Zucker die süße Sucht

Entnommen aus Warum braucht unsere Gesellschaft Gesundheitsaufklärung?

  1. Warum verfallen Millionen Menschen so schnell diesen Genußmittel?
  2. Die Vorteile
  3. Die Nachteile
  4. Resümee (Nutzen für die Industrie)

1. Warum verfallen Millionen Menschen so schnell diesen Genußmittel?

Das Dilemma fängt schon in frühesten Kinderjahren an (schon Babynahrung ist gesüßt). Man gibt kleinen Kindern Naschereien und erzieht Sie damit regelrecht zur Zuckersucht. Dieser süße Kick wird nach kurzer Zeit das normalste auf der Welt. Wenn man dann solche Leute (auch Ältere) anspricht, verstehen sie die Welt nicht mehr und wollen auf keinen Fall mehr auf diese Süße Nahrung verzichten. So, oder ähnlich ist es bei den meisten gelaufen, sie kommen nie wieder los, da auch oft das Wissen über Spätfolgen fehlt. Unser großes Problem mit dem Zucker liegt darin, daß wir zuviel davon essen und es oft gar nicht wissen. (verborgenem Zucker). Viele zum Süßen verwendete Stoffe können als Zucker eingestuft werden, wenn sie auch anders heißen mögen. Wenn auf einer Nahrungsmittelverpackung Saccharose an dritter Stelle der Zutaten steht, Sirup an fünfter und Honig an siebter, dann macht man sich gar nicht klar, daß man etwas ißt, das aus rund 50 Prozent Zucker besteht. Einen besonders negativen Anteil hat die tägliche Zuckerwerbung für alle möglichen Produkte. Diese irreführende Zuckerwerbung, die in geschickter Weise den Menschen mit pseudowissenschaftlichen (angenommenen) Argumenten pausenlos eingeredet wird, daß der Genuß von viel Fabrikzucker oder anderen Zuckerprodukten gesund sei, je mehr um so besser. Die allgemein geübte Geflogenheit führte zu einer Beruhigung des Gewissens und ließ schließlich den Gedanken gar nicht mehr aufkommen, daß daran etwas nicht stimmen könnte. Die uniformierte Masse der Menschen glaubt heute tatsächlich an die gesundheitsfördernde Wirkung des Fabrikzuckers, am Ende mehr dazu.

Ein weiteres Problem der verborgene Zucker. Die bedeutendste Quelle dafür ist die Stärke. Als Nahrungsmittel kommen hier Kartoffeln, Mais, Süßkartoffeln, Erbsen, Bohnen und Bananen in Frage. Als weitere Quelle kommen Fette hinzu. Alle Fette bestehen zu etwa 10 % aus Glyzerin, das im Körper in Zucker umgewandelt werden kann. Zitronensäure aus Orangensaft, Milchsäure aus Buttermilch, Apfelsäure aus Äpfeln können im Körper in Glykogen umgewandelt und später als Zucker freigesetzt werden. Und kaum jemand kennt die Zusammenhänge, weil es z.B. das Fach Ernährungslehre in der Schule nicht gibt.

2. Die Vorteile

Die nehmen sie oft nicht bewußt war, hier ist es mehr das Gefühl, was ihnen sagt, wieder für Nachschub zu sorgen. Eine weitere Schwierigkeit liegt darin, daß der Fabrikzucker eine Sonderstellung einnimmt: Er ist sowohl ein Nährstoff wie ein Genußmittel. Hier nun die Vorteile, mancher Vorteil wirkt aber nur sehr kurzfristig:

  1. Glukose wirkt beruhigend
  2. Lindert Angstzustände und Streß (die Menge von zweieinhalb Eßlöffel weißen Zucker langt völlig oder 60g Schokolade)
  3. Führt zu Entspannung und Schlaf (oder 30g reine Kohlenhydrate reichen im allgemeinen aus), weil er die Biosynthese von Serotonin fördert
  4. Steigert bei manchen Menschen die Konzentration
  5. Wirkt als Antidepressivum
  6. Zucker tötet Bakterien ab
  7. Heilt Wunden

Erläuterungen zu diesen 7 Punkten:

Zucker im Gehirn:

Die Legende behauptet, Süßigkeiten würden Zucker in Ihr Blut pumpen und Ihnen so zu mehr Energie verhelfen. Die Wahrheit ist, daß es so gut wie nichts mit Ihrer Stimmung oder Energie zu tun hat, wieviel Zucker Sie im Blut haben. Das haben Hunderte von Experimenten am Massachusetts Institute of Technology ergeben. Wie Sie sich geistig fühlen, hat nichts mit dem Blutzuckerspiegel zu tun, sondern mit chemischen Vorgängen im Gehirn. Und Nahrung mit Zucker löst einen Prozeß physiologischer Veränderungen aus und erzeugt einen chemischen Stoff im Gehirn, der beruhigt, statt die Energie zu steigern.

Durch das Essen von Zucker oder anderen Kohlenhydraten steigt das Insulin im Blut und löst die Produktion einer größeren Menge eines chemischen Stoffes namens Tryptophan (essentielle Aminosäure) aus. Das Tryptophan eilt ins Gehirn und produziert dort Serotonin – einen Neurotransmitter, der als beruhigender chemischer Stoff bekannt ist. Und je mehr Tryptophan ins Gehirn kommt, desto mehr Serotonin kann hergestellt werden. „Als Folge davon werden Sie sich weniger angespannt fühlen, weniger nervös, konzentrierter und entspannter“, sagt Dr. Judith Wurtman, eine führende Forscherin am Massachusetts Institute of Technology auf diesem Gebiet.

Die richtige Zuckerdosis, sagt sie, lasse sich ziemlich genau feststellen. Wer sich ruhiger fühlen will, braucht etwa 30 Gramm reine Kohlenhydrate; das sind umgerechnet etwa 2 1/2 Eßlöffel Zucker oder 60 Gramm Süßigkeiten. Menschen mit 20 Prozent Übergewicht brauchen etwas mehr – ein Drittel oder die Hälfte zusätzlich. Tests zeigen, daß mehr als die Minimaldosis die Anspannung weder schneller noch besser lindert und auch nicht schneller oder besser einschläfert. Beim Heben des Serotoninspiegels zählen die ersten Löffel Zucker, die geschluckt werden.

Bei manchen Menschen wirkt Zucker als Antidepressivum. Experten haben festgestellt, daß Menschen mit niedrigen, vom Zucker beeinflußten Serotoninwerten im Gehirn zu Depressionen neigen, die so schwer werden können, daß sie sogar bis zum Selbstmord führen. Dr. Norman Rosenthal vom National Institute of Mental Health hat eine Gruppe von Menschen untersucht, die an einer jahreszeitlich bedingten Depression leiden, die offenbar durch den Rückgang des Tageslichts in den Wintermonaten verursacht wird. Dr. Rosenthal glaubt, der Lichtmangel senke bei Menschen, die für diese Störung anfällig sind, den Serotoninspiegel im Gehirn. Im Versuch, das Serotonin anzuheben und die Depression zu bekämpfen, sagt Dr. Rosenthal, äßen viele der Betroffenen „als eine Art Selbstmedikation“ in den dunklen Monaten große Mengen von Kohlenhydraten.

Frau Dr. Wurtman führt aus, daß der Mechanismus von Zucker tatsächlich ähnlich zu wirken scheint wie der von Antidepressiva. „Vielleicht verstärken Kohlenhydrate genau wie die meisten Antidepressiva die serotoninabhängige Neurotransmission“, stellt sie fest. Bei manchen Bevölkerungsgruppen gehen die Selbstmordraten zurück, wenn der Verzehr von Kohlenhydraten steigt. Und Autopsien von Selbstmördern zeigen häufig niedrigere Serotoninspiegel im Gehirn.

Süße Wunden

Wie Honig ist Zucker eine phantastische Wundheilsubstanz. Dr. Richard A. Knutson, ein Chirurg am Delta Medical Center in Greenville, Mississippi, hat dreitausend Patienten mit Verbrennungen, Magengeschwüren, Platzwunden, Schußwunden, offenen Brüchen und nach Amputationen mit „einer nahezu vollkommenen Erfolgsrate“ mit Zucker behandelt. In vielen Fällen wirkte Zucker, wo Antibiotika versagten, sagt er, und war besonders erfolgreich bei Verbrennungen. Anfangs habe er befürchtet, daß Zucker das Bakterienwachstum fördere, sagte er, aber genau das Gegenteil sei der Fall gewesen: Zucker habe Infektionen schnell unterdrückt.

Zucker wird in der modernen Medizin allgemein zur Beschleunigung von Wundheilungen (Honig) verwendet – in Großbritannien, Israel, Deutschland und vor allem in Argentinien. Ein Team in Buenos Aires unter der Leitung von Dr. Leon Herzsage setzte für die Wunden von 120 Patienten Zucker ein, nachdem die herkömmliche Behandlung fehlgeschlagen war. Die Erfolgsrate lag bei 69 Prozent.

3.Die Nachteile – überwiegen bei weiten die Vorteile.

Das schwierige dabei ist der lange Zeitraum, ehe die Schäden des Zuckerkonsums sichtbar werden (etwa 20 Jahre). Dem Normalbürger ist das aber in den meisten Fällen egal. Die schnelle Wirkung (siehe Vorteile) ist für die meisten Leute unbewußt das wichtigste und so tappen Millionen in die Zuckerfalle.

Zucker ein schlimmer Nährstoffräuber, die Auswirkungen sieht man an Millionen Diabeteskranken:

  • Schon bei der industriellen Produktion von Zucker werden viele lebenswichtige Stoffe entfernt, so zum Beispiel Ballaststoffe. Gerade der Mangel an diesen Stoffen wirkt sich sehr Nachteilig in Sachen Blutzuckerspiegel aus.
    Unsere Körperzellen und ihr Nährstoffbedarf haben sich in einen langen Zeitraum nur geringfügig verändert. So kommt es, daß ein Mangel an B-Vitaminen die Körperzellen auszehrt, alt und krank macht, schließlich sogar tötet. Wer da noch gern Zucker oder Süßigkeiten bzw. süße Getränke zu sich nimmt, opfert die allerletzten kläglichen Reserven an B-Vitaminen, um diesen Zucker wieder abzubauen.
  • Weil Zucker die Darmflora massiv schädigt und verändert, fehlt dann auch die eigene Produktion von B-Vitaminen durch die Darmbakterien.
    Durch die industrielle Verfeinerung von zahlreichen Lebensmitteln werden die so wichtigen B-Vitamine häufig entfernt. Dadurch kommt es zu einer Fülle von Vitamin-B-Mangelerscheinungen, die sich in ergrauten Haar, Haarausfall bis hin zu Depressionen zeigen. Auch Alkohol oder übermäßiger Kaffee- oder Teegenuß frißt dann zusätzlich die B-Vitamine aus unserem Körper.

