Archive for the ‘Krieg’ Category

Der Krieg ist ein Massaker von Leuten, die sich nicht kennen, zum Nutzen von Leuten, die sich kennen, aber nicht massa­krieren.

Paul Valery

Was bedeutet die deutsche Kapitulation 1945?

Samstag, Mai 8th, 2010

Ein Vortrag von Hans-Joachim von Leesen, gefunden auf http://www.paukenschlag.org

Leesen Vor einigen Jahren besuchte ich die Seelower Höhen, jenes Gebiet etwa 60 km östlich von Berlin, in dem die deutschen Truppen im April 1945 den endgül­tigen und entschei­denden Durch­bruch der Roten Armee zur Reichs­haupt­stadt verhin­dern oder zumindest aufhalten wollten.

Dieses Gebiet, das sich 40 m über dem Urstromtal der Oder erhebt, wurde von den zusam­men­ge­rafften Resten zerschla­gener Einheiten des Heeres und der Waffen-SS, der Luftwaffe, der Marine und des Reichs­ar­beits­dienstes vertei­digt.

Mit ihnen zusammen hatten sich Volks­sturm­ein­heiten, Panzer­jagd­bri­gaden der Hitler-Jugend, nieder­län­di­sche, wallo­ni­sche, flämische, lettische, norwe­gi­sche und dänische Waffen-SS-Soldaten noch einmal einge­graben in der Hoffnung, die vielfach über­le­gene Sowjet­armee daran zu hindern, den kriegs­ent­schei­denden Stoß auf die deutsche Haupt­stadt zu führen.

Natürlich wussten sie alle, dass der Krieg für Deutsch­land nicht mehr zu gewinnen war. Trotzdem über­trafen der Kamp­fes­wille und die Wider­stands­fä­hig­keit der deutschen Soldaten bei weitem das von den sowje­ti­schen Angrei­fern erwartete Maß. Während die Rote Armee geplant hatte, am Abend des 1. Angriffs­tages, das war der 16. April, die deutschen Vertei­di­gungs­li­nien durch­bra­chen zu haben, mussten sie vier Tage lang erbittert kämpfen, bis der Durch­bruch gelungen war und Berlin nahezu wehrlos vor Stalins Truppen lag.

In der sowje­ti­schen mili­tä­ri­schen Literatur kann man lesen, mit welchem Mut die Vertei­diger kämpften. Marschall Tschuikow, Befehls­haber der 8. Garde­armee, schildert, wie vor allem die Panzer­jagd­bri­gaden der Hitler-Jugend immer wieder die durch­zu­bre­chen drohenden Sowjet­truppen angriffen, wie sie Panzer abschossen, sich mit der Infan­terie schlugen, bis die Übermacht sie überrollt hatte. Marschall Konjew, Ober­be­fehls­haber der 1. ukrai­ni­schen Front, schrieb in seinen Memoiren in dem Kapitel „Das Jahr 1945“ wörtlich:

Wie eh und je schlug sich der deutsche Soldat tapfer und zeichnete sich vor allem in der Vertei­di­gung durch geradezu fana­ti­sche Stand­haf­tig­keit aus.“

Hier, auf den Seelower Höhen, dem größten Schlacht­feld des Zweiten Welt­krieges auf deutschem Boden, wurde mir so deutlich wie nie zuvor, wie zwei­fel­haft es ist, das Ende des Zweiten Welt­krieges als die „Befreiung“ zu bezeichnen. Wenn es eine Befreiung gewesen wäre, dann kann ich mir nicht erklären, dass dieje­nigen, die „befreit“ werden sollten und die darüber doch eigent­lich hätten froh sein müssen, sich mit solcher Verbis­sen­heit gegen die angeb­li­chen „Befreier“ wehrten.
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Die Wolfowitz-Verschwörung

Dienstag, Oktober 16th, 2001

Am 14. Oktober veröf­fent­lichte der London Observer eine der nun geläu­figen — und völlig falschen — US-Propa­ganda-Schreck­ge­schichte mit dem Titel „Der Irak steckt hinter den Anthrax-Ausbrü­chen.” Der Bericht schenkte dem irren Gerede der „ameri­ka­ni­schen Falken” Glauben, welche sagen, daß es „einen wach­senden Haufen Beweise gibt, daß der irakische Präsident Saddam Hussein mit den Flug­zeug­ent­füh­rungen vom 11. September — viel­leicht indirekt — verwi­ckelt sei. Wenn sich dies bestä­tigen würde”, meinte der Observer, „dann würde der sich aufbau­ende Druck … für einen Angriff (auf den Irak) unwi­der­steh­lich werden.” Einer dieser „Falken”, ein unbe­nannter „Regie­rungs­an­ge­stellter” der USA, berich­tete dem Observer, daß der britische Premier­mi­nister Tony Blair ein „treuer Verbün­deter” im Krieg gegen den Terro­rismus sei und „wenn es bedeuten würde, daß wir den nächsten Hundert­jäh­rigen Krieg beginnen würden, dann ist dies halt so.

Der „nächste Hundert­jäh­rige Krieg”? Wer sind diese verrückten Ameri­kaner, die derartig sprechen, und sind sie nicht genauso gefähr­lich wie der Jihad des Osama bin Laden?

Hier werden wir die Namen der Fanatiker in dieser Anti-Irak-Grup­pie­rung nennen, die als die „Wolfowitz-Verschwö­rung” bekannt wurden, benannt nach dem Stell­ver­tre­tenden Vertei­di­gungs­mi­nister der USA, Paul Wolfowitz. Der New York Times zufolge, welche durch­ge­si­ckerte Infor­ma­tionen über deren Akti­vi­täten vom 12. Oktober veröf­fent­lichte, will diese Grup­pie­rung einen unver­züg­li­chen Krieg gegen den Irak, im Glauben, daß die Bombar­die­rung von Afgha­ni­stan, welches längst ein ausge­laugtes Ödland ist, keines­falls einem globalen Krieg entspricht, den sie erhoffen. Aber der Irak ist nur ein weiterer Tritt­stein, um den Anti-Terroristen-„Krieg” in einen ausge­wach­senen „Clash of Civi­li­za­tions” umzu­wan­deln, in welchem der Islam zum neuen „Feindbild” des neuen „Kalten Krieges” wird.

Die Theorie hinter dem „Clash of Civi­li­za­tions”, entwi­ckelt vom Berater für nationale Sicher­heit des Präsi­denten Jimmy Carter, Zbigniew Brze­zinski und seinen Schütz­lingen einschließ­lich dem Harvard-Professor Samuel Huntington, definiert die arabische und isla­mi­sche Welt als einen „arc of crisis”, einen „Bogen der Gefahr” aus dem Mittlerem Osten über die isla­mi­schen Länder Zentral­asiens in die damalige Sowjet­union. Brze­zinski wollte die „isla­mi­sche Karte” gegen die Sowjet­union ausspielen, und dadurch begann die Politik, isla­mi­sche Funda­men­ta­listen gegen moderate und pro-westliche arabische und isla­mi­sche Regie­rungen zu fördern. Nach dem Ende des kalten Krieges aktua­li­sierte der Haufen von Brzezinski/Huntington ihren „Bogen der Gefahr”, indem sie erklärten, daß die isla­mi­sche Religion in einem neuen Krieg der Feind sei, in welchem Reli­gionen statt poli­ti­scher Systeme sich unaus­weich­lich bekämpfen würden.

