola­ge­tränke, Koffein und raffi­nierter Zucker konsu­miert werden.

Säuren — Fast ein Selbstläufer

Säuren hingegen stehen dem Körper in nahezu unbe­grenzter Menge, zur Verfügung, sie werden in reich­li­cher Menge mit der Nahrung aufge­nommen, darüber hinaus stellt der Körper Säuren auch selbst her. Sie entstehen z. B. durch die Stoff­wech­sel­vor­gänge bei der Nahrungs­ver­ar­bei­tung. Dabei führen zucker­hal­tige Speisen und Alkohol zu besonders reich­li­chen Säure­mengen. Rauchen und Bohnen­kaffee regt den Stoff­wechsel ebenfalls zur Ausschüt­tung von Säuren an.

Auch das Nerven­system kann die Bildung von Säure­über­schüssen begüns­tigen. Bestimmte Teile des Nerven­sys­tems werden nämlich durch Säure angeregt und begüns­tigen dann die weitere Säure­pro­duk­tion. Hieraus entwi­ckelt sich nun ein Teufels­kreis. Eine saure Stoff­wech­sel­lage reizt das Nerven­system, die Reizung begüns­tigt wiederum eine weitere Säure­er­zeu­gung, und die Stoff­wech­sel­lage wird noch saurer.

Welche Probleme ergeben sich durch die Körperübersäuerung?

  • Das vorzei­tige Altern des Binde­ge­webes
  • Säure verhin­dert das Wohl­be­finden
  • Umkippen der Darmflora, das Gleich­ge­wicht ist empfind­lich gestört
  • Entste­hung von sauren Stoff­wech­sel­schla­cken
  • Sodbrennen, Magendrü­cken, Verdau­ungs­pro­bleme
  • Chro­ni­sche Gärung des Darm­in­haltes
  • Säuren zerstören einen normalen Mine­ral­stoff­haus­halt
  • Ist der Mine­ral­haus­halt über viele Jahre gestört, führt das zu Entkal­kung der Knochen und Zähne
  • Säuren führen auch zum verstärkten Abbau unserer Knorpel im Körper (viele Leute deuten das als normalen Verschleiß!)
  • Entste­hung von Magen- und Zwölf­fin­ger­ge­schwüren
  • Durch die Über­säue­rung kann sich ein idealer Nährboden für Krebs bilden

4. Nervliche Probleme — Warum?

Über die Faktoren die den Blut­zu­cker­spiegel beein­flussen wurden viele Unter­su­chungen gemacht. Bei denen, die nur schwarzen Kaffee getrunken hatten, ging der Blut­zu­cker herunter, sie fühlten sich matt, reizbar, nervös, hungrig, müde, erschöpft und hatten Kopf­schmerzen. Diese Symptome wurden im Laufe des Vormit­tags immer schlimmer. Eine kleine süße Mahlzeit mit Kaffee (auch mit andere Indus­trie­nah­rung) verur­sacht aber sofort wieder einen starken Anstieg des Blut­zu­cker­spie­gels, doch innerhalb einer Stunde stürzt der Blut­zu­cker­spiegel unter dem Einfluß des Bauch­spei­chel­drü­sen­hor­mons Insulin rasch in die Tiefe, wodurch die Leis­tungs­fä­hig­keit wieder zurück geht und erneut Müdigkeit einsetzt. Dieses krasse, schnelle auf und des Blut­zu­cker­spie­gels mehrmals am Tag (im Diagramm als Zick­zack­kurve zu sehen) sind das Schlech­test, was Gehirn- und Nerven­zellen brauchen können. Dieses auf und ab (täglich mehrmals) macht außerdem auch die beste Bauch­spei­chel­drüse kaputt. Das Resultat sehen sie an Millionen Diabe­tes­kranken in Deutsch­land. (Erkun­digen Sie sich, ob das jemand weiß? — Ich gebe auch dazu Literatur-Empfeh­lungen)