    1. Vitamin B1
      Unerachtet der Tatsache, daß diese Mangelsymptome zahlreich und vielfältig sind, hat Vitamin B1 im wesentlichen nur eine Funktion. Als Teil eines Enzyms, wirkt es bei der Umwandlung von Glukose (Traubenzucker) in Energie oder Fett mit. Während des Zuckerabbaus im Rahmen der Energieproduktion werden Brenztraubensäure und Milchsäure gebildet. Durch Vitamin B1-haltige Enzyme wird Brenztraubensäure schnell weiter zu Kohlendioxyd und Wasser gespalten. Milchsäure wird für den Aufbau von Glykogen verwendet. Bei Vitamin-B1-Mangel können diese Reaktionen nicht stattfinden, und die Säuren bleiben als solche in den Geweben erhalten. Es kommt zu Anhäufungen besonders im Gehirn, in den Nerven, im Herzen und im Blut. Später werden sie im Urin ausgeschieden. Die Freisetzung von Energie aus Zucker verlangsamt sich, da nur noch halbverbrannter Zucker oder Fett als Energiequelle zur Verfügung stehen; dazu kommt, daß die Säuren in den Geweben eine Reizwirkung ausüben. Da die Energiefreisetzung aus Fett allein nicht wirkungsvoll genug ist, ist die Folge davon Müdigkeit, Lustlosigkeit und Schlaffheit im ganzen Körper.

      Vitamin B1 (Thiamin) ist ein wichtiges Nervenvitamin , auf das die Nervenzellen oft verzweifelt warten, es ist besonders reichlich im Weizenkeim, in Bierhefe, in Kleie, Melasse und in allen Vollkorn und im Naturreis enthalten. Im Darm wird es besonders schnell aufgenommen und dann sofort übers Blut zur Leber verfrachtet, wo es zusammen mit dem Spurenelement Mangan und speziellen Proteinen (Eiweißstoffen) Enzyme bildet. Milliarden und Billionen solcher Enzyme spalten dann in Akkordarbeit rund um die Uhr die Kohlenhydrate in der Nahrung zu Glukose. Im Gegensatz zu allen anderen Körperzellen (die auch Fett und Eiweiß zu Energie verwerten können) sind Gehirn- und Nervenzellen heikel. Sie akzeptieren nur Glukose, lassen z.B. Fettmoleküle gar nicht ins Zellinnere. Wenn Nervenzellen nicht ihre stündliche Ration an Glukose (auch Blutzucker genannt) bekommen, quellen sie in dem Bemühen auf, über mehr Außenfläche Kontakt zu zusätzlichen Arteriolen, den allerwinzigsten Blutgefäßen, zu bekommen, aus denen sie die kostbare Nahrung saugen können. Verhängnisvoll wirkt sich dann aus, daß bei vergrößerten Nervenzellen die Glukoseverwertung um bis zu 60 Prozent zurückgeht. Die schützende sogenannte Myelinschicht der Nervenzelle dehnt sich aus und verliert ihre natürliche Konsistenz und Viskosität. Das ist der ganz bestimmte Flüssigkeitsgrad, den das darin enthaltene Cholesterin und die Phosphor- und Eiweißstoffe haben müssen. In dem Fall hat man dann plötzlich die „bloßliegenden“ reizbaren Nerven. (Erkennung – Kribbeln in Armen und Beinen)

      Erhalten Menschen mit Vitamin-B1-Mangel das Vitamin verabreicht, so wirkt es manchmal geradezu dramatisch, wie schnell die Müdigkeit verschwindet. Oft rufen diese Leute voller Erstaunen: „Ich kann zweimal soviel arbeiten, ohne müde zu werden.“ Bei einem Experiment bekamen Versuchspersonen täglich eine minimale Menge Vitamin B1. Später verdoppelte und verdreifachte man diese Menge und prüfte die Arbeitsleistung durch Gewichtheben. Es stellte sich heraus, daß die Leute zuerst zweimal und dann dreimal soviel arbeiten konnten, ohne müde zu werden.

      Es gibt zwei verschiedene Gründe für Persönlichkeitsveränderungen und Symptome wie Depressionen, verwirrtes Denken und Vergeßlichkeit bei unzureichender Zufuhr von Vitamin B1. Erstens empfangen die Gehirnzellen ihre Energie ausschließlich aus Zucker, und Glukose kann ohne Vitamin B1 nicht in Energie umgewandelt werden. Zweitens wirkt die Anhäufung von Brenztraubensäure und Milchsäure in den Gehirnzellen giftig. In einem Krankenhaus in Philadelphia wandte man eine Reihe von psychologischen Testverfahren bei Leuten an, die eine Kost erhalten hatten, der sämtliche B-Vitamine fehlten, und zwar in drei Phasen: zunächst unmittelbar anschließend an die Mangeldiät, dann nach Zulage von Vitamin B1 und schließlich nach Verabreichung aller B-Vitamine. Die Injektion von Vitamin B1 erbrachte eine gewisse Besserung in der Klarheit und Schnelligkeit des Denkens, der Merkfähigkeit, der Voraussicht und des Urteilsvermögens. Nach der Gabe von B-Vitaminen aus natürlichen Quellen war die Besserung wesentlich eindrucksvoller. Leider blieb die Intelligenz an sich unter allen drei Versuchsbedingungen gleich.

      Der Mangel an Vitamin B1 bewirkt weiterhin Störungen der Verdauungsfunktionen, die über eine Reihe von Wirkungsmechanismen laufen. Da die Energieproduktion daniederliegt, verlangsamen sich die Muskelkontraktionen von Magen und Darm. Die Speisen können nicht mehr ausreichend mit Verdauungssäften und Enzymen vermischt werden, und das vorverdaute Essen kommt nicht genügend in Kontakt mit der absorbierenden Oberfläche, von wo aus die Nährstoffe ins Blut gelangen. Wenn die Magensäure teilweise oder ganz ausfällt, können verschiedene Vitamine zugrunde gehen, Proteine werden unvollständig verdaut und viele Mineralien nicht aufgelöst. Ein aufgetriebener Leib und Blähungen sind daher unvermeidlich. Wenn jetzt nicht eingegriffen wird, sind noch schwerere Störungen zu erwarten.

      Bei verminderter Energieproduktion werden die Kontraktionen des Dickdarms so schwach, daß die Abfälle länger im Darm verweilen, als sie sollten. Eine wichtige Aufgabe des Dickdarms ist, durch Resorption Wasser zu sparen. Bleibt der Darminhalt jedoch zu lange im Darm, entsteht daraus eine Verstopfung; sie läßt sich jedoch durch, eine Ernährung mit genügend B-Vitaminen beheben. Sieht man von Durchfällen oder schweren psychischen Störungen ab, ist der Stuhlgang ein brauchbarer Hinweis auf das Funktionieren der Energieproduktion. Eine Verstopfung stellt sich ein, wann immer die Energieproduktion ihrem Sollwert nicht entspricht. Wird die Energie aber ordnungsgemäß produziert, laufen auch die Ausscheidungsvorgänge normal ab.

      Die Unfähigkeit des Körpers, Zucker ohne Vitamin B1 zweckmäßig zu verbrennen, kann auch Störungen der Herztätigkeit zur Folge haben. Da das Herz von der Geburt bis zum Tode pausenlos arbeiten muß, ist es auf dauernde Energiezufuhr angewiesen. Bei leichtem Mangel kann der Ruhepuls bis auf 50 oder sogar 40 Schläge pro Minute absinken, statt der normalen 72. Nimmt der Vitaminmangel zu, wechselt der Puls zwischen langsamem Tempo bei Ruhe und schnellem bei Anstrengung. Schließlich bleibt er schnell und erreicht manchmal 180 Schläge oder mehr pro Minute. Reizung des Herzmuskels durch angesammelte Milchsäure und Brenztraubensäure hält man für die Ursache des schnellen Herzrhythmus wie auch der Vergrößerung der Herzsilhouette.

      Eine besonders gefährliche Folge des Vitamin-B1-Mangels ist die Neigung zu Neuritiden oder Nervenentzündungen.
      Gehirnzellen sind auch die Nervenzellen besonders anfällig gegenüber einem Mangel, da auch sie ausschließlich »Zuckerverbrenner« sind, das heißt, ihre Energieversorgung nur über Zucker beziehen. Nervenentzündungen, wie sie als Trigeminusneuralgie, Gürtelrose, Ischias oder Hexenschuß in Erscheinung treten, sind charakterisiert durch eine gleitende Skala von Schweregraden, die bei einem Taubheitsgefühl beginnt und bei unerträglichen Schmerzen längs der Nervenbahnen endet. Man hielt diese Nervenschmerzen zunächst für die Folge von Säureansammlungen, später für den Effekt einer unmittelbaren Schädigung der Nervenzellen.
      Weder Menschen noch Versuchstiere zeigen bei Vitamin-B1 -Mangel alle diese Mangelsymptome. Die Mangel variieren in unzähligen Graden von einem Individuum zum andern; ja sogar bei der gleichen Person von einem Tag zum andern. Gleichwohl sieht man dieselben Symptome sowohl bei Menschen wie bei Tieren immer wieder.

    2. Vitamin C
      Ascorbinsäure konkurriert mit Glukose, also mit Kohlenhydraten, um dieselben Landeplätze an den Körperzellen. Wer also viel Zucker, Süßigkeiten, süße Getränke oder auch Spaghetti oder Kuchen ißt, pumpt eher Glukose in die Zellen als Vitamin C. Deshalb erkälten sich Süßigkeitenfans häufiger als Menschen, die Zucker meiden. Deshalb ist es auch ist auch völlig sinnlos Zucker mit Vitamin C anzubieten, in dem Fall wird das Vitamin ungenutzt ausgeschieden, diese Zusammenhänge sind den wenigsten Leuten bekannt. Auch die Werbung hat hier viel Schuld, denn es ist ja wichtig das die süße Nahrung aufgewertet wird.
      Vitamin C spielt in der Körperzelle übrigens auch selbst den Notarzt. Es kann verbrauchte oder zerstörte Vitamin- E-Moleküle wieder zusammenflicken. Mit anderen Worten, bei einem Mangel an Vitamin C kommt auch das Vitamin E schlechter weg.
      Vitamin C Mangel führt zu einer Überzuckerung der Körperzellen und zu deren Funktionsausfall. In den Gefäßwänden führt dies zur Bildung von atherosklerotischen Ablagerungen, was man ja wiederum bei Millionen Bürgern nachweisen kann. Sie brauchen sich nur die Krankenstatistiken ansehen.
    3. B-Vitamin Biotin
      Eine gesunde Darmflora dank Biotin