Jeden­falls wurden jene terro­ris­ti­schen Drogen­schmuggler der isla­mi­schen Welt, welche durch Brze­zinski lanciert und von den Iran-Contra-Netz­werken unter der Kontrolle des Oberst­leut­nant Oliver North aufgrund der Executive Order 12333 des George Bush Sen. „adoptiert” wurden — trainiert von briti­schen und ameri­ka­ni­schen Sonder­ge­heim­diensten und dem CIA, ausge­rüstet durch israe­li­sche Mili­tär­netz­werke — die Haupt­ver­däch­tigen in den terro­ris­ti­schen Angriffen auf die Verei­nigten Staaten.

Ein Netzwerk durchdringt die Regierung

Die Anhänger der soge­nannten „Wolfowitz-Verschwö­rung”, welche die Theorie vom „Clash of Civi­li­za­tions” verfolgen, sind nichts gerin­geres als „ein innerer Feind” in den USA, ein Netzwerk, welches das Vertei­di­gungs­mi­nis­te­rium, das Außen­mi­nis­te­rium, das Weiße Haus und den Natio­nalen Sicher­heitsrat verknüpft. Der Bericht soll keine „Gute Jungs gegen Böse Jungs”-Beschreibung der Bush-Regierung sein; eher ist es eine Warnung, daß diese Verschwö­rung eine eng verfloch­tenes Gauner­netz­werk ist, welches versucht, die US-Politik zu über­nehmen und die momentane afgha­ni­sche Unordnung in einen Weltkrieg ausarten zu lassen. Die Verschwö­rung trägt die gefähr­liche Ähnlich­keit einer „geheimen Paral­lel­re­gie­rung” der „Projekt Demokratie”-Operation von Oberst­leut­nant North und General Richard Secord, welche Iran-Contra steuerte. Tatsäch­lich sind einige der Verschwö­rungs­mit­glieder in der jetzigen Bushre­gie­rung verur­teilte Krimi­nelle aufgrund ihrer Akti­vi­täten in dem „Unter­nehmen” des Herrn North!

Am 12. Oktober enthüllte die New York Times tiefe Meinungs­ver­schie­den­heiten in der Bush-Regierung, beschrieb, wie die Verschwö­rung hinter dem Rücken der Beamten des Kabinetts wie dem Außen­mi­nister Amerikas, Colin Powel, im Namen der US-Regierung Politik betreibt. Die Gruppe möchte den Irak auslö­schen, den Paläs­ti­nen­ser­prä­si­denten Arafat und die Paläs­ti­nen­ser­re­gie­rung auf die Terro­ris­ten­liste setzen (wenn nicht gleich auf die Nach­rufs­seite) und den Natio­nal­staaten Krieg erklären.

Die Times enthüllte, daß eine Schlüs­sel­gruppe der „Wolfowitz-Verschwö­rung” die 18 Mitglieder umfas­sende Rat für Vertei­di­gungs­po­litik sei, welcher sich für 19 Stunden zusam­men­setzte, um am 19./20. September „Prozeß zu machen” gegen Saddam Hussein. Das Treffen drängte nach einem neuer­li­chen Krieg gegen den Irak, sobald der Krieg gegen Afgha­ni­stan seine Anfangs­phase abge­schlossen habe. Er disku­tierte den Sturz von Saddam Hussein, die Auftei­lung des Irak in Mini­staaten, die von US-finan­zierten Dissi­denten geleitet würden, welche die Gewinne aus den Basra-Ölvor­kommen für ihre kolla­bo­rie­rende Regierung stehlen würden. Das Treffen disku­tierte, wie man die Infor­ma­tionen so mani­pu­lieren könne, daß man die Angriffe des 11. Septem­bers auf Saddam Hussein schieben könne.

Der Times zufolge nahm Vertei­di­gungs­mi­nister Donald Rumsfeld an beiden Tagen nur teilweise teil, und am 22. September wies Präsident George Bush die Empfeh­lung des Rates zurück, (so früh) den Krieg gegen den Irak zu erklären. Aber für die „Wolfowitz-Verschwö­rung” zählt die Entschei­dung von Herrn Bush nicht wirklich — Kern­mit­glieder des Politik-Rates sind wegen ihrer breiten inter­na­tio­nalen Verbin­dungen vor allem zum Verei­nigten König­reich und Israel ausge­wählt worden, was ihnen erlaubt, Ände­rungen in der US-Politik mittels einer „Außen-Innen”-Operation durch­zu­setzen. Wenn man nicht in der Lage ist, Politik durch Werbung zu ändern, kann das Netzwerk durchaus auch verdeckte Opera­tionen als eine „Regierung in der Regierung” durch­führen, wie sie es auch während Iran-Contra getan hat.

Der Vorsit­zende des Rates für Vertei­di­gungs­po­litik ist Richard Perle, ein früher Stell­ver­tre­tender Vertei­di­gungs­mi­nister für inter­na­tio­nale Sicher­heits­an­ge­le­gen­heiten unter Reagan, nun beim neokon­ser­va­tiven American Enter­prise Institute.

Perle, dessen Spitzname „Fürst der Fins­ternis” wegen seiner nuklearen Arma­geddon-Ansichten während des Kalten Krieges ist, ist, was viel wichtiger ist, ein Mitar­beiter von Conrad Black’s Hollinger Inter­na­tional Inc., welche den Bemü­hungen des Sicher­heits­ko­or­di­na­tors des Briti­schen Empires William Stephen­sons entsprungen ist, Waffen für England während dem Zweiten Weltkrieg zu sichern. Gegen­wärtig besitzt Hollinger die mit der briti­schen Tory-Partei verknüpfte Telegraph PLC, deren inter­na­tio­naler Bera­tungs­aus­schuß von der früheren briti­schen Premier­mi­nis­terin, Lady Magaret Thatcher geleitet wird. Hollinger besitzt ebenfalls die Jerusalem Post, ein weiterer kriegs­gei­fernder Pres­se­ausguß.

Die „Hart­schläger” im Vertei­di­gungs­po­litik-Rat sind die schlimmsten der anglo­ame­ri­ka­nisch-israe­li­schen geopo­li­ti­schen Fanatiker der letzten Jahr­zehnte, einschließ­lich: dem früheren Außen­mi­nister Henry A. Kissinger, der auch ein Mitglied von Hollin­gers Inter­na­tio­nalem Bera­tungs­aus­schuß ist; dem früheren Sprecher des Weißen Hauses Newt Gingrich; dem früheren Direktor der CIA unter Clinton, R. James Woolsey; dem früheren stell­ver­tre­tenden Vorsit­zenden der Ober­be­fehls­haber der Heere Admiral David E. Jeremiah; dem früheren Vize­prä­si­dent Dan Quale; dem früheren Vertei­di­gungs- und Ener­gie­mi­nister James R. Schle­singer und dem früheren Vertei­di­gungs­mi­nister unter Präsident Carter Harold Brown.

Obwohl Perle erst vor kurzem zum Vorsit­zenden des Rates für Vertei­di­gungs­po­litik ernannt wurde, waren er und Wolfowitz für mehr als zwanzig Jahre Kolla­bo­ra­teure als einfluß­ha­bende Agenten der rechts­ge­rich­teten israe­li­schen Kriegs­par­teien. 1985, als klar wurde, daß Jonathan Jay Pollard, ein in diesem Jahr der Spionage über­führten Ameri­kaner beim Stehlen von solch hoch­ge­heimen USA-Geheim­nissen für Israel, um sie der Sowjet­union zu verkaufen, nicht allein gear­beitet haben kann, berich­teten Geheim­dienstan­ge­stellte höchsten Ranges der EIR, daß ein gesamtes „X-Kommittee” an höchst­ran­gigen US-Beamten unter­sucht werde. Wolfowitz und Perle waren auf der Liste der Verdäch­tigen des „X-Kommit­tees”, und die Spionage Israels gegen die Verei­nigten Staaten waren derartig heftig, daß die Ermittler EIR berich­teten, daß sie „nicht nur Maulwürfe sondern regel­rechte Maul­wurfs­haufen” gefunden haben. Pollard und seine israe­li­schen Vertei­diger behaup­teten später, daß Pollard gegen die USA spio­nieren „mußte”, weil die Ameri­kaner zu sanft mit dem Irak und anderen arabi­schen Ländern umsprangen.