5. Süßes schafft den Anstoß zum Übergewicht

Nicht Fett, sondern schnell lösliche Kohlen­hy­drate (in Brot, Nudeln, Süßem usw.) geben den Start­schuß für die Lipo­ge­nese, den Einbau von Fett in Fett­zellen.
Insulin ist einer der Haupt­ver­ur­sa­cher von Über­ge­wicht, wenn zuviel davon vorhanden ist, hemmt es die Verbren­nung der Fett­re­serven, es wird immer dann zu viel produ­ziert, wenn die Ernährung zu kohlen­hy­dratreich ist, wer seinen Insu­lin­spiegel senken will, muß deshalb ab sofort und unbedingt auf alles Süße verzichten, außerdem auf nicht­kom­plexe Kohlen­hy­drate wie polierten Reis, Weißbrot, Misch- oder Graubrot, Nudeln, Klöße sowie vor allem grund­sätz­lich auf süße Getränke, Kohlen­hy­drate sind für unseren Stoff­wechsel wichtig und uner­setz­lich, es müssen aber komplexe Kohlen­hy­drate gegessen werden, so z.B.: Voll­korn­brot, Naturreis, Voll­wert­nu­deln usw., diese komplexen Kohlen­hy­drate werden im Darm nur allmäh­lich abgebaut und dem Blut in Form von Glukose zugeführt, weil dies allmäh­lich, über Stunden hinweg geschieht, braucht unsere Bauch­spei­chel­drüse nicht auf Hoch­touren Insulin produ­zieren.

Mit zuviel Insulin im Blut kann man noch soviel turnen, schwitzen, rennen, stemmen, klettern, hungern — die Fett­zellen bleiben geradezu sehn­süchtig geöffnet — in der Erwartung von immer mehr Fett­nach­schub, die Ursache dieses Dilemmas liegt u.a. in den Wänden der Körper­zellen, hier bindet sich das Insu­lin­mo­lekül an bestimmte Außen­re­zep­toren (Lande­plätze), über Innen­re­zep­toren laufen danach viele chemische Prozesse auf Hoch­touren: Transport von Glukose und Eiweiß, Akti­vie­rung von Enzymen, Eiweiß­syn­these, Stimu­la­tion von Gentä­tig­keit usw., kurz das komplette Leben der Zelle

Über­ge­wich­tige oder dicke Menschen haben mangel­hafte Rezep­toren, sie haben zu wenig solcher Insulin-Außen­re­zep­toren, und ihre Innen­re­zep­toren sind meist auch noch zum Teil defekt, deshalb läuft ihr Zell­stoff­wechsel oft nur auf Spar­flamme, die Folge: Es wird zu wenig Fett verbrannt, während gleich­zeitig mehr und mehr Trigly­ze­ride in die Fett­zellen hinein­ge­preßt werden, Haut­ur­sache dieser Insulin-Entglei­sung sind Streß, Über­be­an­spru­chung und Fehl­ernäh­rung

Eine gesunde Kost mit viel Obst, Salaten, Rohkost, Voll­korn­pro­dukten und Magerkäse rege­ne­riert die Bauch­spei­chel­drüse relativ schnell und senkt den krank­haften erhöhten Insu­lin­spiegel

Hungern und Diäten helfen nicht

Hungern hilft nicht, hier wird mit einem Schlage verblüf­fend deutlich, warum normale Schlank­heits­kuren fast immer von Mißer­folgen begleitet werden, denn bei Gewichts­ver­lust steigt die LPL-Aktivität (Enzyme kurbeln den Abbau von Fett an) in Fett­zellen sogar noch weiter an, die Fettzelle ist also zunächst ganz verrückt darauf, wieder so dick zu sein, wie sie es schon einmal war, sind die alten Pfunde wieder drauf, nehmen die LPL-Enzyme wieder an Anzahl zu, bleiben indes gleich­wohl erhöht.
Wer vom Über­ge­wicht runter will, muß eine Gewichts­re­duk­tion mindes­tens sechs Wochen durch­halten, zwischen 80 und 90 Prozent aller Diät­kan­di­daten , die ein beträcht­li­ches Gewicht abge­speckt haben, setzen die Pfunde wieder an, Ursache ist eine zwischen 15 und 30 Prozent nied­ri­gere Stoff­wechsel- bzw. Ener­gie­rate während der Diätphase, im Fett­ge­webe (und auch in der Leber) kommt es nach der Kur zu einer drama­tisch erhöhten Lipo­ge­nese (Fett­einbau), gekenn­zeichnet durch eine erhöhte Produk­tion von Trigly­ze­riden und Kohlen­di­oxid aus Glukose, der enorme, durch Insulin voran­ge­trie­bene Gluko­se­transfer ins Gewebe führt nicht nur zum Fett­einbau, sondern auch zu einem ernied­rigten Blut­zu­cker­spiegel (Gluko­se­spiegel), dadurch wiederum entsteht Hunger und oft zwangs­läufig eine größere Nahrungs­auf­nahme, der Teufels­kreis schließt sich.
Was wirklich dick macht bildlich ausge­drückt: Nicht der eiweiß- und fett­reiche Schwei­ne­braten, sondern die kohlen­hy­dratrei­chen Knödel bereiten den Einbau von Fett in die Speck­polster vor, sind die Kohlen­hy­drate jedoch komplex, sind sie viel schwerer abbaubar, das beglei­tende Fett wird über einen längeren Zeitraum als Ener­gieb­renn­stoff ins Blut und nicht als Reserve in die Fett­zellen abgegeben.