      Schon die geringste Störung, z. B. ein Glas scharfer Schnaps, ein Stück Würfelzucker oder eine Tablette eines Antibiotikums, kann diese Ordnung empfindlich stören und zu einem kleinen Chaos führen. Dann funktioniert die Biotin-Produktion schon nicht mehr ganz so perfekt.
      Weil unsere Darmschleimhaut unendlich viele Falten und Zotten hat, ist ihre eigentliche Oberfläche ziemlich groß, etwa so groß wie ein Tennisplatz. Darauf haben sich rund eine Billiarde Mikroorganismen angesiedelt, die zusammen ungefähr soviel wiegen wie die Leber (etwa drei Pfund) und auch ungefähr die gleiche Stoffwechselleistung vollbringen. Eine gesunde Darmflora bildet ein uneinnehmbares Abwehrbollwerk gegen Krankheitserreger. Gleichzeitig produziert sie Vitamine wie Biotin oder Vitamin K und liefert Energie für die Darmschleimhaut.
      Wer sich aber mit Vorliebe von Currywurst mit Pommes, Cremespeisen, Dosengerichten, Kuchen, fettem Fleisch mit Klößen oder Knabbergebäck oder anderen Süßwaren ernährt, richtet seine Darmflora innerhalb von sechs Wochen zugrunde. Alkohol-, Nikotin- und Tablettenmißbrauch geben dem Darin dann noch den Rest. Die von der Natur so faszinierend komponierte Welt tausender Typen von Mikroorganismen ist vernichtet. Es ist nicht anders, als würde man dem prachtvollen Biotop eines Waldes, mit all seinen unterschiedlichen Bäumen, Sträuchern, Kräutern, Blumen, dem Moos und all seinen winzigen. kleineren und großen Tieren, sechs Wochen lang alle Nährstoffe entziehen und es außerdem noch mit ätzender Säure übergießen. Was übrigbleibt, kann sich jeder selbst ausmalen.
      Eine zerstörte Darmflora erkennt man am besten an Verdauungsproblemen wie Durchfall oder Verstopfung, Blähungen, Mundgeruch Haarausfall, Hautproblemen und einem üblen Stuhlgeruch. Die Biotin-Moleküle, die aus einer solchen Darmschlinge noch ins Blut gelangen, muß man schon mit der Lupe suchen.
      Weil ein kaputter Darm und schlechte Essensgewohnheiten dick machen, flüchten viele Frauen und Männer in eine Schlankheitskur mit der Folge, daß sich nun nicht mal mehr in der Nahrung das wichtige Biotin findet. Eine reine Obstdiät enthält oft überhaupt kein Biotin, eine Kartoffel- oder Fleischdiät ebensowenig. Wer einer speziellen Eidiät folgt und drei Tage lang nur das Weiße vom Ei in roher Form ißt, verliert schlagartig alles Biotin im Darm, weil das im Eiklar enthaltene Avidin (eine aus Eiweiß und Kohlenhydraten bestehende Schutzsubstanz) die jeweils vierfache Menge Biotin zerstört.Biotin spielt nach neuen Erkenntnissen beim Glukose-, also beim Kohlenhydratstoffwechsel, eine große Rolle, vor allem beim ersten Stoffwechselschritt. Da wirkt es nämlich mit dem Bauchspeicheldrüsenhormon Insulin zusammen. Außerdem kurbelt Biotin selbständig die sogenannte Glukokinase an, es ist praktisch der Anlasser, der den Glukosestoffwechselmotor in Gang setzt. Glukokinase entsteht ausschließlich in der Leber, dem Lagerplatz von Biotin. Dies ist besonders für Diabetiker wichtig und interessant, deren Konzentration von Glukokinase in der Leber niedrig ist. Wissenschaftler haben durch Extragaben von Biotin (16 Milligramm pro Tag) den Glukosestoffwechsel von Zuckerkranken erheblich verbessert.

      Biotin ist auch maßgeblich am Aufbau von Glykogen beteiligt, den in Leber und Muskeln gespeicherten Kohlenhydraten; außerdem am Abbau dieser Speicherdepots und bei der sogenannten Glukoneogenese, bei der 16 der insgesamt 22 Aminosäuren (Eiweißbausteine) zu Glukose umgewandelt werden können. Dieser Vorgang ist für einen stabilen Blutzuckerspiegel ebenfalls außerordentlich wichtig. Ein zu niedriger Blutzuckerspiegel, Mediziner sagen dazu Hypoglykämie, ist die neue Volkskrankheit, von der fast schon jeder zweite von uns entweder ständig oder sporadisch betroffen ist. Unsere Gehirn- und Nervenzellen akzeptieren nur Glukose, also Blutzucker, als Energienahrung. Deshalb muß der Blutzuckerspiegel ständig auf einem bestimmten Niveau bleiben, am besten zwischen 80 und 100 Milligramm Glukose pro 100 Milliliter Blut. Bei nur noch 60 Milligramm werden wir nervös, gereizt, ängstlich, müde. Bei 40 Milligramm quält uns morgens beim Aufstehen nur noch die Frage, wie man diesen Tag überstehen kann. Bei einem Spiegel von 30 Milligramm sind wir unfähig. die Herausforderungen des Alltags zu meistern. Ein einziger, eigentlich harmloser Konflikt, ein einziges Nein kann zum Nervenzusammenbruch führen.

      Weil Frauen nur rund 300 Gramm Glukose speichern können (bei Männern sind es 400 Gramm), sind die Reserven bei Frauen schneller erschöpft. Der Blutzuckerspiegel sinkt rascher, und Frauen werden deshalb schneller nervös oder auch depressiv und leiden öfter unter Schlafstörungen als Männer. (Das ist auch ein Grund, warum Frauen sehr schnell und sehr gerne zu Süßigkeiten greifen)

      Dies alles sind Gründe, auf ausreichende Zufuhr von Biotin zu achten. Das Vitamin hat übrigens noch andere Aufgaben. Es hilft bei der Verwertung von Eiweiß und ist im Stoffwechsel ein wichtiger Verbündeter anderer B-Vitamine wie Folsäure, Pantothensäure und Vitamin B 12. Außerdem hilft es beim Aufbau von Fettsäuren und bei der Fettverbrennung mit. Durch diese Aussagen können Sie bestimmt auch besser mit dem Zuckerkonsum umgehen.

    4. Mineralstoff Kalzium
      Es ist sehr schade, daß man den meisten handelsüblichen Joghurtsorten so viel starkgezuckertes Obst zusetzt. Joghurt ist zwar eine ausgezeichnete Kalziumquelle, aber dieses Mineral kann nur in „saurem Milieu“, das heißt, wenn die gesamte, dem Verdauungssystem angebotene Flüssigkeit sauer reagiert, absorbiert werden.
      Zucker jedoch regt den Fluß alkalischer Verdauungssäfte so stark an, daß dadurch die Aufnahme von Kalzium zum grüßten Teil verhindert wird.
      Im übrigen enthält der Naturjoghurt doppelt soviel Kalzium, Proteine und Vitamin B2 wie handelsüblicher. Familien, die ihren eigenen billigen Joghurt herstellen, essen meist vielmehr davon und tun demzufolge bedeutend mehr für ihre Gesundheit, als wenn sie jeden Becher Joghurt kaufen müßten. Warum nun ein großer Teil der Bevölkerung unter Kalziummangel leidet, wird durch solche Aussagen verständlicher.
      Die Entkalkung der Kieferknochen, wie sie Röngenbilder von Zähnen zeigen ist wahrscheinlich ein Indiz dafür, wie das übrige Knochensystem beschaffen ist.
    5. Spurenelement Chrom
      Chrom, ein Spurenelement, das für Produktion und Stoffwechsel von Glucose und Insulin unerläßlich ist, also ein wesentlicher Bestandteil für die Zuckerverwertung. Insulin allein ist wirkungslos, erst durch die natürliche Chromverbindung wird es effizient vom Körper verwertet.

      Als ausgesprochener Chrom-Räuber stellt sich unser Industriezucker dar. Chrom ebnet dem Bauchspeicheldrüsenhormon Insulin den Weg beim Einbau von Glukose zwecks Verbrennung in die Zelle. So tankt der Körper rasch Energie. Ohne Chrom hingegen wird die unverwertete Glukose zu Fett umgewandelt und in die Speckpolster an Bauch, Hüften, Po und Oberschenkeln eingelagert. Besonders wirksam wird Chrom, wenn es eine Verbindung mit dem B-Vitamin Niacin eingeht. Man fast es auch als GTF-Chrom-Niacin-Komplex zusammen. Die wirksamen Chromverbindungen heißen dann: Chrom-Polynicotinsäure oder Chrom-Polynicotinat. Zusammenfassend kann man sagen, daß ohne Chrom die Energieproduktion sehr plötzlich zum Stillstand kommen kann. Nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit werden Insulin und GTF in Ihren Blutkreislauf ausgeschieden, um den Glucosestoffwechsel zu erleichtern. GTF-Chrom ist dafür verantwortlich, Insulin an die Zellmembranrezeptoren zu binden. Insulin ist dafür verantwortlich, Glucose in die Zelle hineinzutransportieren, in der Glucose in Energie umgesetzt wird. Aufgrund des vom GTF vermittelten Insulins wird der Glucosetransport in Ihre Zelle um das Fünfzehn- bis Zwanzigfache erhöht.

      GTF-Chrom und Insulin sind die Arbeiter, die Glucose in Ihre Zellen hinein- und aus ihnen herausbefördern. Wenn der Blutglucosespiegel erhöht ist und die Energieanforderungen minimal sind, dann lagert „GTF-Insulin“ Glucose in Form von Glykogen ein. Wenn die Energienanforderungen sich dann erhöhen, spaltet „GTF-Insulin“ Glykogen in Glucose auf, die für den Energiebedarf verbrannt wird. Ohne GTF-Chrom erfährt der Glucose-Stoffwechsel jedoch ernsthafte Störungen. Man kann davon ausgehen, daß ein sehr hoher Anteil der Bevölkerung (über 95 Prozent) unter Chrommangel leiden – ohne es zu wissen.

      Chromverluste treten auch durch verschiedene Faktoren auf. (GTF-Chrom entspricht Glucosetoleranzfaktor)

    6. Spurenelement Zink
      Zink, ein Spurenelement das die Aktivität von 200 Enzymen reguliert und greift damit direkt in das Stoffwechselgeschehen ein.
      Ursachen für eine zu geringe Zinkaufnahme:

      • geringer Verzehr von zinkreichen Nahrungsmitteln, wie z.B. Innereien und Fisch
      • vermehrter Verzehr von zinkarmen Nahrungsmitteln, wie z.B. Süßwaren, Zucker, Bier und Wein
      • vermehrter Verzehr von Nahrungsmitteln, die durch falsche Zubereitung oder industrielle Aufbereitung an Zink verarmt sind (zinkarmes Kantinenessen, „fast food“, Weißbrot)
      • Diät- und Fastenkuren mit unausgewogener Zusammensetzung enthalten zu wenig Zink überwiegend vegetarische Kost (z.B. Soja), die wenig Zink enthält, aber viel Phytinsäure, die die Zinkaufnahme hemmt
      • Kalzium- und phosphatreiche Lebensmittel (Softeis, Limonaden, Spezi, Cola) hemmen die Zinkaufnahme im Darm
      • Speisen mit hohem Fettgehalt und hohem Zuckeranteil sind einerseits zinkarm und hemmen andererseits zusätzlich die Zinkaufnahme
      • bei starker Schwermetallbelastung (Kupfer, Blei, Quecksilber) ist die Zinkaufnahme ebenfalls gehemmt

      Ursachen für einen erhöhten Zinkverlust:

      • Alkoholkonsum erhöht die Zinkausscheidung im Urin (versteckter Zucker)
      • funktionelle Leber- und Nierenerkrankungen, schlecht eingestellter Blutzuckerspiegel, Durchfall, häufiges Erbrechen führen zu Zinkverlusten
      • durch Blutverlust bei Operationen und Verletzungen geht ebenso Zink verloren wie nach Verbrennungen über das Wundsekret
      • bei starkem Schwitzen, z.B. bei Leistungssport oder bei Saunabesuchen verliert der Körper Zink durch Medikamente wie Tabletten zur Reduktion der Magensäure, Abführmittel, Entwässerungstabletten, Anti-Baby-Pillen wird vermehrt Zink ausgeschieden.
    7. Spurenelement Mangan
      Spielt eine große Rolle im Zuckerstoffwechsel:

      Emährungsbewußte Leute denken häufig nicht an Mangan, und doch ist es ein essentielles Spurenmetall, das wir oft nicht ausreichend aus der Nahrung bekommen. Mangan ist ein Bestandteil von mindestens sechs uns bekannten Enzymen. Es wird benötigt für einen gut funktionierenden Zuckerstoffwechsel und zur Erzeugung von Knorpel, einem vitalen Bestandteil des Körpers.
      Wir wissen, daß Tiere mit Manganmangel nicht genügend wachsen, daß es bei ihnen mit dem Nachwuchs hapert und daß ihre Lebensdauer verkürzt ist. Bei einem starken Mangel können die Tiere nicht mehr stehen, weil die Knorpelbildung so schlecht ist. Menschen mit niedrigen Manganwerten leiden oft an chronischen Gelenkschmerzen, besonders an den Knien und im Rücken. Wachstumsschmerzen verschwinden oft, wenn unsere jungen Patienten – zusammen mit ihren Vitaminen genügend Mangan mit Zink nehmen. Und da die Bandscheiben zwischen den Wirbeln hauptsächlich aus Knorpel bestehen, kann der weitverbreitete Manganmangel ursächlich sein für die heute so weit verbreiteten Rückenbeschwerden.
      Es ist bekannt, daß Patienten mit Hypoglykämie (Blutunterzucker) oder Diabetes zusätzlich Mangan benötigen, um ihre Blutzuckerwerte zu normalisieren. Dies überrascht nicht, denn Wissenschaftler berichten, daß bei Tieren mit Manganmangel die insulinabgebenden Zellen der Bauchspeicheldrüse verkümmern – und Insulin ist der wichtige Regulator des Körpers für den Zuckerstoffwechsel.
      Leider haben die meisten Diäten, selbst wenn sie sehr gut zusammengestellt sind, einen Mangel an diesem wichtigen Spurenmetall. Unseren Böden fehlt Mangan, und dort wachsen deshalb Früchte und Gemüse, die dieses Element nicht in genügendem Maße enthalten. Viele unserer häufig gegessenen Lebensmittel können auch unter optimalen Umständen Mangan nicht konzentrieren. So gibt uns zum Beispiel Fleisch, selbst in Form von Leber, wenig Mangan.
    8. B-Vitamin Niacin
      Übermäßiger Genuß von Zucker, Süßigkeiten oder süßen Getränken führt zu einem Verlust an Niacin im Körper. Dasselbe gilt, wenn man übermäßig viel Ballaststoffe zu sich nimmt. Niacin kann nicht gespeichert werden, Überschüsse werden über den Urin ausgespült, so daß man ständig für entsprechenden Nachschub sorgen muß.
      Kein anderes Vitamin und überhaupt kein anderer Nährstoff wagt sich in Stoffwechsel so weit in den Grenzbereich zur Seele vor wie Niacin. Während andere Vitamine wie C oder B6 den Stoffwechsel von Psychohormonen von außen her aktivieren, ist Niacin selbst Teil der Biosynthese solcher Hormone, wenn auch nur im passiven Sinn. Darin liegt der faszinierende Reiz dieses Vitamins. Aus Tryptophan (essentieller Eiweißbaustein) macht unser Stoffwechsel nämlich den Nervenreizstoff Serotonin, der von den dynamischen Raphekernen im Hirnstamm aus über unseren Schlaf und unsere Stimmungslage herrscht. Weil Niacin für die Energieproduktion in den Körperzellen absolut unersetzlich ist, wird bei Niacin-Mangel zwangsläufig ein hoher Nahrungsanteil Tryptophan zu Niacin umgewandelt. Dies führt natürlich wieder zu einem Mangel an Serotonin und somit zu Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, Verzagtheit, Angstgefühlen, nervösen Symptomen bis hin zu massiven Depressionen und Halluzinationen oder gar Schizophrenie – dies um so mehr, als den meisten von uns ohnehin Tryptophan fehlt.
      Mit der nächsten Aussage möchte ich die Wichtigkeit und Zusammenarbeit dieser lebensnotwendigen Stoffe noch mal dokumentieren.

      Das Verlangen nach Zucker und die Serotoninproduktion

      Man hat festgestellt, daß es zu zügellosen Freßanfällen kommt, wenn der verhaltensregulierende Neurotransmitter Serotonin nicht richtig funktioniert. Die Folge ist eine übermäßige Aufnahme von raffinierten Kohlenhydraten und/oder ein großes Verlangen nach Süßigkeiten.

      Serotonin wird in Ihrem Gehirn aus Tryptophan hergestellt, einer essentiellen Aminosäure, die in den meisten Nahrungsmitteln vorhanden ist. Tryptophan benötigt jedoch Insulin, um in Ihr Gehirn zu gelangen. Normalerweise stimuliert eine kohlenhydratreiche Mahlzeit die Insulinausscheidung, was die Aufnahme von Tryptophan in Ihr Gehirn verbessert. Wenn der Insulinstoffwechsel jedoch nicht richtig funktioniert, dann wird ein anderes „Eintrittverbots“-Schild aufgestellt; Tryptophan kann dann nicht durchkommen, und die Serotoninproduktion sinkt. Ohne Serotonin wird die Botschaft, das Verlangen nach Kohlenhydraten zu unterdrücken, nicht weitergegeben. Statt einer Appetitzügelung erleben Sie Verlangen – Ihr Verlangen zu essen besteht weiterhin. Und jetzt haben Sie eine biologische und wissenschaftliche Entschuldigung für den übermäßigen Verzehr von Eis (oder vielleicht ist es Schokoladenkuchen oder eine andere süße Nascherei).
      Das Verlangen nach Kohlenhydraten ist oft auf einen Mangel an Serotonin zurückzuführen, als daß es ein wirkliches Bedürfnis nach Nahrung ist.

    9. Vitamin B12
      Auch hier bringt die Aufnahme von Zucker große Probleme mit sich.
      Zucker, Süßigkeiten und süße Getränke stören die empfindsame Darmflora und behindern damit die Aufnahme von Vitamin B12. Lebensmittel, die reich an Vitamin B12 sind, sollten stets über den Tag verteilt eingenommen werden, weil dann ein Maximum davon aufgenommen wird. Wer seine tägliche Vitamin-B12-Ration auf eine Hauptmahlzeit legt (z. B. Leber mit Kartoffelbrei), nimmt nur etwa ein Viertel des enthaltenen Vitamins auf, während der Rest – wegen des komplizierten Resorptionswegs – ausgeschieden wird. Bei sehr kleinen Portionen werden bis zu 80 Prozent durch die Darmwand aufgenommen, bei Großportionen mitunter nur acht oder zehn Prozent.

      Ältere oder alte Menschen sollten ihre Vitamin-B12-Zufuhr erhöhen, weil die Aufnahmefähigkeit im Dann im Alter sinkt. Wer Abführmittel nimmt, nimmt möglicherweise nur fünf Prozent des in der Nahrung enthaltenen Vitamin B12 auf. Für die Resorption von Vitamin B12 im Darm ist eine ausreichende Konzentration von Calcium notwendig. Aber wir haben ja schon gehört, daß auch hier der Zucker störend wirkt. An diesen Zusammenhängen müßte nun jeder mitbekommen haben, wie schädlich eine regelmäßige Zuckerzufuhr ist. Der Konsum in vertretbaren Dosierungen wird auch hier ohne Gesundheitsstörungen machbar sein.

Weitere Gesundheitsprobleme, die ein zu hoher Zuckerkonsum mit sich bringt:

  1. Das große Problem mit dem Blutzucker -Warum wird in den Medien viel verschwiegen?
  2. Kaputte Zähne – Für die meisten Leute das größte Problem
  3. Übersäuerung aller Körperflüssigkeiten – Für viele völlig unbekannt
  4. Nervliche Probleme – Ursachen unbekannt
  5. Süßes schafft den Anstoß zum Übergewicht
  6. Im fortgeschrittenem Alter entstehen in der Folge schwerwiegende Krankheiten, besonders Diabetes
  7. Besonders die Werbung trägt eine große Schuld…

1. Blutzucker – Allgemein

Wie Sie sich den Tag über fühlen werden, bestimmen Sie durch die Art Ihres Frühstücks. Essen Sie von einer falschen Nahrung zu wenig oder zu viel, können Sie Ihre Leistungsfähigkeit untergraben. Ihr Frühstück ist dafür maßgebend, wie schnell Ihr Körper Energie produzieren kann, oder besser gesagt, wieviel Zucker Ihr Blut enthält. Ihre Energieproduktion, die mit der Qualität des vorrätigen Zuckers eng zusammenhängt, entscheidet, wie Sie denken, sich benehmen und sich fühlen. Durch die Verbrennung (Oxydation) von Zucker allein oder von Zucker und Fett zusammen entsteht in Ihrem Körper Energie. Nur wenn das Blutplasma genügend Zucker enthält, kann jede Zelle soviel, wie sie braucht, davon entnehmen. Der Blutzucker ist ein Index für die Menge, die jeder Zelle zur Verfügung steht.
Tausende von Blutanalysen haben gezeigt, daß ein normaler Mensch, der innerhalb der letzten 12 Stunden nichts gegessen hat, 80 bis 120 Milligramm Zucker in 100 cm³ Blut hat. Diese Zahl, die man „Nüchternblutzucker“ nennt, hängt von der Art und der Menge der Nahrung ab, die man bei der letzten Mahlzeit aufgenommen hat. Durchschnittlich hat man 90 bis 95 Milligramm Zucker im Blut. Bei dieser Zahl wird noch genügend Energie produziert. Wenn jedoch der Zuckervorrat zur Neige geht, dann läßt die Energieproduktion nach und man fängt an, müde zu werden. Wenn der Zuckergehalt bis auf etwa 70 Milligramm absinkt, ist Hunger zu erwarten und aus Mattigkeit wird allmählich Müdigkeit. Sinkt der Blutzucker bis auf 65 Milligramm, empfindet man oft eine Begierde nach Süßigkeiten oder ein Knurren im Magen oder beides. Ein weiterer Abfall der Zuckerzufuhr bewirkt, daß die Müdigkeit in Erschöpfung übergeht. Meistens kommt es zu Kopfweh, Schwäche und Schwindelgefühlen, vielleicht spürt man Herzklopfen, man wird schwach in den Beinen, oft fühlt man sich übel und muß erbrechen.
Nerven- und Gehirnzellen können Ihre Energie nur aus Zucker gewinnen, niemals aus Fett oder Protein allein. Selbst wenn die Zuckermenge, die diesen Zellen zur Verfügung steht, nur geringfügig abfällt, wird das Denken langsam und verwirrt, und die Nerven geraten in einen Spannungszustand. Wenn der Blutzucker eines Menschen unter das normale Maß absinkt, bekommt er eine immer schlechtere Laune, wird mürrisch, traurig, pessimistisch und verliert die Arbeitslust. Da das Gehirn seine Energie nur aus Zucker bezieht, kann es bei sehr niedrigem Blutzuckerspiegel geschehen, daß man schwindlig wird oder in Ohnmacht fällt. Wenn andererseits die Nahrungsaufnahme ausreichend ist, um den Blutzuckerspiegel wieder über den Nüchternwert ansteigen zu lassen, dann wird es leicht, Energie zu produzieren; Sie fühlen sich wohl und voller Schwung, Ihr Denken ist schnell und klar. Sie haben kein Bedürfnis nach Essen; Süßigkeiten verlocken nicht. Sie sind sehr guter Laune, Sie benehmen sich freundlich, fröhlich und entgegenkommend. In die sein Zustand ist das Leben angenehm.

