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ASPARTAM – Ist Gift in der Dose?

Donnerstag, Februar 18th, 1999

Übersetzt 2.8.1999
Originalversion: www.thewinds.org

Vierhundert Kilometer von der Ostküste der Vereinigten
Staaten entfernt, 10000 Meter über dem Atlantischen Ozean, das Wetter am frühen Nachmittag ist gut und ein Jetstream beschleunigt den Flug 901 der Transglobal Airlines Richtung des internationalen Kennedy-Airports in New York. Im Cockpit des Flug 901* zieht sich seine Sauerstoffmaske über – FAA-Bestimmung – da der Kopilot den rechten Sitz verlassen muß, um einem biologischen Bedürfnis nachzugehen. Bevor er die Maske aufsetzt, nimmt er aber noch einen großen Schluck aus einer Blechdose, leert eine Diät-Cola – das einzige, was er seit dem Frühstück zu sich genommen hat.

„TransGlobal Flight 901, nähern uns Kennedy“, sagt der Captain, als er mit der Flugverkehrsleitzentrale Kontakt aufnimmt.

„TransGlobal 901 im Anflug auf Kennedy, kommen!“ antwortet der Fluglotse.

„901 Kurs Kennedy, Flughöhe eins-null-null“, antwortet der Pilot, „vier-null-null Kilometer östlich, fordert Annäherungs-Einweisungen.“

„901, hier Kennedy. Umschalten auf drei-zwo-null-eins.“

„901, Roger“, antwortet der Pilot, als er den Transponder auf die angegebenen Werte einrichtet.

Ein paar Minuten später dann: „901, hier Kennedy“, ruft der Fluglotse.

Keine Antwort.

„901, hier Kennedy.“

Wieder, keine Antwort.

„TransGlobal 901, hier ist das Ziel Kennedy, wir sehen sie auf einer fallenden Rechtskurve auf Flughöhe null-acht-zwei. Steigen Sie und halten sie eins-null-null, Kurs zwei-fünf-fünf Grad, bis sie weitere Anweisungen erhalten.“

Keine Antwort.

„901, hier ist Flugziel Kennedy. Bitte melden.“

Nichts.

„901, hier Kennedy, wir haben sie fallend bei Flughöhe null-sechs-null, Fallgeschwindigkeit einskommazwo Kilometer pro Minute. Korrigieren Sie, steigen Sie und halten sie eins-null-null.“

Weiterhin Schweigen, gefolgt von mehreren Versuchen des Fluglotsen, den Flieger zu erreichen. Dann:

„Jedes Flugzeug im Bereich der TransGlobal 901, hier ist Flugziel Kennedy, wir haben 901 vom Transponder und Bodenradar verloren. Bitte bestätigen Sie, wenn sie Radar- oder Sichtkontakt zur 901 haben.“

In diesem fiktiven Szenario konsumiert der Pilot auf nüchternen Magen ein Diätgetränk, daß den künstlichen Süßstoff Aspartam enthält (auch bekannt unter NutraSweet, Equal usw.). Kurz darauf erlebt der Captain eine schwere Attacke, eine Art von elektrischem Kurzschluß im Gehirn, welche ihn ohnmächtig werden läßt und verursacht, daß das Flugzeug im Atlantischen Ozean versinkt.

Höchst unwahrscheinlich? Vielleicht, aber nicht so sehr, wie Sie denken. Selbst die Bezeichnung „fiktiv“ könnte nicht ganz zutreffen. Am 8. September 1994 stürzte der US Air-Flug 427, eine Boeing 737-300 bei einem Landemanöver am Internationalen Flughafen Pittsburgh ab. Alle 132 Menschen an Bord wurden getötet.

The Associated Press (AP) berichtete, daß der Cockpit-Voicerecorder anzeigte, daß „der Flug bis zu den letzten Sekunden routinemäßig verlief.
Captain Peter Germano trank einen Preiselbeer-Orangensaft und eine Diätsprite zehn Minuten vor dem Absturz…“
, fuhr der AP-Bericht fort.

Zufall? Vielleicht. (mehr …)