Die „Wolfowitz-Verschwö­rung” ist dazu bestimmt, die Verei­nigten Staaten in Richtung der gefähr­lichsten israe­li­schen Rechts­au­ßen­po­litik zu drängen einschließ­lich einem möglichen israe­li­schen Nukle­ar­an­griffs auf einen arabi­schen Staat. Sie sind die Durch­führer genau jenes Szenarios der „Ausein­an­der­bre­chenden Allianz”, vor welcher Lyndon LaRouche in seiner Stel­lung­nahme vom 12. Oktober warnte.

Plan B: Mit dem Hund wedeln

Die „Wolfowitz-Verschwö­rung” ist darauf aus, jegliches Potential für einen Mittel­öst­li­chen Frieden zu zerstören und ist dazu bestimmt, die eura­si­sche Wirt­schafts­ent­wick­lung zu behindern, welche sich um die Koope­ra­tion zwischen Europa, Rußland und China konzen­triert Nachdem Rück­schlag nach der Mara­thon­sit­zung des Vertei­di­gungs­po­litik-Rats, setzte die Wolfowitz-Verschwö­rung verschie­dene Opera­tionen in Bewegung, um Propa­gan­da­ge­schichten, gefälschte Berichte der US-Politik zu verbreiten, und andere Manöver, wodurch sozusagen „der Schwanz mit dem Hund wedelt”. Nicht geneh­migte Stel­lung­nahmen werden von den Verschwö­rern gemacht, Inter­views, welche die US-Politik falsch darstellen, werden rund um die Welt verbreitet, und Geheim­dienst­be­richte werden geändert oder herge­stellt, um die poli­ti­schen Ziele näher­zu­bringen.

Das Muster wird klar und deutlich.

In einem ersten derar­tigen Vorgehen kurz nach den Angriffen vom 11. September erklärte Wolfowitz, daß die Verei­nigten Staaten „staats­ge­stützten Terro­rismus beenden” würden und bestand darauf, daß nach dem Prinzip der Selbst­ver­tei­di­gung die Verei­nigten Staaten allein handeln dürfen, ohne die Vereinten Nationen oder eine Koope­ra­tion mit anderen Ländern. Er wollte die „Doktrin” etablieren, daß die Verei­nigten Staaten „egal wo und zu welcher Zeit” ein Land aufgrund geheimer Beweise angreifen könnten. Aber Wolfowitz wurde in einer deutlich sicht­baren Unstim­mig­keit mit dem Weißen Haus gezwungen, diese Aussage zurück­zu­nehmen. Einige Tage später bremsten die NATO-Verbün­deten im Haupt­quar­tier in Brüssel Wolfowitz und lehnten es bei einem Treffen, in welchem Wolfowitz die Bush-Regierung vertrat, ab, die Koope­ra­tion mit den Verei­nigten Staaten unter NATO-Abkommen formell zu bekräf­tigen.

In derselben Laune versuchte die Verschwö­rung am 7. Oktober, dem Tag, als die Afgha­ni­stan-Bombar­die­rung begann, einen Keil zwischen die Verei­nigten Staaten und den UN-Sicher­heitsrat, vor allem Rußland und China zu treiben, indem sie den Text eines Briefes des US-Botschaf­ters für die UN John D. Negro­ponte änderten — ein ständiger Insider in der Iran-Contra-Operation, welcher beschul­digt wurde, in den 80ern mit Drogen-verbun­denen mili­tä­ri­schen Todes­schwa­dronen in Honduras kolla­bo­riert zu haben. Die Önde­rungen wurden ohne Kenntnis des Vorge­setzten von Negro­ponte, dem Außen­mi­nister Powell gemacht.

Im Brief zitierte Negro­ponte den soge­nannten Ausrut­scher von Wolfowitz und schrieb „Wir könnten heraus­finden, daß unsere Selbst­ver­tei­di­gung weiter­ge­hende Hand­lungen bezüglich anderer Orga­ni­sa­tionen und Staaten erfor­der­lich macht.” Die Aussage zielt implizit auf den Irak, Syrien und den Sudan, alles Länder, die auf der Staa­ten­liste des Außen­mi­nis­te­riums stehen, welche Terro­rismus unter­stützen. Die Aussage verletzt Verspre­chen, welche die USA gegeben haben, daß sie die „Koalitions”-Handlungen darauf beschränken, die Angriffe vom 11. September zu vergelten. Wie berichtet wurde, soll Powell, als er von dieser Aussage aus der Presse erfahren hat, „an die Decke gegangen sein”. Die Einfügung wurde von Stephen J. Hadley entworfen, welcher stell­ver­tre­tender Berater für den natio­nalen Sicher­heitsrat ist. Dieser Stunt könnte beim Treffen des Rates für Vertei­di­gungs­po­litik geplant worden sein.

Dann ist da der Fall vom früheren CIA-Direktor James Woolsey, dessen defi­nierte Rolle als Mitglied des Poli­tikrates es ist, am öffent­lichsten den Sturz von Saddam Hussein zu fordern. Die Zeitungs­kette Knight-Ridder berich­tete am 11. Oktober, daß Woolsey im vorigen Monat dazu auto­ri­siert wurde, mit einem US-Regie­rungs­flug­zeug nach London zu fliegen, auf geheimer Mission in Beglei­tung von Beamten des Justiz- und Vertei­di­gungs­mi­nis­te­rium Beweise zu sammeln, die Saddam Hussein mit den Angriffen vom 11.September verbinden. In einer Pres­se­kon­fe­renz vom 18. September von Defense Week rief Woolsey nach einer „Flug- und Fahrt­ver­bots­zone” im Norden und Süden des Irak, damit die Kurden bzw. die Shi’iten besser Saddam bekämpfen können. „Das Schlag­wort des Tages”, meinte Woolsey, ist „Es sind die Regime, Trottel!” Seit dem Anthrax-Tod vom Bob Stevens am 5. Oktober, dem Foto­re­dak­teur der Sun, wurde Woolsey zum weltweit führenden Finger­zeiger auf Saddam als Mann hinter der Anthrax-Attacken. Seine soge­nannten Beweise sind veraltet, vorur­teils­be­haftet und voll­ständig unver­läß­lich.

Es ist kein Zufall, daß Woolsey im letzten Jahr eine promi­nente Rolle — als CIA-Direktor — im Szenario 1999/2000 des New Yorker Rates für auswär­tige Ange­le­gen­heiten (CFR, Council on Foreign Relations) gespielt hatte, „Die nächste Finanz­krise: Warn­zei­chen, Scha­dens­kon­trolle und Auswir­kungen”, welcher einen virtu­ellen Mili­tär­putsch ausge­ar­beitet hatte, welcher einer kombi­nierten Finanz­krise und Terro­ris­ten­at­tacke auf den Fuß folgen würde. Im Kriegs­spiel des CFR würde der US-Präsident von der Bild­fläche verschwinden. was das Land unter der Kontrolle der Krisen­ma­nage­ment-Diktatur zurück­lassen würde.