Blutzucker – Spezielle Ursache und Probleme

Viele unser nationalen Probleme kann man gerade auf unsere fehlerhaften Eßgewohnheiten zurückführen, ein großer Teil unserer Bevölkerung zum Beispiel ist zu dick. Wenn man nicht frühstückt, wird sich dieses Problem noch mehr verschlimmern. Sehr viele Leute haben schlechte Zähne, weil sie viel zuviel Zucker essen. Wird der Blutzucker hoch gehalten, vergeht der Drang nach Süßigkeit. Mattigkeit, Müdigkeit, Nervosität, Reizbarkeit, und sogar Erschöpfung und verwirrtes Denken sind weit verbreitet. Dabei wäre es einfach, dem vorzubeugen oder sogar davon geheilt zu werden. Bei wirklich gesunden Menschen kann Müdigkeit an einem einzigen Tag in erstaunliche Vitalität verwandelt werden. Schulkinder sind schwierig zu behandeln und lernen oft zu langsam, eine Menge Steuergelder gehen so verloren. Unklares Denken ist in der Politik, im Gesellschaftsleben und in den Familien nur allzu weit verbreitet. Die größte Zahl der Autounfälle passiert, wenn der Blutzuckerspiegel am tiefsten ist, das Denken daher unscharf und die Reaktionen langsam sind. Unser übertriebener Verbrauch von Kaffee, Zigaretten und Alkohol steht in Beziehung zum Blutzuckerspiegel: Diese Genußmittel steigern die Produktion von Nebennierenhormonen, wodurch der Blutzucker sich vermehrt und jenes plötzliche Energiegefühl, das man so sehr braucht, entsteht. Doch bald wird wieder Insulin ausgeschieden, wodurch der Blutzuckerspiegel wieder sinkt. Reizbarkeit die durch zu niedrigen Blutzucker entsteht, kann ein Grund für Ehekrisen sein. Wenn der Blutzucker extrem niedrig ist, dann können Reizbarkeit, nervöse Spannungen und seelische Depressionen sich derart steigern, daß der betreffende Mensch leicht tobsüchtig werden und es bis zu anderen Gewaltausbrüchen führen kann. Auch Virusinfektionen bekommt man bei besonders niedrigem Blutzucker häufiger. Alles vermeidbare Zustände in unserem Land. Leider findet dieses Wissen bis jetzt in der Praxis keine Anwendung.

Blutunterzucker – Hypoglykämie – Warum?

Die Freisetzung von Zucker bedeutet starken Streß für das endokrine System (von innen kommend). Letzten Endes kann es zu Erschöpfungszuständen der Nebennieren kommen, und Blutunterzucker ist die Folge. (abgesackter Blutzuckerspiegel mit allen schlimmen Folgen wie: Infektionen, schlechtes Nervenkostüm, Probleme mit der Bauchspeicheldrüse, Aggressivität usw.)

Beispiel einem Stück Schokolade. Es erhöht auch wirklich den Blutzuckerspiegel. Aber nur für kurze Zeit. Danach sackt er wieder in die Tiefe und das mehrmals am Tag und wieder greifen viele Leute nach süßer Nahrung.

Bei vielen Menschen ist dieser Blutunterzucker, den man Hypoglykämie nennt, heute zu einem Dauerzustand geworden. Diese chronische Krankheit hat aber auch noch einen Grund, der ganz direkt mit der Orthomolekularmedizin zu tun hat. Sie wird verursacht durch ein Fehlen von Mineralen und Spurenelementen. Denn Kalium, Magnesium, Phosphor, Mangan, Zink und Chrom haben beim Zuckerstoffwechsel wichtige Steuerungsfunktionen.

Und eben diese Nährstoffe fehlen uns heute, wie wir wissen. Weil beispielsweise die Kunstdüngung der Äcker sie vernichtet. Der künstliche Dünger reißt die Feuchtigkeit im Boden sofort an sich, für die schwerer löslichen Minerale und Spurenelemente bleibt kein Wasser übrig, so daß sie nicht in der Erde festgehalten werden können. Diese Verarmung der Äcker ist ein weiterer Grund für unsere orthomolekulare Unterernährung.

Aber die Nährstoffe fehlen eben auch als Folge unserer einseitigen Ernährung. Wobei das Weißbrot und wiederum der Zucker große Sündenböcke sind. Denn je mehr Zucker, also „leere Kalorien“ ohne Nährwert, und je mehr weißes Brot wir essen, um so weniger Hunger haben wir auf anderes, auf Nährstoffreiches.

Der Zucker ist überall. Auch da, wo man ihn gar nicht vermutet, beileibe nicht nur in Schokolade und Kuchen, sondern auch in Obstsaft und Wermut, in Cola-Getränken und Cocktails, in Salatsoßen und Crackers, Ketchup, den junge Leute so lieben, besteht zu 30 Prozent aus Zucker, Hamburgersoße zu 23 Prozent, ein Kaugummi zu 70 Prozent. Und genau das ist das Problem, die liebgewonnenen Gewohnheiten zu ändern.

Zucker macht hungrig – Warum?

Enthält unser Blut viel Glukose, dann „bugsiert“ das Insulin die Glukose zu den Zellen. Die signalisieren ihren Bedarf durch spezielle Antennen, sogenannte Insulinrezeptoren. Das Insulin dockt an diesen Rezeptoren an und wirkt so auf die Einschleusung der Glukose in die Zelle ein.

Essen wir etwas Zuckersüßes, dann steigt der Blutzuckerspiegel sprunghaft an. Bereits nach wenigen Minuten läßt sich im Blut ein steiler Anstieg der Glukose messen. Aber schon nach einer halben Stunde fällt der Glukosewert wieder ab, wobei er nach einer Stunde sogar unter den Ausgangswert sinkt. Das liegt an einer überschießenden Insulinausschüttung, zu der der Haushaltszucker die Bauchspeicheldrüse anregt, weil hohe Glukosegipfel gefährlich sind und rasch geglättet werden müssen. Das geschieht durch Insulin, das den Zucker aus dem Blut schafft.

Am überschießenden Insulin liegt es auch, daß sich nach einer süßen Mahlzeit rasch wieder Hunger einstellt. Denn wenn der Körper viel Insulin ins Blut abgibt, wird auch viel Glukose weggeschafft. Das aber erzeugt Hunger. Menschen, die häufig Süßigkeiten essen, haben ständig Appetit und müssen „zwischendurch“ etwas verzehren. Meist sind das ebenfalls leicht erreichbare Süßigkeiten wie Kekse, Kuchen oder Schokolade. Und diese erzeugen wieder Hunger. Somit befindet sich der Süßschlecker in einem Teufelskreis: Er ißt nicht viel, aber er ißt ständig etwas, was ihn nicht sättigt, sondern erneut Hunger erzeugt. Nach einer stärkehaltigen Speise hingegen, also nach dem Essen von Brot oder Spaghetti, steigt der Blutzucker nur etwa halb so hoch an wie nach Zuckerverzehr und fällt dann auch wieder ab, aber diesmal nicht unter den Ausgangswert. Stärke veranlaßt die Bauchspeicheldrüse nicht zu einer überschießenden Insulinausschüttung. Noch geringer ist die Insulinausschüttung beim Verzehr von Stärke, die noch in ihrer natürlichen Verpackung vorliegt, das heißt, zusammen mit Ballaststoffen wie Zellulose, Lignin oder Pektin. Deshalb steigt der Glukosespiegel im Blut nach dem Verzehr von Vollkornbrot, Haferflocken oder Obst weniger stark an als nach Schokolade.

Am geringsten steigt der Blutzucker an nach dem Verzehr von nicht erhitzten Getreideerzeugnissen. Der Blutzucker bleibt danach über zwei, drei Stunden auf einem leicht erhöhten Niveau bis alle Stärke aus den Ballaststoffen herausgelöst ist, etwa nach einem Müsli-Frühstück aus gekeimten Getreidekörnern, eingeweichtem Getreidesehrot oder aus eigenhändig gequetschten Haferflocken (die im Handel erhältlichen Haferflocken wurden erhitzt). Die Glukose aus der Stärke tritt dabei „tröpfchenweise“ ins Blut über. (so sollte es im Körper ablaufen; genauso ist der Körper programmiert; aber in der Praxis sieht es anders aus)

Das ist eine der wichtigen Funktionen der Ballaststoffe, daß sie die Nährstoffe – wie hier die Glukose – ganz allmählich freigeben. Der Stoffwechsel wird dadurch nicht überflutet, und Überreaktionen werden vermieden. Selbst das tägliche trinken von den so „gesunden Natursäften“ (aller Art) führt ganz schnell zu einen unnatürlichen Blutzuckeranstieg und belastet viel zu sehr unsere Bauchspeicheldrüse und nur weil eben die Ballaststoffe fehlen. Fragen Sie mal einen Arzt oder anderen Ernährungsspezialisten ob das bekannt ist? (Wenn der Wunsch besteht, gebe ich gerade dazu Literatur-Empfehlungen)

Durchschnittlich nimmt der Bundesbürger 13 Prozent seiner Nahrungskalorien in Form von Haushaltszucker zu sich. Damit überstrapaziert er seinen steinzeitlichen Stoffwechsel, der den Haushaltszucker überhaupt nicht „kennt“ und außerdem an eine langsame Freigabe der Glukose aus ballaststoffreicher Nahrung angepaßt ist. Wird die Bauchspeicheldrüse veranlaßt, ständig Insulin im Übermaß auszuschütten, bleibt bereits nach kurzer Zeit, schon nach sechs Wochen, der Insulinspiegel auch im nüchternen Zustand erhöht. Ist viel Insulin vorhanden, bilden die Zellen nur noch wenige Insulinrezeptoren aus. Denn es herrscht Überfluß an Insulin. Tragen die Zellen aber nur wenige Insulinrezeptoren, dann wird weniger Insulin gebunden und auch weniger Glukose in die Zellen eingeschleust und verbrannt. Die überschüssige Glukose wird statt dessen in Fett umgewandelt und in die Fettzellen für schlechte Zeiten eingelagert.

2. Kaputte Zähne

Kaputte Zähne sind dabei noch das kleinste Problem. (aber teuer für unsere Krankenkassen). Das Problem ist viel komplexer, als es in den Medien dargestellt wird. Dort legt man im allgemein nur den wunden Punkt auf die Zahnpflege. Aber leider ist das viel zu einseitig, um hier vollen Erfolg zu erreichen. Beispiele:

  1. Karies
    Zahnkaries ist die am weitesten verbreitete Krankheit unter den zivilisierten Völkern. Der hohe Kariesbefall kann seit der industriellen Zuckerproduktion ab Mitte des 19. Jahrhunderts beobachtet werden.