Auf eine kohlen­hy­dratreiche Mahlzeit reagieren die Gene in den Zell­kernen der Leber schnell und konse­quent, die soge­nannte mRNA (Messenger-Ribo­nu­kle­in­säure) der L-PK-Enzyme erhöht sich bis zum 100fachen, dies bedeutet, das 100mal mehr fett­ma­chende L-PK- Enzyme in den Eiweiß­fa­briken der Zellen herge­stellt werden, Sünden­bock ist auch Fruktose, der Frucht­zu­cker in allen süßen Früchten, immer spielt Insulin die Rolle des Befehls­ge­bers…

Das Abspecken verläuft immer in drei Stufen:

  1. Das Fett muß aus den Fett­zellen raus und ins Blut
  2. Das Fett muß aus dem Blut irgendwie in die Körper­zelle und in die Brenn­kammer verfrachtet werden
  3. Das Fett muß in diesem Ener­gie­ofen verheizt werden

Wenn nur eine einzige dieser drei Stufen des Fett­ab­baus nicht funk­tio­niert, kann man hungern, soviel man will — und hat trotzdem keine Chance, das Gewicht zu verlieren.

Süßes ist sinnlos

Beim Speichern von Glukose zu Glykogen gehen fünf Prozent des Kohlen­hy­drats verloren, bei der Umwand­lung von Glukose zu Fett sogar 28 Prozent. Es ist sinnlos, viel helle Teigwaren, Weißbrot, Kuchen, Zucker und Süßes zu essen sowie süße Getränke zu trinken, weil der Umwand­lungs­prozeß der darin enthal­tenen schnel­lös­li­chen Glukose zu Fett dem Körper sehr viel Energie raubt.
Beim Speichern zu Glykogen binden sich an jedes Gramm Glukose 2,7 Gramm Wasser. Bei einer kalo­ri­en­re­du­zierten Schlank­heits­diät wird sehr schnell zuerst diese Glukose samt Wasser verbraucht — der Gewichts­ver­lust an den beiden ersten Tagen ist deshalb beträcht­lich. Die Trigly­ze­ride in den Fett­zellen rund um den Bauch aber bleiben bei diesem Vorgang unberührt.
Diese Fett­zellen (Adipo­zyten) sind praktisch unbe­grenzt aufnah­me­fähig immer mehr Fett­mo­le­küle können sich in sie hinein­pressen. Dies ist deshalb von Bedeutung, weil nach neuen Erkennt­nissen die mensch­liche Fähigkeit zur Gluko­se­auf­nahme im Darm unglaub­lich hoch ist. Innerhalb von 24 Stunden können wir theo­re­tisch zehn Kilogramm Glukose — dies entspricht etwa 16 Kilogramm Spaghetti — verdauen. Weil solche Gluko­se­massen natürlich niemals als Sofort­en­ergie verheizt und auch nicht als Glykogen gespei­chert werden können, bilden Leber und Fett­ge­webe weitere Fett­mo­le­küle daraus. Auf diese Weise entstehen auch Chole­ste­rin­mo­le­küle mit geringer Dichte (VLDL = Very Low Density Lipo­pro­teins), die den Chole­ste­rin­spiegel drama­tisch erhöhen können.

6. Im fortgeschrittenen Alter entstehen in der Folge schwerwiegende Krankheiten

Kein Mensch kommt dann auf den Einfall, daß eine jahre­lange Fehl­ernäh­rung mit eine der Haupt­ur­sa­chen ist. Erst wenn das „Kind im Brunnen liegt” kommt ein Teil der Bevöl­ke­rung viel­leicht auf die Idee, es könnte ja an der Nahrung liegen. Und nun ist guter Rat teuer. Als junger Mensch rennen Sie mit der Gesund­heit dem Geld hinterher und im Alter müssen Sie wohl oder übel die ganze Sache umdrehen. Versuchen Sie einmal einen Jugend­li­chen was von Vorbeu­gung zu sagen, in den meisten Fällen wird dieses Thema verdrängt und ist nicht mal der Rede wert überhaupt darüber nach­zu­denken. Zum Beispiel Diabetes — Warum ist das so?