Ebenfalls nach London entsendet, um für einen „rollenden Krieg”, der Afgha­ni­stan, dann den Irak, und dann Land für Land, bis die Rache voll­bracht wurde, Propa­ganda zu machen, ist das befreun­dete Mitglied des Politik-Rates Newt Gingrich. In einem Gespräch mit der London Times, die dem briti­schen Israel-Top-Propa­gan­disten Rupert Murdoch gehört, sagte Gingrich, daß die Verei­nigten Staaten „im Krieg” liegen mit dem „orga­ni­sierten, syste­ma­tisch ausge­brei­teten Terro­rismus, gefördert durch Natio­nal­staaten”. Er meinte, daß der Beschuß der afgha­ni­schen Taliban ohne das Bezwingen des Irak „vergleichbar damit wäre, das imperiale Japan zu bezwingen, aber die Nazis in Ruhe zu lassen.” Gingrich drohte, daß Länder, die entschieden, nicht koope­rativ gegen den Terro­rismus zu sein, den Konse­quenzen gegen­über­stehen müssen: „Die USA und die Koali­ti­ons­kräfte werden euren eigenen Völkern beistehen, euch zu besei­tigen.”

Indem er das Tempo für sein Team vorgibt, war Perle zusammen mit dem Neokon­ser­va­tiven William Kristol der verbin­dende Initiator bei einem offenen Brief an Präsident Bush in der von Rupert Murdoch finan­zierten Weekly Standard, welcher, obwohl er den Präsi­denten im Krieg gegen den Terro­rismus begeis­tert unter­stützte, tatsäch­lich ein Ultimatum war, um einen „Clash of Civi­li­za­tions”, dreis­sig­jäh­rigen Krieg im mittleren Osten zu unter­stützen. Unter den nicht vertret­baren Forde­rungen, die in diesem Brief vorge­tragen wurden, war der Sturz von Saddam Hussein, „selbst wenn die Beweise den Irak nicht direkt mit dem Angriff (vom 11. September) in Verbin­dung bringen.”

Es gibt keinen Zweifel, daß das Duo Wolfowitz/Perle am Kern des Netz­werkes sind, welches Israel im „Szenario wegfal­lender Verbün­deter” benutzen kann. Tatsäch­lich ist Wolfowitz eine der großen Hoff­nungen der rechts­ex­tremen in Israel einschließ­lich der radiaklen Sied­ler­be­we­gung, wo man die Ermordung Arafats und die Vertrei­bung aller Paläs­ti­nenser aus den besetzten Gebieten fordert. Aber Wolfowitz und Perle sind keine „israe­li­schen Agenten”. Eher sind sie die Unter­nehmer zweiter Gene­ra­tion, die beide von Albert Wohl­stetter von der RAND Corp. ausge­bildet wurden, einem früheren Trotzki-Kommu­nisten, der nun Nukle­ar­stra­tege ist. Genauso wenig sind die verschwö­re­ri­schen kriegs­trei­be­ri­schen Mili­ta­risten „Sieben Tage im Mai”.

Richard Armitage, General Wayne Downing, Richard Clarke und Elliott Abrams sind ebenso schwer in dieser Verschwö­rung verwi­ckelt.

Amerika im Krieg in Mazedonien

Freitag, Juni 1st, 2001
Von Michel Chos­su­dovskyTFF Partner

Professor der Wirt­schaft, Univer­sität Ottawa

Siehe Karte bei www.bsrec.bg/taskforce/SYNERGY/oilprojects2.html.

Washing­tons heim­li­cher Krieg in Maze­do­nien gibt vor, Amerikas Wirkungs­kreis im südöst­li­chen Europa zu konso­li­dieren. Auf dem Spiel steht der stra­te­gi­sche Bulgarien-Maze­do­nien-Albanien-Transport-, Kommu­ni­ka­tions- und Ölpipeline-„Korridor”, welcher das Schwarze Meer mit der Adria­ti­schen Küste verbindet. Maze­do­nien steht an den stra­te­gi­schen Kreuz­wegen des Ölpipe­line-Korridors.

Um diese Pipeline-Wege zu schützen, ist es Washing­tons Ziel, ein „Flickwerk von Protek­to­raten” entlang der stra­te­gi­schen Korridore im Balkan zu einzu­richten.  Die Verspre­chung  eines „Groß-Albaniens”, welche von Washington verwendet wird, um alba­ni­schen Natio­na­lismus anzu­fa­chen, ist Teil des Tricks der Mili­tär­nach­rich­ten­dienste.  Reichlich doku­men­tiert besteht der letztere in der Finan­zie­rung und Ausrüs­tung der Kosovo-Befrei­ungs­armee (KLA) und ihrer Vertre­tung, der Natio­nalen Befrei­ung­armee (NLA), um die Terro­risten-Angriffe in Maze­do­nien zu führen.

Die Entwick­lung von Amerikas Einfluß­sphäre im südöst­li­chen Europa — in Kompli­zen­schaft mit Groß­bri­tan­nien — bedient die Inter­essen von Ölriesen einschließ­lich BP-Amoco-ARCO, Chevron und Texaco. Das Sichern der Kontrolle und der „Schutz” der Pipeline-Wege ist von höchster Bedeutung für den Erfolg folgender Multi-Milli­arden-Dollar-Wagnisse:

Ein erfolg­rei­ches inter­na­tio­nales Ölregime, eine Verbin­dung von ökono­mi­schen, poli­ti­schen und mili­tä­ri­schen Arran­ge­ments, um die Gewinnung und den Transport von Erdöl zu den Märkten zu unter­stützen.1

Die anglo-ameri­ka­ni­sche Verei­ni­gung, welche das AMBO Trans-Balkan- Pipelines-Projekt kontrol­liert, welches die Verbin­dung des bulga­ri­schen Hafens von Burgas mit Vlore auf der alba­ni­schen Adria­ti­schen Küsten­linie in hohem Maße kontrol­liert, schließt die Teilnahme von Europas konkur­rie­rendem Ölriesen Total-Fina-Elf aus.2 Mit anderen Worten ist der Zweck der stra­te­gi­schen Kontrolle der USA über den Pipeline-Korridor, die Rolle der Euro­päi­schen Union zu schwächen und die konkur­rie­renden euro­päi­schen Geschäfts­in­ter­essen auf Armes­länge zu halten.

Wer steht hinter der Trans-Balkan-Pipeline?

Die in den Verei­nigten Staaten ansässige AMBO Pipelines-Verei­ni­gung ist direkt mit dem Sitz der poli­ti­schen und mili­tä­ri­schen Kraft in den Verei­nigten Staaten und dem Unter­nehmen Halli­burton Energy des Vize­prä­si­denten Dick Cheney verbunden.3

Die Taug­lich­keits­studie für die Trans-Balkan-Ölpipe­line von AMBO, durch­ge­führt von der inter­na­tio­nalen Maschi­nen­bau­firma Brown&Root Ltd. [Britische Toch­ter­ge­sell­schaft von Halli­burton] hat fest­ge­stellt, daß dieses Pipeline …ein Teil der kriti­schen Ost-West-Korridor-Infra­struktur der Gebiets werden wird, die Straßen, Eisenbahn, Gas und Glasfaser-Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­Ver­bin­dungen einschließt.4

Und mit Voll­endung der Taug­lich­keits­studie durch Halli­burton wurde ein leitender Ange­stellter von Halli­burton zum CEO von AMBO ernannt. Halli­burton wurde auch ein Vertrag bewilligt, um US-Truppen im Balkan zu bedienen und „Bondsteel” in Kosovo zu bauen, welches jetzt „die größte gebaute ameri­ka­ni­sche Auslands­mi­li­tär­basis seit Vietnam” ist.5 Zufällig hat auch White And Case LLT, jenes Anwalts­büro aus New York, welches Präsident William J. Clinton auswählte, als er das Weiße Haus verlassen hat, seinen Einsatz im AMBO Pipelines-Geschäft.