    Mikrobiologische Forschungen zeigen, daß bestimmte Bakterienarten nur aus Saccharose Säuren bilden, die letztendlich die Schmelzentkalkung verursachen.

    Das Ausmaß des Kariesbefalls hängt sowohl von der verzehrten Menge als auch von der Verzehrhäufigkeit ab. Karies tritt besonders häufig auf, wenn klebrige Süßwaren und Schokolade zwischen den Hauptmahlzeiten gegessen werden. Gerade klebrige Süßigkeiten mit ihren kariesbildenden Substanzen halten sich länger im Mund, wenn sie nicht von anderen Lebensmitteln oder durch sofortiges Reinigen entfernt werden.

    Ebenfalls kariesfördernd sind zuckerhaltige Erfrischungsgetränke, wenn sie schluckweise über längere Zeitabschnitte getrunken werden. Gerade Kinder sind davon besonders betroffen. Zahnzerstörung bei Kleinkindern kann zu Schädigungen am Gesamtorganismus und zur Fehlernährung führen, da durch zuckerreiche Ernährung weniger Lebensmittel mit lebensnotwendigen Nährstoffen verzehrt werden. Lebensmittel mit einem von Natur aus sehr hohen Zuckergehalt wie Trockenobst und Honig können ebenso Karies hervorrufen wie handelsüblicher Haushaltszucker. Stärkehaltige Lebensmittel wie Brot, Haferflocken, Reis, Kartoffeln und Gemüse sind im Hinblick auf Kariesentstehung unbedenklich.

    Wer wenig Zucker und vor allem zuckerfreie Zwischenmahlzeiten ißt, beugt gegen Karies vor. Gründliche Zahnhygiene nach jeder Mahlzeit muß für jeden, insbesondere für Kinder, selbstverständlich sein.

    Durch den hohen Zuckerüberschuß in der täglichen Nahrung entsteht bekanntlich sehr oft ein Vitamin C-Mangel und gerade das Fehlen von diesen Vitamin führt außerdem zu einer Reihe weiterer Probleme: 1. blutendes Zahnfleisch, es wird schwammig; 2. Zahnfleischentzündungen; 3. Zahnfleischinfektionen; 4. Zahnfleischtaschen; 5. allgemeinen Zahnverfall. Hier muß aber noch mal darauf verwiesen werden, daß ein Mangel anderer Biostoffe mit beteiligt ist. Weiterhin verschlimmern Amalgamfüllungen diese ganze Problematik.

  2. natürliche Vorbeugung; Vitamin C für gesundes Zahnfleisch und feste Zähne.
    Besonders deutlich zeigt sich dieser Prozeß im Zahnfleisch und im Alveolarbein des Kieferknochens, der von allen Knochen im Körper den höchsten Kalzium-Umsatz hat. Da werden schließlich die Zähne festgehalten, damit man schön kräftig zubeißen kann. Hohe Dosen von Vitamin C (und Bioflavonoide) beseitigen im Nu Zahnfleischbluten, weil das Vitamin die unzähligen Minigefäße im Zahnfleisch heilt und festigt, meist schon 30 Minuten nach der Einnahme. Kalzium allein ist viel zu langsam auf seinem Weg zu Körperzellen, wenn es in großen Mengen benötigt wird. Es bildet mit Vitamin C Komplexe, sogenannte Chelate, und wird dabei per Kurier im Eiltempo befördert. Dies zeigt sich vor allem in der Kalzium-Versorgung des Zahnbeins. Ohne Vitamin C ist Kalzium immer nur die Hälfte wert. Kalzium und Vitamin C sind die geheimen Feinde unserer Zahnärzte, oder besser gesagt, die Zahnärzte der Natur, also die Konkurrenz. In Kalifornien gibt es Biochemikerinnen, die – statt sich die Zähne zu putzen – zweimal täglich eine Zitrone essen und dabei den reinsten Atem und ganz saubere Zähne haben. Sie vertrauen auf die Selbstreinigungskräfte im Mund, zu denen auch der Speichel gehört. Vitamin C tötet die kariesbildenden Bakterien an den Zähnen, kräftigt das Zahnfleisch, und Kalzium macht den Kieferknochen und die Zähne zum Bollwerk. »Das ist gesünder, als sich dreimal am Tag das Zahnfleisch wund zu schrubben«, behaupten moderne Biochemiker. Sie verweisen auf archäologische Gebisse von Menschen, die vor 5 000 oder 10 000 Jahren gelebt haben und allesamt gesunde Zähne aufweisen, obwohl es damals keine Zahnpasta und keine Zahnärzte gab.
    Vitamin C bringt als Kurier auch Salze der Schwefelsäure in die gelartige Matrix zwischen den Körperzellen. Fehlen diese Salze, dann kommt es zu mikroskopisch winzigen Rissen im Bindegewebe, die sich zuallererst in blutendem Zahnfleisch und schlecht heilenden Wunden zeigen. Wichtig: Wenn das Zahnfleisch blutet, kommt es auch überall sonst im Körper zu in den meisten Fällen verborgenen Blutungen.
  3. Vitamin D
    Im Körper widmen sich die Vitaminmoleküle einer Hauptaufgabe, der Aufnahme von Kalzium aus dem Darm und dem Einbau von Kalzium-Salzen in unsere Knochen und Zähne. Ebenso reguliert das Vitamin unseren Phosphat-(Phosphor-)Haushalt. Vitamin D hält also unser Skelett kräftig und stabil.
  4. Aufgabe des Speichels – Säuren zu neutralisieren
    Gleichwohl erhalten 60 oder mehr Prozent unserer Bevölkerung in ihrer Kost zu wenig Kalzium. Ein beträchtlicher Teil dieses Kalziums gelangt noch nicht einmal ins Blut. Kalzium ist insofern ein Stoff von besonderer Art, weil er schwerlöslich ist. Zähne und Knochen, obwohl ständig von Speichel oder Gewebsflüssigkeit umspült, lösen sich nicht auf. Wenn sich das mit der Nahrung aufgenommene Kalzium nicht löst, bleibt es im Darm und wird mit dem Stuhl ausgeschieden. Die Versorgung der Gewebe mit Kalzium kann jedoch verbessert werden, indem man entweder mehr kalziumreiche Nahrungsmittel oder reichlich Vitamin D zu sich nimmt. Von Nutzen ist beides.
    Vitamin D hilft mit bei der Verhütung des Zahnverfalls. Wahrscheinlich ist die Ursache von Karies die Aufspaltung von Zucker durch bakterielle Enzyme in Milchsäure und Brenztraubensäure. Jede Säure kann mit Kalzium chemische Verbindungen eingehen. Kann der Speichel die Stellen erreichen, wo sich. Säuren bilden, und enthält er reichlich gelöstes Kalzium, werden die Säuren durch das Speichelkalzium neutralisiert, und es kommt nicht zur Karies. Und genau hier kommt wieder die schädliche Wirkung des Zuckers zum tragen, denn gerade er verhindert die Aufnahme von Kalzium. Man braucht sich hier nur die Nahrungsmittel ansehen, in vielen stecken versteckte Zuckerarten.
  5. Die Probleme, die Mundpflegemittel mit sich bringen
    Am Anfang steht der Mund. Er ist eine Körperöffnung, die einen direkten und tiefen Zugang ins Innere erlaubt.
    Sinnigerweise hat die Natur alle direkten Zugänge als Bio-Barrieren konstruiert. Die Schleimhäute von z.B. Mund, Lunge Nebenhöhlen oder Bronchien bilden eine Hürde für Fremdstoffe aller Art. Brechen diese Barrieren zusammen, dann können Bakterien, Viren und Schadstoffe tief eindringen. Eine gesunde Darmfunktion beginnt demnach in der Mundhöhle. Hier siedeln „gute“ Bakterien. Der hohe Vitamin C- und Harnsäuregehalt des Speichels wirkt als Radikalfänger. Was sich im Mund abspielt und von der Natur ausgedacht wurde, ist ausgewogen und sinnvoll. Und was macht der Mensch?

    Mit der Drohung Karies und Parodontose werden Fluor und antibakterielle Pflegemittel empfohlen. Gleichzeitig stellt man den Zucker als Schuldigen hin. Ganz so ist es nicht. Menschen, die sich unnatürlich ernähren, dürften mit oder ohne Zucker Karies bekommen. Ein gut mineralisierter Zahn ist widerstandsfähig gegen die ohnehin schwachen Säuren der milchsäurebildenden Bakterien in unserer Mundhöhle. Da haben antibakterielle Zahncremes, Sprays und Mundwässer nichts verloren. Fluor ist ebenfalls bedenklich. Es sei dahingestellt, ob dieser Zahnschmelzhärter wegen der kurzen Einwirkungszeit überhaupt eine Wirkung entfalten kann; er tötet auf jeden Fall Bakterien ab und unterscheidet dabei nicht nach Freund und Feind. Hinzu kommen noch weitere Zahncreme-Inhaltsstoffe wie Schäumer, Desinfektionsmittel, Oberflächenentspanner, Konservierungsstoffe, Seifen, Weißmacher, Geschmacksstoffe. Sie alle wirken kontraproduktiv und schädigen Mundflora und Schleimhaut.
    Was bleibt, sind die „bösen“ Bakterien aus Fäulnis- und Fäkalkeimen. Sie stammen aus den Gattungen der Kolibakterien bzw. Streptokokken und sind widerstandsfähiger als die übrigen Bakterien. Das antibakteriell wirkende Vitamin C der Mundhöhle wird durch sie ebenfalls zerstört. Ubertriebene Hygienevorstellungen lassen so das erste Antioxidantienschutzsvstem unserer Verdauungswege zusammenbrechen, und statt des erstrebten reinen Atem ernten man Mundgeruch und Fäulnis.

3.Übersäuerung ein riesiges Problem in der heutigen Zeit

Gesundheit = gesunder Stoffwechsel = ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt

Diese Gleichung kann nur aufgehen, wenn man seinen Körper mit den notwendigen Mineralstoffen, vor allem den basenbildenden Mineralien, ausreichend versorgt und damit die Voraussetzungen für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt schafft.

Das Hauptaugenmerk sollte dabei immer auf einer vollwertigen, ausgewogenen Ernährung liegen, wobei allerdings berücksichtigt werden muß, daß unsere Nahrungsmittel als Folge der landwirtschaftlichen Produktionsmethoden und der Umweltbedingungen oft nicht mehr wirklich vollwertig sind.

Abgesehen von Phasen erhöhten Bedarfs an Mineralstoffen bei Streß, körperlichen Hochleistungen, Schwangerschaft und Wachstum wird die Versorgung mit basischen Mineralien über die Nahrung in Frage gestellt, wenn extrem säurebildende Genußmittel wie Alkohol, Colagetränke, Koffein und raffinierter Zucker konsumiert werden.

Säuren – Fast ein Selbstläufer

Säuren hingegen stehen dem Körper in nahezu unbegrenzter Menge, zur Verfügung, sie werden in reichlicher Menge mit der Nahrung aufgenommen, darüber hinaus stellt der Körper Säuren auch selbst her. Sie entstehen z. B. durch die Stoffwechselvorgänge bei der Nahrungsverarbeitung. Dabei führen zuckerhaltige Speisen und Alkohol zu besonders reichlichen Säuremengen. Rauchen und Bohnenkaffee regt den Stoffwechsel ebenfalls zur Ausschüttung von Säuren an.