Wenn Insulin fehlt

Mit dem Eintritt von Gluko­se­mo­le­külen aus dem Nahrungs­brei Darms ins Blut geht die Ausschüt­tung des Hormons Insulin Bauch­spei­chel­drüse einher. Insulin schleust die Glukose zur Verbren­nung ins Zellin­nere. Fehlt Insulin (aufgrund einer Mangel­funk­tion der Bauch­spei­chel­drüse), dann verbleibt die Glukose im Blut; der Blut­zu­ckers steigt unauf­haltsam an, bis die Glukose bei einer Konzen­tra­tion von 180 Milli­gramm pro Deziliter Blut über den Urin ausge­schwemmt wird. Hiervon sind Zucker­kranke (Diabe­tiker) betroffen. Deren Körper­zellen nehmen aus Mangel an Insulin keine Glukose an, was sich verhee­rend aufs Gehirn auswirken und zum Koma führen kann. Aber auch ein Mangel an Chrom schränkt die Gluko­se­ver­wer­tung ein. Die Folge ist auf Dauer ein zu niedriger Blut­zu­cker­spiegel mit den Symptomen Müdigkeit, Nervo­sität und Gereizt­heit. Bioche­miker empfehlen deshalb Bierhefe, die viel Chrom enthält.
Nun ein paar Worte zur medi­zi­ni­schen Behand­lung. Leider wird mit der Gabe von Insulin nicht die Ursache beseitigt. Es scheint ein einträg­li­ches Geschäft zu sein, wenn man Millionen Diabe­tes­kranken mit diesen Stoff versorgen kann!
Auf die Idee (oder den Versuch) die Insu­lin­pro­duk­tion mit neben­wir­kungs­freien Natur­stoffen wieder anzu­kur­beln scheint von offi­zi­eller Seite kein Thema zu sein, es wird wahr­schein­lich nicht mal in dieser Richtung geforscht. Höchst­wahr­schein­lich sollen die Gene des Rätsels Lösung bringen, daß wird aber bestimmt eine sehr teuere Lösung, weil es eben auch an den Ursachen vorbei geht. Dabei gibt es eine Reihe von Beispielen mit positiven Ergeb­nissen, wie man den Zucker­stoff­wechsel bedeutend verbes­sern kann. Hier spielen aber eine ganze Reihe von Natur­stoffen eine ganz entschei­dende Rolle. Zu diesen Stoffen gehören z.B.: Vitamin C in verschie­denen Varianten, Vitamin E, B1, B2, B3 (Niacin u. Niacin­amid), B5, B6, B12, Biotin, Mg, Chrom, Folsäure, Inositol und Cholin. Das Problem dieser genannten Natur­stoffe ist, daß sie nicht paten­tierbar sind, sie sind zu billig um damit ein Geschäft zu machen. Gerade dieser Punkt ist für die große Masse der Bevöl­ke­rung schwer verständ­lich, daß verkraften die wenigsten, daß ausge­rechnet diese bekannten Stoffe eine gute Hilfe sein sollen! Wer hier mehr Infos wünscht, dem schicke ich kostenlos weitere Dokumente und Erfolgs­be­richte von betrof­fenen Personen.

7. Süße Werbung, aber mit bitteren Beigeschmack

Werbung ist in unserer Markt­wirt­schaft ein effek­tives und legitimes Mittel zur Absatz­stei­ge­rung. Aufklä­rung der Verbrau­cher über gesund­heits­schä­di­gende Wirkungen des Zuckers und die zunehmend bewußte Ernährung der Bevöl­ke­rung stehen im Gegensatz zu den Absatz­zielen der Zucker­in­dus­trie. Steigende Verwen­dung alter­na­tiver Süßungs­mittel in der Lebens­mit­tel­her­stel­lung gefährden zusätz­lich den Zucker­ab­satz. Die intensive Zucker­wer­bung ist durch diese Markt­si­tua­tion zu erklären.
Kein Verständnis finden jedoch Werbe­kam­pa­gnen, die verharm­lo­send ein quali­tativ frag­wür­diges und der Gesund­heit nicht dienendes Lebens­mittel anpreisen. An einem hohen Zucker­ab­satz sind eine Vielzahl von Verbänden, Verei­ni­gungen und Gemein­schaften inter­es­siert.