Militarisation der Pipelines-Korridore

Das AMBO Trans-Balkan-Pipeline-Projekt würde eine Verbin­dung mit den Pipeline-Korri­doren zwischen dem Schwarzem Meer und dem Becken vom Kaspi­schen Meer aufbauen, das am Zentrum der größten uner­forschten Ölre­serven der Welt liegt (siehe Karte www.bsrec.bg/taskforce/SYNERGY/oilprojects2.html). Die Mili­ta­ri­sa­tion dieser verschie­denen Korridore ist ein inte­graler Teil des Washing­toner Plans.

Die US-Politik „des Schutzes von Pipeline-Wegen” aus dem Becken des Kaspi­schen Meeres (und durch den Balkan) wurde von Bill Richardson, Energie-Minister unter Clinton, nur wenige Monate vor der Bombar­die­rung Jugo­sla­wiens 1999 dargelegt:

Hier geht es um Amerikas Energie-Sicher­heit. Und um die Verhin­de­rung stra­te­gi­scher Überfälle durch dieje­nigen, die unsere Werte nicht teilen. Wir versuchen, diese seit neuem unab­hän­gigen Länder zum Westen zu bewegen, wir möchten sie auf westliche witschaft­liche und poli­ti­sche Inter­essen vertrauend sehen, anstatt daß sie einen anderen Weg einschlagen. Wir haben eine erheb­liche poli­ti­sche Inves­ti­tion im kaspi­schen Raum gemacht, und es ist für uns sehr wichtig, dass sowohl die Pipeline-Karte als auch die Politik sich recht entwi­ckeln.„6

Die anglo-ameri­ka­ni­schen Ölriesen einschließ­lich BP-Amoco-Arco, Texaco und Chevron — unter­stützt durch die Macht des US-Militärs — befinden sich in Konkur­renz mit Europas Ölriesen Total-Fina-Elf (eng verbunden mit Italiens ENI) der ein bedeu­tender Spieler in den reich­hal­tigen kasach­sta­ni­schen nordost-kaspi­schen Kashagan-Ölfeldern ist. Der Einsatz ist hoch: Vom Kashagan wird berichtet, daß es „so groß ist, daß es sogar die Größe der Öl-Reserven in der Nordsee über­trifft.„7 Der konkur­rie­renden Verei­ni­gung aus der Euro­päi­schen Union mangelt es jedoch hat an bedeu­tendem Einsatz und Einfluß in den Haupt­pipe­line-Wegen aus dem Becken des Kaspi­schen Meeres und zurück (durch das Schwarzes Meer und den Balkan) nach West-Europa. Die Schlüssel-Pipeline-Korridor-Projekte — einschließ­lich dem AMBO-Projekt und dem Bakus-Cehyan-Projekt durch die Türkei  zum Mittel­meer — sind in hohem Maße in den Händen ihrer anglo-ameri­ka­ni­schen Rivalen, die sich schwer auf US-mili­tä­ri­sche und poli­ti­sche Anwe­sen­heit sowohl im Kaspi­schen Becken als auch im Balkan verlassen.

Washing­tons Plan ist, voraus­sicht­lich alle drei AMBO-Länder, nämlich Bulgarien, Maze­do­nien und Albanien vom EU-/deut­schem Einfluß durch die Instal­la­tion von ausge­wach­senen US-Protek­to­raten zu distan­zieren. Mit anderen Worten sind Mili­ta­ri­sa­tion und geopo­li­ti­sche Kontrolle der Verei­nigten Staaten über die geplante Pipeline, die Burgas in Bulgarien zum Adria­ti­schen Hafen mit Vlore in Albanien verbindet, auf die Unter­gra­bung des EU-Einflusses ebenso wie der Schwä­chung der konkur­rie­renden Franco-Belgisch-Italie­ni­schen Ölin­ter­essen ausge­richtet.

Verhand­lungen bezüglich der AMBO Pipeline sind durch US-Regie­rungs-Beamten der Südbalkan-Entwick­lungs­in­itia­tive (SBDI) der Handels- und Entwick­lungs­agentur  (TDA) unter­stützt worden, „entworfen, um Albanien, Bulgarien und der FYR Maze­do­nien zu helfen, sich weiter zu entwi­ckeln und ihre Transport-Infra­struktur entlang dem Ostwest-Korridor, der sie verbindet, zu inte­grieren.„8

Der TDA weist auf den Bedarf dieser drei Länder hin, „regionale Synergie zu nutzen, um neues öffent­li­ches und privates Kapital [von US-Firmen] locker zu machen” wobei sie die Verant­wort­lich­keit der US-Regierung  unter­streicht, „diese Initia­tive durch­zu­führen.” Hinsicht­lich der AMBO Pipeline erscheint es so, als ob die Euro­päi­sche Union in hohem Maße von Planung und Verhand­lungen ausge­schlossen worden ist. „Verständ­nis­me­mo­randen” sind bereits mit den Regie­rungen Albaniens, Bulga­riens und Maze­do­niens unter­zeichnet worden, welche die nationale Souve­rä­nität der Länder sowohl über die Pipeline als auch über den Trans­port­kor­ri­dore beschneidet, indem sie „exklusive Rechte” an die anglo-ameri­ka­ni­sche Verei­ni­gung zugesteht:

[Das] Verständ­nis­me­mo­randen legt fest, dass AMBO als einziger Partei erlaubt sein wird, die geplante Burgas-Vlore Ölpipe­line zu bauen. Im Detail gibt es AMBO das exklusive Recht, mit Kapi­tal­an­le­gern und Gläu­bi­gern des Projektes zu verhan­deln. Es verpflichtet auch [die Regie­rungen Bulga­riens, Maze­do­niens und Albaniens], gewisse vertrau­liche Infor­ma­tion über das Pipelines-Projekt nicht bekannt­zu­geben.9

Ost-West-Korridor 8”

Das AMBO Pipelines-Projekt ist mit einem anderen stra­te­gi­schen Projekt, bezeichnet als „Korridor 8” verbunden, erstmals durch die Regierung Clinton im Kontext des „Balkan-Stabi­li­täts-Paktes” vorge­schlagen. Von stra­te­gi­scher Bedeutung sowohl für die Verei­nigten Staaten als auch die Euro­päi­sche Union, umfaßt „Korridor 8” Auto­bahnen, Eisenbahn, Elek­tri­zität und Fern­mel­de­in­fra­struktur. Im Ausgleich wird die exis­tie­rende Infra­struktur in diesen Sektoren zur Dere­gu­lie­rung und Priva­ti­sa­tion (zu Nullpunkt-Preisen) unter IWF-Welt­bank­auf­sicht zerlegt.

Obgleich abge­stem­pelt durch EG-Trans­port­mi­nister als Teil des Prozesses der euro­päi­schen ökono­mi­schen Inte­gra­tion, wurden die „Korridor 8”-Tauglichkeitsstudien durch US-Firmen durch­ge­führt, finan­ziert direkt durch den TDA. Mit anderen Worten scheint Washington die Bühne für die Übernahme der Transport- und Nach­rich­ten­in­fra­struktur der Länder bereitet zu haben. Ameri­ka­ni­sche Korpo­ra­tionen, einschließ­lich Bechtel, Enron und General Elektric (mit Finanz­un­ter­stüt­zung von der US-Regierung), konkur­rieren mit Firmen von der Euro­päi­schen Union.

Washing­tons Plan soll den gesamten Korridor für US-Multi­na­tio­nale in einem Gebiet im „ökono­mi­sche Hinterhof” der EU erschließen, wo die Rolle der Deutschen Mark wichtiger zu sein scheint als die des US-Dollars.