Auch das Nervensystem kann die Bildung von Säureüberschüssen begünstigen. Bestimmte Teile des Nervensystems werden nämlich durch Säure angeregt und begünstigen dann die weitere Säureproduktion. Hieraus entwickelt sich nun ein Teufelskreis. Eine saure Stoffwechsellage reizt das Nervensystem, die Reizung begünstigt wiederum eine weitere Säureerzeugung, und die Stoffwechsellage wird noch saurer.

Welche Probleme ergeben sich durch die Körperübersäuerung?

  • Das vorzeitige Altern des Bindegewebes
  • Säure verhindert das Wohlbefinden
  • Umkippen der Darmflora, das Gleichgewicht ist empfindlich gestört
  • Entstehung von sauren Stoffwechselschlacken
  • Sodbrennen, Magendrücken, Verdauungsprobleme
  • Chronische Gärung des Darminhaltes
  • Säuren zerstören einen normalen Mineralstoffhaushalt
  • Ist der Mineralhaushalt über viele Jahre gestört, führt das zu Entkalkung der Knochen und Zähne
  • Säuren führen auch zum verstärkten Abbau unserer Knorpel im Körper (viele Leute deuten das als normalen Verschleiß!)
  • Entstehung von Magen- und Zwölffingergeschwüren
  • Durch die Übersäuerung kann sich ein idealer Nährboden für Krebs bilden

4. Nervliche Probleme – Warum?

Über die Faktoren die den Blutzuckerspiegel beeinflussen wurden viele Untersuchungen gemacht. Bei denen, die nur schwarzen Kaffee getrunken hatten, ging der Blutzucker herunter, sie fühlten sich matt, reizbar, nervös, hungrig, müde, erschöpft und hatten Kopfschmerzen. Diese Symptome wurden im Laufe des Vormittags immer schlimmer. Eine kleine süße Mahlzeit mit Kaffee (auch mit andere Industrienahrung) verursacht aber sofort wieder einen starken Anstieg des Blutzuckerspiegels, doch innerhalb einer Stunde stürzt der Blutzuckerspiegel unter dem Einfluß des Bauchspeicheldrüsenhormons Insulin rasch in die Tiefe, wodurch die Leistungsfähigkeit wieder zurück geht und erneut Müdigkeit einsetzt. Dieses krasse, schnelle auf und des Blutzuckerspiegels mehrmals am Tag (im Diagramm als Zickzackkurve zu sehen) sind das Schlechtest, was Gehirn- und Nervenzellen brauchen können. Dieses auf und ab (täglich mehrmals) macht außerdem auch die beste Bauchspeicheldrüse kaputt. Das Resultat sehen sie an Millionen Diabeteskranken in Deutschland. (Erkundigen Sie sich, ob das jemand weiß? – Ich gebe auch dazu Literatur-Empfehlungen)

5. Süßes schafft den Anstoß zum Übergewicht

Nicht Fett, sondern schnell lösliche Kohlenhydrate (in Brot, Nudeln, Süßem usw.) geben den Startschuß für die Lipogenese, den Einbau von Fett in Fettzellen.
Insulin ist einer der Hauptverursacher von Übergewicht, wenn zuviel davon vorhanden ist, hemmt es die Verbrennung der Fettreserven, es wird immer dann zu viel produziert, wenn die Ernährung zu kohlenhydratreich ist, wer seinen Insulinspiegel senken will, muß deshalb ab sofort und unbedingt auf alles Süße verzichten, außerdem auf nichtkomplexe Kohlenhydrate wie polierten Reis, Weißbrot, Misch- oder Graubrot, Nudeln, Klöße sowie vor allem grundsätzlich auf süße Getränke, Kohlenhydrate sind für unseren Stoffwechsel wichtig und unersetzlich, es müssen aber komplexe Kohlenhydrate gegessen werden, so z.B.: Vollkornbrot, Naturreis, Vollwertnudeln usw., diese komplexen Kohlenhydrate werden im Darm nur allmählich abgebaut und dem Blut in Form von Glukose zugeführt, weil dies allmählich, über Stunden hinweg geschieht, braucht unsere Bauchspeicheldrüse nicht auf Hochtouren Insulin produzieren.

Mit zuviel Insulin im Blut kann man noch soviel turnen, schwitzen, rennen, stemmen, klettern, hungern – die Fettzellen bleiben geradezu sehnsüchtig geöffnet – in der Erwartung von immer mehr Fettnachschub, die Ursache dieses Dilemmas liegt u.a. in den Wänden der Körperzellen, hier bindet sich das Insulinmolekül an bestimmte Außenrezeptoren (Landeplätze), über Innenrezeptoren laufen danach viele chemische Prozesse auf Hochtouren: Transport von Glukose und Eiweiß, Aktivierung von Enzymen, Eiweißsynthese, Stimulation von Gentätigkeit usw., kurz das komplette Leben der Zelle

Übergewichtige oder dicke Menschen haben mangelhafte Rezeptoren, sie haben zu wenig solcher Insulin-Außenrezeptoren, und ihre Innenrezeptoren sind meist auch noch zum Teil defekt, deshalb läuft ihr Zellstoffwechsel oft nur auf Sparflamme, die Folge: Es wird zu wenig Fett verbrannt, während gleichzeitig mehr und mehr Triglyzeride in die Fettzellen hineingepreßt werden, Hautursache dieser Insulin-Entgleisung sind Streß, Überbeanspruchung und Fehlernährung

Eine gesunde Kost mit viel Obst, Salaten, Rohkost, Vollkornprodukten und Magerkäse regeneriert die Bauchspeicheldrüse relativ schnell und senkt den krankhaften erhöhten Insulinspiegel

Hungern und Diäten helfen nicht

Hungern hilft nicht, hier wird mit einem Schlage verblüffend deutlich, warum normale Schlankheitskuren fast immer von Mißerfolgen begleitet werden, denn bei Gewichtsverlust steigt die LPL-Aktivität (Enzyme kurbeln den Abbau von Fett an) in Fettzellen sogar noch weiter an, die Fettzelle ist also zunächst ganz verrückt darauf, wieder so dick zu sein, wie sie es schon einmal war, sind die alten Pfunde wieder drauf, nehmen die LPL-Enzyme wieder an Anzahl zu, bleiben indes gleichwohl erhöht.
Wer vom Übergewicht runter will, muß eine Gewichtsreduktion mindestens sechs Wochen durchhalten, zwischen 80 und 90 Prozent aller Diätkandidaten , die ein beträchtliches Gewicht abgespeckt haben, setzen die Pfunde wieder an, Ursache ist eine zwischen 15 und 30 Prozent niedrigere Stoffwechsel- bzw. Energierate während der Diätphase, im Fettgewebe (und auch in der Leber) kommt es nach der Kur zu einer dramatisch erhöhten Lipogenese (Fetteinbau), gekennzeichnet durch eine erhöhte Produktion von Triglyzeriden und Kohlendioxid aus Glukose, der enorme, durch Insulin vorangetriebene Glukosetransfer ins Gewebe führt nicht nur zum Fetteinbau, sondern auch zu einem erniedrigten Blutzuckerspiegel (Glukosespiegel), dadurch wiederum entsteht Hunger und oft zwangsläufig eine größere Nahrungsaufnahme, der Teufelskreis schließt sich.
Was wirklich dick macht bildlich ausgedrückt: Nicht der eiweiß- und fettreiche Schweinebraten, sondern die kohlenhydratreichen Knödel bereiten den Einbau von Fett in die Speckpolster vor, sind die Kohlenhydrate jedoch komplex, sind sie viel schwerer abbaubar, das begleitende Fett wird über einen längeren Zeitraum als Energiebrennstoff ins Blut und nicht als Reserve in die Fettzellen abgegeben.

Auf eine kohlenhydratreiche Mahlzeit reagieren die Gene in den Zellkernen der Leber schnell und konsequent, die sogenannte mRNA (Messenger-Ribonukleinsäure) der L-PK-Enzyme erhöht sich bis zum 100fachen, dies bedeutet, das 100mal mehr fettmachende L-PK- Enzyme in den Eiweißfabriken der Zellen hergestellt werden, Sündenbock ist auch Fruktose, der Fruchtzucker in allen süßen Früchten, immer spielt Insulin die Rolle des Befehlsgebers…

Das Abspecken verläuft immer in drei Stufen:

  1. Das Fett muß aus den Fettzellen raus und ins Blut
  2. Das Fett muß aus dem Blut irgendwie in die Körperzelle und in die Brennkammer verfrachtet werden
  3. Das Fett muß in diesem Energieofen verheizt werden

Wenn nur eine einzige dieser drei Stufen des Fettabbaus nicht funktioniert, kann man hungern, soviel man will – und hat trotzdem keine Chance, das Gewicht zu verlieren.

Süßes ist sinnlos

Beim Speichern von Glukose zu Glykogen gehen fünf Prozent des Kohlenhydrats verloren, bei der Umwandlung von Glukose zu Fett sogar 28 Prozent. Es ist sinnlos, viel helle Teigwaren, Weißbrot, Kuchen, Zucker und Süßes zu essen sowie süße Getränke zu trinken, weil der Umwandlungsprozeß der darin enthaltenen schnellöslichen Glukose zu Fett dem Körper sehr viel Energie raubt.
Beim Speichern zu Glykogen binden sich an jedes Gramm Glukose 2,7 Gramm Wasser. Bei einer kalorienreduzierten Schlankheitsdiät wird sehr schnell zuerst diese Glukose samt Wasser verbraucht – der Gewichtsverlust an den beiden ersten Tagen ist deshalb beträchtlich. Die Triglyzeride in den Fettzellen rund um den Bauch aber bleiben bei diesem Vorgang unberührt.
Diese Fettzellen (Adipozyten) sind praktisch unbegrenzt aufnahmefähig immer mehr Fettmoleküle können sich in sie hineinpressen. Dies ist deshalb von Bedeutung, weil nach neuen Erkenntnissen die menschliche Fähigkeit zur Glukoseaufnahme im Darm unglaublich hoch ist. Innerhalb von 24 Stunden können wir theoretisch zehn Kilogramm Glukose – dies entspricht etwa 16 Kilogramm Spaghetti – verdauen. Weil solche Glukosemassen natürlich niemals als Sofortenergie verheizt und auch nicht als Glykogen gespeichert werden können, bilden Leber und Fettgewebe weitere Fettmoleküle daraus. Auf diese Weise entstehen auch Cholesterinmoleküle mit geringer Dichte (VLDL = Very Low Density Lipoproteins), die den Cholesterinspiegel dramatisch erhöhen können.

6. Im fortgeschrittenen Alter entstehen in der Folge schwerwiegende Krankheiten

Kein Mensch kommt dann auf den Einfall, daß eine jahrelange Fehlernährung mit eine der Hauptursachen ist. Erst wenn das „Kind im Brunnen liegt“ kommt ein Teil der Bevölkerung vielleicht auf die Idee, es könnte ja an der Nahrung liegen. Und nun ist guter Rat teuer. Als junger Mensch rennen Sie mit der Gesundheit dem Geld hinterher und im Alter müssen Sie wohl oder übel die ganze Sache umdrehen. Versuchen Sie einmal einen Jugendlichen was von Vorbeugung zu sagen, in den meisten Fällen wird dieses Thema verdrängt und ist nicht mal der Rede wert überhaupt darüber nachzudenken. Zum Beispiel Diabetes – Warum ist das so?