Interessengruppen für den Zuckerabsatz

  • Wirt­schaft­liche Verei­ni­gung Zucker (WVZ)
  • Bundes­ver­band der Deutschen Süßwa­ren­in­dus­trie
  • Bundes­ver­ei­ni­gung der Deutschen Ernäh­rungs­in­dus­trie
  • Arbeits­ge­mein­schaft Zucker
  • Gewerk­schaft Nahrung, Genuß, Gast­stätten
  • Bauern­ver­band
  • Raiff­ei­sen­ver­band
  • Centrale Marketing Gesell­schaft der deutschen Agrar­wirt­schaft (CMA)

Mit Hilfe dieser gemeinsam sehr finanz­kräf­tigen Zucker­lobby können die speziell für die Werbung zustän­dige Wirt­schafts­ver­ei­ni­gung Zucker” (WVZ) und die CMA (Centrale Marketing Gesell­schaft der deutschen Agrar­wirt­schaft) groß­an­ge­legte Kampagnen starten. Die Tatsache, daß fast 90% der Bevöl­ke­rung Werbung für infor­mativ halten, kommt ihnen hierbei zugute. So warben WVZ und CMA mit doppel­sei­tigen, farbigen Anzeigen in den größten deutschen Publi­kums­zeit­schriften mit dem einpräg­samen Slogan „Ohne Zucker wär das Leben halb so süß”. In über­re­gio­nalen Tages­zei­tungen wird in einer mehr­tei­ligen Serie „Was man über eine gesunde Ernährung wissen muß” sehr geschickt für den Zucker geworben. In diesen Anzeigen wird Zucker als „wert­volles und wichtiges Grund­nah­rungs­mittel” darge­stellt. Inzwi­schen ist hinrei­chend bekannt, daß der Mensch keines­wegs auf den aus Nahrungs­pflanzen isolierten Haus­halts­zu­cker ange­wiesen ist, also wichtig” für die Gesund­heit ist er bestimmt nicht. Zucker ist auch kein unent­behr­li­ches Grund­nah­rungs­mittel, wie es früher in der Werbung hieß. Denn: ohne Zucker wäre es besser um unsere Gesund­heit bestellt. Es sollte deshalb versucht werden, durch gezielte Aufklä­rung den Zucker­konsum sinnvoll und drastisch zu redu­zieren. Daß die Werbung teilweise aus öffent­li­chen Mitteln finan­ziert wird (zum Beispiel CMA), ist eine besondere Ironie unserer Konsum­ge­sell­schaft.

Wie so oft in der Werbung scheut sich auch die Zucker­wirt­schaft nicht, besonders Kinder anzu­spre­chen. An Grund­schulen wurden eine Million Stun­den­pläne mit kind­ge­mäßer Infor­ma­tion zum Thema Zucker verteilt. Für Jugend­liche wurden zum Beispiel Kett­car­rennen unter dem Motto „Komm in Schwung mit Zucker” veran­staltet. Im Rahmen der Öffent­lich­keits­ar­beit werden in Ausstel­lungen, Symposien und Tagungen Gele­gen­heiten genutzt, für neue zucker­hal­tige Produkte zu werben. Noch schlimmer ist das Bäcker­auto, was täglich vor vielen Schulen einen präch­tigen Umsatz macht.

Diese Werbung, die mit Millio­nen­auf­wand den Verbrau­chern einreden will, Zucker sei ein wert­volles und wichtiges Nahrungs­mittel, ist abzu­lehnen. Sie wirkt allen seriösen Bemü­hungen einer fundierten Ernäh­rungs- und Gesund­heits­auf­klä­rung entgegen und trägt erheblich zur weiteren Verun­si­che­rung der Verbrau­cher bei.

4. Resümee zur Zuckerschwemme

Kaum ein Lebens­mittel wird heute so kontro­vers disku­tiert wie der Zucker. Zucker nimmt in unserer Ernährung eine ernäh­rungs­phy­sio­lo­gisch unge­recht­fer­tigt beherr­schende Stellung ein. Neben ernäh­rungs­phy­sio­lo­gi­schen Aspekten dürfen bei der Bewertung des Zuckers aber ökono­mi­sche und ökolo­gi­sche Aspekte nicht vergessen werden. In einer so viel­schich­tigen Proble­matik sind immer unter­schied­liche Inter­essen vertreten, für die ein gemein­samer Konsens nicht zu erwarten ist.