EU-Erweiterung”

Anfang 2000 begann die Euro­päi­sche Kommis­sion Verhand­lungen über einen EU-Part­ner­mit­glied­schafts-Status mit Maze­do­nien, Bulgarien und Albanien. Und im April 2001, zum Höhepunkt der terro­ris­ti­schen Angriffe, wurde Maze­do­nien das erste Land im Balkan, daß einen soge­nannten „Stabi­li­täts- und Asso­zia­tions-Vertrag” (SAA) unter­zeich­nete, was ein bedeu­tender Schritt in Richtung einer voll­wer­tigen EU-Mitglieds­schaft ist. Der Vertrag liefert die Grundlage für „Handels­li­be­ra­li­sie­rung, poli­ti­sche Zusam­men­ar­beit, volks­wirt­schaft­liche und insti­tu­tio­nelle Reform sowie Einbin­dung der euro­päi­schen EG-Gesetz­ge­bung.” Unter dem SAA würde Maze­do­nien (De facto) ins Euro­päi­sche Währungs­system, mit vollem Zugang zum EG-Markt inte­griert.10

Die Terro­ris­ten­an­griffe trafen chro­no­lo­gisch mit dem Prozeß der „EU-Erwei­te­rung” zusammen, gewannen nur wenige Wochen vor der Unter­zeich­nung des histo­ri­schen „Asso­zia­tions-Vertrags” mit Maze­do­nien an Schwung. Reichlich doku­men­tiert haben die mili­tä­ri­sche Berater der Verei­nigten Staaten arbeiten mit den Terro­risten.  War das reiner Zufall?

Außerdem wurde Robert Frowick, ein „ehema­liger US-Diplomat”, Mitte März ernannt, die OSCE-Mission in Maze­do­nien zu leiten, wiederum nur wenige Wochen vor dem Unter­zeichnen des „Asso­zia­tions-Vertrags”. In naher Beziehung mit Washington und der US-Botschaft in Skopje begann Frowick einen „Dialog” mit NLA-Rebel­len­führer Ali Ahmeti. Er war auch behilf­lich bei der Vermitt­lung einer Vertrag zwischen Ahmeti und den Führern der alba­ni­schen Parteien, welche einen Teil der Regie­rungs­ko­ali­tion bilden.

Dieser durch Frowick verhan­delte Vertrag hat in hohem Maße zu desta­bi­li­sie­renden poli­ti­schen Hand­lungen beige­tragen, außerdem gleich­zeitig den Prozeß der EU-Erwei­te­rung gefährdet.11 Mehr noch, der sich verschlech­ternde Sicher­heits-Zustand in Maze­do­nien hat einen Vorwand für erwei­terte mili­tä­ri­sche und „huma­ni­täre”, poli­ti­sche Einmi­schung der USA geliefert, zugleich die ökono­mi­schen und poli­ti­schen Bande von Skopje mit Deutsch­land und der Euro­päi­schen Union geschwächt. Eine der „verbind­li­chen Bedin­gungen” des ” Asso­zia­tions-Vertrages” ist in dieser Hinsicht, dass Maze­do­nien „EG-Standards der Demo­kratie” entspricht.12 Selbst­ver­ständ­lich kann ohne eine „funk­tio­nie­rende Regierung” in Maze­do­nien der EG-Asso­zia­tions-Prozeß in Brüssel nicht fort­schreiten.

Die in Tirana, Skopje und Sofia instal­lierten Mario­net­ten­re­gie­rungen, die in hohem Maße auf US-Diktat reagieren, werden zur Zeit in Bezug auf die Euro­päi­sche Union beein­flußt. Washing­tons Absicht ist schließ­lich, Deutsch­lands „Lebens­raum” im südöst­li­chen Europa einzu­schränken. Der „EU-Erwei­te­rung” Lippen­dienst leistend haben die Verei­nigten Staaten stets die „NATO-Erwei­te­rung” als Mittel zur Verfol­gung ihrer stra­te­gi­schen Inter­essen an Osteuropa und dem Balkan bevorzugt, während Deutsch­land und Frank­reich dagegen standen.

Während der Ton der inter­na­tio­nalen Diplo­matie manier­lich und höflich bleibt, wurde die ameri­ka­ni­sche Außen­po­litik unter der Verwal­tung von Bush deutlich „anti­eu­ro­pä­isch”. Einem Beob­achter zufolge:

” Im Zentrum der Mann­schaft von Bush wird Colin Powell der Freund der Europäer [betrachtet], während die anderen Minister und Berater als arrogant, hart und unpäßlich betrachtet werden, die Europäer anzuhören oder einen einen Platz frei­zu­halten.„13

Deutschland und Amerika

Reichlich doku­men­tiert steht die CIA hinter der KLA und den NLA-Rebellen, welche die Terro­risten-Angriffe gegen die maze­do­ni­schen Frie­dens­truppen führen. Während das deutsche Gegen­stück zum CIA, der Bundes­nach­rich­ten­dienst (BND) mit der CIA beim Beauf­sich­tigen und der Finan­zie­rung der KLA vor den Kriegs­ent­wick­lungen 1999 koope­rierte, lassen die jüngsten Entwick­lungen es so scheinen, als ob der BND an Washing­tons mili­tär­ge­heim­dienst­li­chen Trick in Maze­do­nien nicht beteiligt wird.14

Nur wenige Wochen vor dem Unter­zeichnen des „Asso­zia­tions-Vertrags” mit der Euro­päi­schen Union waren deutsche Truppen in Maze­do­nien im Tetovo-Gebiet aufge­stellt, wo sie (Mitte März 2001) „zufällig” zum Ziel der NLA wurden. Währ1endend die West­li­chen Medien — im Chor die offi­zi­ellen Erklä­rungen wieder­ge­bend — berich­teten dass deutsche Truppen „gefangen im Kreuz­feuer” lagen, vermit­teln die Berichte von Tetovo, dass der Beschuß der NLA, „beab­sich­tigt war.” Auf jeden Fall wäre der Vorfall nicht vorge­kommen, hätte der deutsche BND mit der Rebellen-Armee zusam­men­ge­ar­beitet:

Bis zu 600 deutschen Soldaten waren gezwungen, Tetovo über Nacht zu verlassen, nachdem ihre Kasernen … in Kreuz­feuer gefangen waren … [Sie waren] zu leicht bewaffnet, um sich gegen die Albaner zu vertei­digen. Die Deutschen werden die abrei­senden Truppen durch eine Leopard-Panzer-Schwadron ersetzen [die zur Panzer-Artil­lerie-Batterie-Einheit gehört, die in Nordrein-Westfalen statio­niert ist] Die neue [deutsche] Feuer­kraft kann genutzt werden, um jetzt bestehende alba­ni­sche Posi­tionen um Tetovo zu zerschlagen.„15

In einer bitteren Ironie waren zwei der Komman­danten, die verant­wort­lich für die Terro­risten-Angriffe im Tetovo Gebiet sind, durch britische Special Forces ausge­bildet worden:

Beschä­mend für KFOR wurde bekannt, dass zwei der Kosovo-basie­renden Komman­danten, die den alba­ni­schen Stoß [ins Tetovo-Gebiet] führen, durch ehemalige briti­schen SAS- und Fall­schirm-Regiment-Offiziere in den Tagen erzogen wurden, als NATO mit der Grün­schnabel-Befrei­ung­armee von Kosovo (KLA) besser stand. Ein ehema­liges Mitglied einer Euro­päi­schen Special Forces-Einheit, die die KLA während des Konflikts im Kosovo beglei­tete, sagte, dass ein Komman­dant mit dem Pseudonym Bilal den Waffen- und Männer-Fluß in Maze­do­nien orga­ni­sierte, und dass der KLA Vete­r­an­kom­man­dant Adem Bajrami half, den Angriff auf Tetovo zu koor­di­nieren. Beide wurden von briti­schen Soldaten in den heim­li­chen Trai­nings­la­gern gelehrt, die oberhalb von Bajram Curri im nörd­li­chen Albanien 1998 und 1999 betrieben wurden.„16