Wenn Insulin fehlt

Mit dem Eintritt von Glukosemolekülen aus dem Nahrungsbrei Darms ins Blut geht die Ausschüttung des Hormons Insulin Bauchspeicheldrüse einher. Insulin schleust die Glukose zur Verbrennung ins Zellinnere. Fehlt Insulin (aufgrund einer Mangelfunktion der Bauchspeicheldrüse), dann verbleibt die Glukose im Blut; der Blutzuckers steigt unaufhaltsam an, bis die Glukose bei einer Konzentration von 180 Milligramm pro Deziliter Blut über den Urin ausgeschwemmt wird. Hiervon sind Zuckerkranke (Diabetiker) betroffen. Deren Körperzellen nehmen aus Mangel an Insulin keine Glukose an, was sich verheerend aufs Gehirn auswirken und zum Koma führen kann. Aber auch ein Mangel an Chrom schränkt die Glukoseverwertung ein. Die Folge ist auf Dauer ein zu niedriger Blutzuckerspiegel mit den Symptomen Müdigkeit, Nervosität und Gereiztheit. Biochemiker empfehlen deshalb Bierhefe, die viel Chrom enthält.
Nun ein paar Worte zur medizinischen Behandlung. Leider wird mit der Gabe von Insulin nicht die Ursache beseitigt. Es scheint ein einträgliches Geschäft zu sein, wenn man Millionen Diabeteskranken mit diesen Stoff versorgen kann!
Auf die Idee (oder den Versuch) die Insulinproduktion mit nebenwirkungsfreien Naturstoffen wieder anzukurbeln scheint von offizieller Seite kein Thema zu sein, es wird wahrscheinlich nicht mal in dieser Richtung geforscht. Höchstwahrscheinlich sollen die Gene des Rätsels Lösung bringen, daß wird aber bestimmt eine sehr teuere Lösung, weil es eben auch an den Ursachen vorbei geht. Dabei gibt es eine Reihe von Beispielen mit positiven Ergebnissen, wie man den Zuckerstoffwechsel bedeutend verbessern kann. Hier spielen aber eine ganze Reihe von Naturstoffen eine ganz entscheidende Rolle. Zu diesen Stoffen gehören z.B.: Vitamin C in verschiedenen Varianten, Vitamin E, B1, B2, B3 (Niacin u. Niacinamid), B5, B6, B12, Biotin, Mg, Chrom, Folsäure, Inositol und Cholin. Das Problem dieser genannten Naturstoffe ist, daß sie nicht patentierbar sind, sie sind zu billig um damit ein Geschäft zu machen. Gerade dieser Punkt ist für die große Masse der Bevölkerung schwer verständlich, daß verkraften die wenigsten, daß ausgerechnet diese bekannten Stoffe eine gute Hilfe sein sollen! Wer hier mehr Infos wünscht, dem schicke ich kostenlos weitere Dokumente und Erfolgsberichte von betroffenen Personen.

7. Süße Werbung, aber mit bitteren Beigeschmack

Werbung ist in unserer Marktwirtschaft ein effektives und legitimes Mittel zur Absatzsteigerung. Aufklärung der Verbraucher über gesundheitsschädigende Wirkungen des Zuckers und die zunehmend bewußte Ernährung der Bevölkerung stehen im Gegensatz zu den Absatzzielen der Zuckerindustrie. Steigende Verwendung alternativer Süßungsmittel in der Lebensmittelherstellung gefährden zusätzlich den Zuckerabsatz. Die intensive Zuckerwerbung ist durch diese Marktsituation zu erklären.
Kein Verständnis finden jedoch Werbekampagnen, die verharmlosend ein qualitativ fragwürdiges und der Gesundheit nicht dienendes Lebensmittel anpreisen. An einem hohen Zuckerabsatz sind eine Vielzahl von Verbänden, Vereinigungen und Gemeinschaften interessiert.

Interessengruppen für den Zuckerabsatz

  • Wirtschaftliche Vereinigung Zucker (WVZ)
  • Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie
  • Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie
  • Arbeitsgemeinschaft Zucker
  • Gewerkschaft Nahrung, Genuß, Gaststätten
  • Bauernverband
  • Raiffeisenverband
  • Centrale Marketing Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA)

Mit Hilfe dieser gemeinsam sehr finanzkräftigen Zuckerlobby können die speziell für die Werbung zuständige Wirtschaftsvereinigung Zucker“ (WVZ) und die CMA (Centrale Marketing Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft) großangelegte Kampagnen starten. Die Tatsache, daß fast 90% der Bevölkerung Werbung für informativ halten, kommt ihnen hierbei zugute. So warben WVZ und CMA mit doppelseitigen, farbigen Anzeigen in den größten deutschen Publikumszeitschriften mit dem einprägsamen Slogan „Ohne Zucker wär das Leben halb so süß“. In überregionalen Tageszeitungen wird in einer mehrteiligen Serie „Was man über eine gesunde Ernährung wissen muß“ sehr geschickt für den Zucker geworben. In diesen Anzeigen wird Zucker als „wertvolles und wichtiges Grundnahrungsmittel“ dargestellt. Inzwischen ist hinreichend bekannt, daß der Mensch keineswegs auf den aus Nahrungspflanzen isolierten Haushaltszucker angewiesen ist, also wichtig“ für die Gesundheit ist er bestimmt nicht. Zucker ist auch kein unentbehrliches Grundnahrungsmittel, wie es früher in der Werbung hieß. Denn: ohne Zucker wäre es besser um unsere Gesundheit bestellt. Es sollte deshalb versucht werden, durch gezielte Aufklärung den Zuckerkonsum sinnvoll und drastisch zu reduzieren. Daß die Werbung teilweise aus öffentlichen Mitteln finanziert wird (zum Beispiel CMA), ist eine besondere Ironie unserer Konsumgesellschaft.

Wie so oft in der Werbung scheut sich auch die Zuckerwirtschaft nicht, besonders Kinder anzusprechen. An Grundschulen wurden eine Million Stundenpläne mit kindgemäßer Information zum Thema Zucker verteilt. Für Jugendliche wurden zum Beispiel Kettcarrennen unter dem Motto „Komm in Schwung mit Zucker“ veranstaltet. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit werden in Ausstellungen, Symposien und Tagungen Gelegenheiten genutzt, für neue zuckerhaltige Produkte zu werben. Noch schlimmer ist das Bäckerauto, was täglich vor vielen Schulen einen prächtigen Umsatz macht.

Diese Werbung, die mit Millionenaufwand den Verbrauchern einreden will, Zucker sei ein wertvolles und wichtiges Nahrungsmittel, ist abzulehnen. Sie wirkt allen seriösen Bemühungen einer fundierten Ernährungs- und Gesundheitsaufklärung entgegen und trägt erheblich zur weiteren Verunsicherung der Verbraucher bei.

4. Resümee zur Zuckerschwemme

Kaum ein Lebensmittel wird heute so kontrovers diskutiert wie der Zucker. Zucker nimmt in unserer Ernährung eine ernährungsphysiologisch ungerechtfertigt beherrschende Stellung ein. Neben ernährungsphysiologischen Aspekten dürfen bei der Bewertung des Zuckers aber ökonomische und ökologische Aspekte nicht vergessen werden. In einer so vielschichtigen Problematik sind immer unterschiedliche Interessen vertreten, für die ein gemeinsamer Konsens nicht zu erwarten ist.

Die Menschen lieben offensichtlich das Süße und den Zucker. Er wird als etwas Alltägliches und Vertrautes angesehen, als ein Produkt, über das man sich keine weiteren Gedanken zu machen braucht, zu dem aber grundsätzlich eine positive Meinung vorherrscht. Aus der Vorliebe für „süß“ hat sich die hohe Nachfrage nach Zucker entwickelt. Erfahrungen zeigen jedoch, daß das Bedürfnis nach Zucker durchaus verringert werden kann.

Auch üblicherweise gesüßte Nahrung kann ohne Zucker schmackhaft sein oder ungesüßt überhaupt erst schmackhaft werden. Ohne Zucker kann der natürliche Geschmack der Nahrung entfaltet werden.

Der hohe Zuckerkonsum brachte eine erhebliche Verschiebung in der Kohlenhydrataufnahme mit sich. Kohlenhydrate wie Stärke und Ballaststoffe, die nur langsam oder gar nicht verdaut werden, wurden durch leicht verdauliche Kohlenhydrate, den Zucker, verdrängt. Das Resultat ist eine für viele Menschen zwar wohlschmeckende, aber ungesunde Kost. Die gesundheitsschädigende Wirkung dieser Ernährungsweise wird von vielen erst erkannt, wenn die Folgen nach langfristigem Konsum eintreten. Daher ist es verantwortungslos, die Augen vor den Schäden des Zuckers zu verschließen.

Viele ernährungsabhängige Krankheiten stehen in Zusammenhang mit einem zu hohen Zuckerkonsum. Die Überlastung des Blutglucose- und Insulinspiegels sind Faktoren für das vermehrte Auftreten von Diabetes mellitus. Arteriosklerose, Fettsucht und Zahnkaries zählen zu den am häufigsten auftretenden Erkrankungen, die auch unser Gesundheitswesen außerordentlich belasten. Gerade wegen der ernährungsabhängigen Krankheiten können die Verbraucher bei der Ernährung selbst Einfluß nehmen, um die Gesundheit zu schützen.

Weil der Einfluß der Zuckeraustauschstoffe und Süßstoffe auf die Gesundheit noch ungeklärt ist, sollte man sie weitgehend vermeiden. Ein geringerer Verbrauch dieser Süßungsmittel und des Zuckers ist nur möglich, wenn man sich an weniger Süßes gewöhnt. Gleichzeitig sollte der vielfältige Geschmack unserer Nahrung in den Vordergrund gestellt werden.

Ernährungsgewohnheiten, die sich über Generationen verfestigt haben, können aber nicht von heute auf morgen verändert werden. Deshalb sind langfristige Maßnahmen zur Reduzierung des Zuckerverbrauchs erforderlich. Intensive Aufklärung des Verbrauchers, die schon im Kleinkindalter beginnen sollte, kann auf Dauer gesehen den Zuckerkonsum am sinnvollsten begrenzen.

Wichtigstes Ziel der Ernährung ist die optimale Versorgung des Körpers mit allen lebensnotwendigen Nahrungsinhaltsstoffen, in der diese Süßungsmittel keine Rolle spielen. Ziel der Ernährungsberatung ist die Aufklärung über eine vernünftige Lebensmittelauswahl, mit der auch ohne Zucker auf Freude am Essen nicht verzichtet werden muß.

Obgleich vielen Verbrauchern die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheit bekannt sind, ist es für viele nicht einfach, die tägliche Ernährung entsprechend umzustellen. Von daher ist eine Aufklärung der Verbraucher in Ernährungsfragen nach wie vor äußerst wichtig und damit auch in den Schulen das entsprechende Wissen vermittelt wird.

Tags: ,

Leave a Reply

Kommentare werden moderiert. Es kann etwas dauern, bis dein Kommentar angezeigt wird.

*