Die Menschen lieben offen­sicht­lich das Süße und den Zucker. Er wird als etwas Alltäg­li­ches und Vertrautes angesehen, als ein Produkt, über das man sich keine weiteren Gedanken zu machen braucht, zu dem aber grund­sätz­lich eine positive Meinung vorherrscht. Aus der Vorliebe für „süß” hat sich die hohe Nachfrage nach Zucker entwi­ckelt. Erfah­rungen zeigen jedoch, daß das Bedürfnis nach Zucker durchaus verrin­gert werden kann.

Auch übli­cher­weise gesüßte Nahrung kann ohne Zucker schmack­haft sein oder ungesüßt überhaupt erst schmack­haft werden. Ohne Zucker kann der natür­liche Geschmack der Nahrung entfaltet werden.

Der hohe Zucker­konsum brachte eine erheb­liche Verschie­bung in der Kohlen­hy­drat­auf­nahme mit sich. Kohlen­hy­drate wie Stärke und Ballast­stoffe, die nur langsam oder gar nicht verdaut werden, wurden durch leicht verdau­liche Kohlen­hy­drate, den Zucker, verdrängt. Das Resultat ist eine für viele Menschen zwar wohl­schme­ckende, aber ungesunde Kost. Die gesund­heits­schä­di­gende Wirkung dieser Ernäh­rungs­weise wird von vielen erst erkannt, wenn die Folgen nach lang­fris­tigem Konsum eintreten. Daher ist es verant­wor­tungslos, die Augen vor den Schäden des Zuckers zu verschließen.

Viele ernäh­rungs­ab­hän­gige Krank­heiten stehen in Zusam­men­hang mit einem zu hohen Zucker­konsum. Die Über­las­tung des Blut­glu­cose- und Insu­lin­spie­gels sind Faktoren für das vermehrte Auftreten von Diabetes mellitus. Arte­rio­skle­rose, Fettsucht und Zahn­ka­ries zählen zu den am häufigsten auftre­tenden Erkran­kungen, die auch unser Gesund­heits­wesen außer­or­dent­lich belasten. Gerade wegen der ernäh­rungs­ab­hän­gigen Krank­heiten können die Verbrau­cher bei der Ernährung selbst Einfluß nehmen, um die Gesund­heit zu schützen.

Weil der Einfluß der Zucker­aus­tausch­stoffe und Süßstoffe auf die Gesund­heit noch ungeklärt ist, sollte man sie weit­ge­hend vermeiden. Ein gerin­gerer Verbrauch dieser Süßungs­mittel und des Zuckers ist nur möglich, wenn man sich an weniger Süßes gewöhnt. Gleich­zeitig sollte der viel­fäl­tige Geschmack unserer Nahrung in den Vorder­grund gestellt werden.

Ernäh­rungs­ge­wohn­heiten, die sich über Gene­ra­tionen verfes­tigt haben, können aber nicht von heute auf morgen verändert werden. Deshalb sind lang­fris­tige Maßnahmen zur Redu­zie­rung des Zucker­ver­brauchs erfor­der­lich. Intensive Aufklä­rung des Verbrau­chers, die schon im Klein­kind­alter beginnen sollte, kann auf Dauer gesehen den Zucker­konsum am sinn­vollsten begrenzen.

Wich­tigstes Ziel der Ernährung ist die optimale Versor­gung des Körpers mit allen lebens­not­wen­digen Nahrungs­in­halts­stoffen, in der diese Süßungs­mittel keine Rolle spielen. Ziel der Ernäh­rungs­be­ra­tung ist die Aufklä­rung über eine vernünf­tige Lebens­mit­tel­aus­wahl, mit der auch ohne Zucker auf Freude am Essen nicht verzichtet werden muß.

Obgleich vielen Verbrau­chern die Zusam­men­hänge zwischen Ernährung und Gesund­heit bekannt sind, ist es für viele nicht einfach, die tägliche Ernährung entspre­chend umzu­stellen. Von daher ist eine Aufklä­rung der Verbrau­cher in Ernäh­rungs­fragen nach wie vor äußerst wichtig und damit auch in den Schulen das entspre­chende Wissen vermit­telt wird.

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