Diese gleichen durch Briten ausge­bil­deten Rebellen-Komman­danten sehen Deutsch­land als den „Feind” an, weil die in Maze­do­nien und Kosovo aufstellten Bundes­wehr-Truppen — anstatt wie ihre briti­schen und ameri­ka­ni­schen KFOR-Gegen­stücke „Schutz” für die NLA-„Freiheitskämpfer” zu bieten — häufig „verdäch­tigte Terro­risten” an der Grenze aufhalten:

Ein Sprecher der natio­nalen Befrei­ung­armee der Albaner (NLA) in Pristina warnte die Bundes­wehr, ihre Betei­li­gung würde »eine Kriegs­er­klä­rung durch die Bundes­re­pu­blik Deutsch­land darstellen«”.17

Als Antwort auf NLA-Drohungen sendete die Bundes­wehr ihre eigenen Sonder­ein­heiten, die Fall­schirm­jäger aus, um mit der Panzer-Artil­lerie-Batterie-Schwadron zusam­men­zu­ar­beiten.18 Der deutsche Vertei­di­gungs-Minister, Rudolf Scharping bestä­tigte, dass „er bereit ist, mehr Panzer und Truppen zu schicken, um die Bundes­wehr-Kräfte zu stärken”.19 Und doch hat sich Berlin in den jüngsten Entwick­lungen dafür entschieden, die meisten seiner Truppen vom Tetovo-Gebiet zurück­zu­ziehen, um keines­wegs den Trick der US-Geheim­dienste der Unter­stüt­zung der NLA-Rebellen zu gefährden. Einige dieser deutschen Truppen werden jetzt auf der Kosovo-Seite der Grenze aufge­stellt.

Während der NLA eine Ladung der neuesten fort­ge­schrit­tenen Waffen „made in Amerika” erhielt, hat Deutsch­land (Mitte Juni) den maze­do­ni­schen Frie­dens­truppen alle Gelände-Fahrzeuge wie auch Waffen „für hoch­ent­wi­ckelte Infra­rot­nach­for­schung im Schlacht­feld geschenkt.” Nach einem Bericht aus Maze­do­nien war der kleine Anteil deutscher Truppen, welcher noch im Tetovo-Gebiet bleibt, „unter schwerem Angriff der Terro­risten, die sie mit Mörsern von den Bergen über Tetovo angriffen. Das ist vermut­lich die Antwort auf die gestrige Schenkung [am 14. Juni 2001] an unsere Armee durch die deutsche Regierung.„20

Während Spal­tungen zwischen „NATO-Verbün­deten” nie publik gemacht werden, hat Deutsch­lands Außen­mi­nister Joschka Fischer — in einer deut­li­chen Erklärung an den Bundestag gerichtet gegen „die alba­ni­schen Extre­misten in Maze­do­nien” — „eine lang­fris­tige Regelung” verlangt, „darauf ausge­richtet, das ganze Gebiet näher an Europa heran­zu­holen.” (D. h. frei von US-Eingriffen). Die deutsche Position ist in deut­li­chem Kontrast zur jener der Verei­nigten Staaten, die verlangt, dass die Skopje Regierung den Terro­risten Amnestie bewilligt, die Zusam­men­set­zung der Landes modi­fi­ziert und die NLA-Rebellen an der Zivil­po­litik beteiligt:

Der Pakt verlange wie berichtet, daß die Rebellen ihren Kampf einstellen und im Gegenzug Amnestie-Garantien erhalten. Die Rebellen würden auch das Recht haben, bei zukünf­tigen poli­ti­schen Entschei­dungen bezüglich ethni­scher alba­ni­scher Rechte ein Veto einzu­legen. Die Vertrag wurde wie berichtet von Robert Frowick, einem ehema­ligen US-ameri­ka­ni­schen Gesandten vermit­telt, der zur Zeit als Reprä­sen­tant der Orga­ni­sa­tion für Sicher­heit und Zusam­men­ar­beit in Europa arbeite.„21

Die anglo-amerikanische Achse

Der Konflikt zwischen Deutsch­land und Amerika im Balkan ist Teil eines viel breiteren Prozesses, der das Herz des west­li­chen Mili­tär­in­dus­trie­kom­plexes und der Vertei­di­gungs-Einrich­tungen betrifft.

Seit Anfang der 1990er Jahre haben die Verei­nigten Staaten und Deutsch­land gemein­schaft­lich als NATO-Partner im Balkan gespielt, ihre jewei­ligen Militär-, Geheim­dienst- und Außen­po­litik-Initia­tiven koor­di­nie­rend. In ihren öffent­li­chen Erklä­rungen den Schein der poli­ti­schen Einheit aufrecht­erhal­tend, entwi­ckelten sich ernste Unei­nig­keiten im Gefolge der Über­ein­künfte von Dayton (1995), als deutsche Banken sich vortaten, die Deutsche Mark aufzu­zwingen und das Währungs­system von Jugo­sla­wiens Nach­folger-Staaten zu über­nehmen.

Außerdem haben die Verei­nigten Staaten im Gefolge des Krieges 1999 in Jugo­sla­wien ihre stra­te­gi­schen, mili­tä­ri­schen und geheim­dienst­li­chen Bande mit Groß­bri­tan­nien verstärkt, während Groß­bri­tan­nien viele seiner Bande (besonders im Gebiet der Vertei­di­gung und Raum­fahrt­pro­duk­tion) mit Deutsch­land und Frank­reich getrennt hat.

Anfang 2000 haben der US-ameri­ka­ni­sche Vertei­di­gungs-Minister William Cohen und sein briti­sches Gegen­stück, Geoff Hoon, eine „Grund­satz­er­klä­rung für Vertei­di­gungs-Ausrüs­tung und Indus­trie­ko­ope­ra­tion” unter­zeichnet.22 Washington´s Ziel­set­zung war die Bildung einer „trans­at­lan­ti­schen Brücke zu ermutigen, durch die das DoD [US-Vertei­di­gungs­mi­nis­te­rium] seine Globa­li­sie­rungs-Politik nach Europa tragen kann.„23

Die US-Vertei­di­gungs-Industrie — welche jetzt British Aerospace Systems (BaeS) einschließt — kracht mit der Franco-deutschen Vertei­di­gungs-Verei­ni­gung EADS — einem Konglo­merat aus Frank­reichs Aeros­pa­tiale Matra, Deutsche Aerospace, welche Teil der starken Daimler-Gruppe ist, und Spaniens CASA, zusammen. Mit anderen Worten ist ein großer Spalt im west­li­chen Militär-Indus­trie­kom­plex mit den Verei­nigten Staaten und Groß­bri­tan­nien auf einer Seite und Deutsch­land und Frank­reich auf der anderen aufge­treten.

Öl, Waffen und die westliche mili­tä­ri­sche Allianz sind eng verknüpfte Prozesse. Washing­tons Plan soll schließ­lich die Herr­schaft des US-Mili­tär­in­dus­trie­kom­plexes in Verbin­dung mit den anglo-ameri­ka­ni­schen Ölriesen und Großbritannien´s Haupt­ver­tei­di­gungs-Ünter­neh­mern sichern. Diese Entwick­lungen haben zwei­fellos auch einen Angel­punkt bei der Kontrolle über stra­te­gi­sche Pipelines, Transport- und Kommu­ni­ka­ti­ons­wege im Balkan, Osteuropa und der ehema­ligen Sovjet­union.

Außerdem paßt zu dieser anglo-ameri­ka­ni­schen Achse auch eine zuneh­mende Zusam­men­ar­beit zwischen der CIA und Großbritannien´s MI5 in der Sphäre der Nach­rich­ten­dienste und verdeckten Opera­tionen, wie bezeugt durch die Rolle, die britische SAS Sonder­ein­heiten in der KLA-Rebellen-Ausbil­dung gespielt haben.

Krieg, „Dollarisierung” und die Neue Weltordnung

Schutz” der Pipelines, heimliche Tätig­keiten und die Wieder­ver­wen­dung des Rausch­gift-Geldes in Unter­stüt­zung bewaff­neter Rebel­lionen, Mili­ta­ri­sa­tion stra­te­gi­scher Korridore, Vertei­di­gungs-Beschaf­fung für „Part­ner­schaft für Frieden”-Länder (PFP) sind allesamt inte­graler Bestand­teil der anglo-ameri­ka­ni­schen Achse und ihrem Streben, die Öl-, Gas- und Trans­port­wege aus dem Becken des Kaspi­schen Meeres und dem Schwarzen Meer durch den Balkan zu kontrol­lieren.

Allge­meiner ausge­drückt ist das, was in dem weiteren Umfeld geschieht, welches Osteuropa und den Balkan mit den ehema­ligen Sowjet­re­pu­bliken verbindet, ein hartes Gerangel um die Kontrolle über nationale Volks­wirt­schaften durch konkur­rie­rende Unter­neh­mens­kon­glo­me­rate. Und hinter dem Vorgang steckt das Vorhaben des finan­zi­ellen Esta­blish­ments der Wall Street — gemeinsam mit den Vertei­di­gungs- und Ölriesen — die Deutsche Mark (und den EURO) zu desta­bi­li­sieren und diskre­di­tieren, mit der Absicht, den US-Dollar als einzige Währung in dieser Region durch­zu­setzen.

Die Kontrolle über die „Geld­schöp­fung” — die Herr­schaft der US-Federal Reserve über die ganze Welt — ist eine zentrale Eigen­schaft des US-ameri­ka­ni­schen Expan­sio­nismus. In dieser Hinsicht ist das Ziel des Mili­tär­ge­heim­dienst­li­chen Trick Washing­tons nicht nur, die „EU-Erwei­te­rung” zun unter­mi­nieren, sondern es ist auch Absicht, die Herr­schaft von Deutsch­lands wich­tigsten Finanz­in­sti­tu­tionen (z.B Deutsche Bank, Commerz­bank und West­deut­sche Landes­bank) im gesamten Balkan zu schwächen und zu verdrängen.

Mit anderen Worten wird die Neue Welt­ord­nung durch den Konflikt zwischen Europa und Amerika um „Kolo­ni­al­kon­trolle” über nationale Währungen markiert. Und dieser Konflikt zwischen „konkur­rie­renden kapi­ta­lis­ti­schen Blöcken” wird immer akuter werden, wenn ab 1. Januar 2002 mehrere hundert Million Menschen von Osteuropa über den Balkan bis nach Mittel­asien anfangen, den Euro als ihre „de facto” Natio­nal­wäh­rung zu nutzen.

Siehe Karte http://www.bsrec.bg/taskforce/SYNERGY/oilprojects2.html.

Anmerkungen

1 Robert V. Baryiski, Das Kaspische Ölregime: Mili­tä­ri­sche Dimen­sionen, Caspian Cross­roads Magazine, Jahrgang 1, Ausgabe 2, Frühling 1995.

2 Die Bezug­nahme auf die Euro­päi­sche Union in diesem Artikel(Ding) soll als „Euro­päi­sche Union minus Groß­bri­tan­nien” inter­pre­tiert werden.

3 Siehe Albanian Telegraf-Agency, Tirana am 28. Juli 1998, und Milsnews, Skopje, am 23. Januar 1997, zu sehen bei http://www.freerepublic.com/forum/a379fb721329c.htm.

4 Milsnews, s.o.

5 Siehe die scharf­sin­nige Analyse von Karen Talbot: „Das ehemalige Jugo­sla­wien: Der Name des Spiels ist Öl, Leute Weekly World, Mai 2001, siehe auch Marjorie Cohn, „Befrie­dung für eine Pipeline: Erklärung der US-Mili­tä­ri­schen Anwe­sen­heit im Balkan, The Jurist, Legal Education Network, Juni 2001, erklärend.

6 George Monbiot, Ein Diskretes Geschäft in der Pipeline, The Guardian am 15. Februar 2001.

7 Richard Gira­gosian, „Erneuter gewal­tiger Ölfund im Kashagan erneuert geopo­li­ti­sche Offensive im Kaspi­schen Raum”, The Analyst, Central Asia-Caucasus Institute, Johns Hopkins Univer­sity — Paul H. Nitze School of Advanced Inter­na­tional Studies, am 7. Juni 2000

8 Siehe Handel und Entwick­lung (TDA) nach Region bei http://www.tda.gov/region/sbdi.html.

9 Alexander Gas und ÖlVer­bin­dungen, Oktober 2000.

10 Unter soge­nannten „asym­me­tri­schen Geschäfts­be­vor­zu­gungen” mit der Euro­päi­schen Union.

11 Für weitere Details über die Rolle von Robert Frowick siehe Michel Chos­su­dovsky, „Maze­do­nien: Washing­tons mili­tär­ge­heim­dienst­li­cher Trick”, Juni 2001

12 Siehe AFP am 10. April 2001

13 Nach Pascal Boniface, dem Direktor des Pariser Instituts für Inter­na­tio­nale und Stra­te­gi­sche Bezie­hungen, UPI, am 11. April 2001.

14 Zu Details über die CIA-BND-Unter­stüt­zung der KLA siehe Michel Chos­su­dovsky, „Durch Orga­ni­sierte Krimi­na­lität finan­zierte Kosovo-Frei­heits­kämpfer”, Covert Action Quarterly, Herbst 1999, auch hier: http://www.heise.de/tp/english/inhalt/co/2743/1.html

15 Tom Walker, NATO-Truppen in einem Balkan-Ulster gefangen, Sunday Times, London am 18. März 2001,

16 Ebd.

17 Ebd.

18 Siehe „Deutsche Fall­schirm­jäger nach Tetovo”, Spiegel On-line am 24. März 2001; siehe auch „Bundes­wehr verlegt Soldaten ins Kosovo”, Spiegel On-line am 23. März 2001.

19 Deutsche Presse Agentur am 19. März 2001,

20 Dem Autor aus Skopje über­sandte Infor­ma­tion, Juni 2001.

21 Facts on File, World News Digest am 30. Mai 2001.

22 Reuters am 5. Februar 2000.

23 Der Vertrag wurde (nach einem in Muradian zitierten Pentagon­be­amten) kurz nach der Schaffung von British Aerospace Systems unter­zeichnet, die sich aus der Fusion von BAE mit GEC Marconi ergab. British Aerospace Systems (Bae) war bereits mit Amerika´s größten Vertei­di­gungs-Ünter­neh­mern Lockheed Martin und Boeing fest verbunden. Für weitere Details siehe Vago Muradian „Pentagon sieht Brücke nach Europa” Defense Daily, Jahrgang 204, Nr. 40, 1. Dezember 1999.

Jüngste Artikel des Autors über den Balkan:

Washington finan­ziert ethni­schen Krieg im Balkan”, April 2001, bei http://www.emperors-clothes.com/articles/choss/fin.htm oder http://www.canadiandimension.mb.ca/extra/x0404mc.htm

Wirt­schaft­s­ter­ro­rismus”, Mai 2001 bei http://emperors-clothes.com/articles/choss/eco1.htm oder http://alainet.org/active/show_news.phtml?news_id=1225.

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